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FULDA Die Bundeskanzlerin war da!

Blitzauftritt in 43 Minuten: bürgernah, gelassen - Angela Merkel im Wahlkampf

26.08.17 - Sie war da. Die mächtigste Frau der Welt hat am Freitagabend Halt in Fulda gemacht. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel war auf Wahlkampf-Tour. Sie flog per Hubschrauber der Bundespolizei auf dem Airfield in Sickels ein und ließ sich mit ihrer gepanzerten Audi A8-Limousine samt Kolonne in die Friedrichstraße fahren. Dort traf sie auf Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, CDU-Generalsekretär Peter Tauber, den Staatsminister im Kanzleram Helge Braun und natürlich den heimischen Abgeordneten Michael Brand. Höchste Sicherheitsstufe in der Innenstadt, Hunderte Polizisten im Einsatz und Scharfschützen auf den Dächern.

Fotos: Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld

 Die Außengastronomie der Friedrichstraße rund um die Stadtpfarrkirche war proppenvoll. Merkel wurde beim Aussteigen bejubelt, nahm ein Bad in der Menge, schüttelte Hände und ließ Selfies zu. Unter den strengen Blicken der BKA-Personenschützer zeigte sie sich trotzdem bürgernah und marschierte zum Uniplatz. Überpünktlich: Ankunft 18:59 Uhr. Dort warteten rund 5.000 Menschen auf die Kanzlerin. Aber nicht nur Fans und Parteifreunde, sondern auch Kritiker - von AfD und der rechten Bewegung "Der III. Weg", aber auch Windkraft-Gegner und Milchbauern.

Merkel kam zum vierten Mal in ihrer Funktion als Bundeskanzlerin in die Domstadt. Und sie schwärmte: "Es ist wunderschön in diesem historischen Stück Hessen - der Anblick hier auf dem Platz beeindruckt." Sie sei in dieser heißen Phase, vier Wochen vor der Wahl, täglich in Deutschland unterwegs. Heute wolle sie Michael Brand in der CDU-Hochburg unterstützen. "Er macht einen prima Job, hat sich besonders stark im Sterbehilfe-Gesetz engagiert und sich dafür eingesetzt, dass die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe gestoppt wird." Die Kanzlerin lobte aber auch die Region Osthessen: "Vollbeschäftigung, starker Mittelstand und politisch stabile Verhältnisse. Das ist auch ein Erfolg der regionalen Politik und ihrer Verantwortlichen."

 Der hessische Regierungschef Bouffier machte deutlich: "Bei der Bundestagswahl am 24. September geht es darum, das Erfolgsmodell Deutschland fortzusetzen und weiterzuentwickeln - und nicht in eine Sackgasse zu steuern. Das geht nur mit Angela Merkel. Sie ist eine Kanzlerin, die unser Land auch in schwierigen Zeiten regieren kann."

Merkel selbst stehe für den Slogan "Made in Germany". Sie will die produzierenden Unternehmen in Deutschland halten, den Mittelstand stärken und nicht durch noch mehr Gesetze einschränken. Familien will sie unterstützen und durch weniger Abgaben entlasten. "Dabei dürfen Unternehmer aber nicht durch mehr Steuern belastet werden. Wir spielen niemanden gegeneinander aus." Beim Kampf gegen internationalen Terrorismus ("eine besondere Herausforderung, die wir mit unseren EU-Partnern, den USA und Großbritannien angehen") sagt sie den Drahtziehern den Kampf an und sie spricht sich für noch mehr Polizei aus. "Wir müssen Täter fassen und Opfer schützen. Das geht unter anderem nur durch mehr und verbesserte Technik - ein Stichwort dazu: Videoüberwachung an Brennpunkten." Auch in Fulda ist das ein Thema, weiß Merkel und stärkt der Stadt für den Ausbau den Rücken.

Zur EU sagt sie: "Europa stärken, heißt Deutschland stärken." Und auch auf die Flüchtlingskrise geht die Kanzlerin ein: "2015 haben wir viele Flüchtlinge aufgenommen und unser Land an die Belastungsgrenze geführt. Das darf sich nicht wiederholen. Unser Job ist es, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das heißt, in die Krisengebiete zu investieren, damit niemand sein Land verlassen muss." Zum Abschluss ein wichtiges Fazit von Merkel und ihren Mitstreitern: "Deutschland kann nur erfolgreich sein, wenn es stabil regiert wird. Wir brauchen eine starke CDU/CSU, denn wir stehen für ein Land, in dem wir gut und gerne leben."

Trotz Buh-Rufen, "Merkel muss weg" (AfD) und lautstarken Trillerpfeifen bleibt die Bundeskanzlerin jederzeit ruhig und gelassen. Sie geht ihren Weg, trägt sich ins Gästebuch der Stadt Fulda ein und fliegt nach dem 44 Minuten-Auftritt zurück nach Berlin. Michael Brand sagt: "Wir als Union haben Haltung. Meine klare Ansage an unsere Gegner: Es kommt nicht auf den Kehlkopf an, sondern auf den Kopf." Merkel habe Nerven wie Drahtseile, auch wenn sie mit den Staatschefs aus den USA, Russland oder der Türkei verhandelt. "Die Kollegen verhalten sich oft wie Elefanten im Porzellanladen. Ich wünsche mir, vier weitere Jahre mit Angela Merkel als Regierungschefin. Sie ist die einzige, die Deutschland in diesen schwierigen Zeiten in die Zukunft führen kann." (Christian P. Stadtfeld) +++


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