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Für den Notfall vorbereitet – Die ehrenamtlichen Sanitätskräfte bei einer Übung in der Stiftsruine gemeinsam mit Helge Assi (1. von rechts) und Dirk Trümner (2. von rechts) - Foto: K. Trümner

BAD HERSFELD Bewährtes verbessert

Sicherheitskonzept für über 100.000 Besucher der Festspiele

05.09.17 - Bad Hersfeld Bewährtes verbessern: Das war die Grundanforderung an das Sicherheits- und Räumungskonzept der Bad Hersfelder Festspiele für 2017. Die Sicherheit der Besucher und Mitwirkenden stand dabei stets an oberster Stelle, bemerkbar nur bei den Vorstellungsunterbrechungen aufgrund der Wetterkapriolen. „Keine nennenswerten Notfälle in dieser Saison“ berichtet Sicherheitsingenieur Dirk Trümner über die 67. Bad Hersfelder Festspiele.

Bei über 100.000 Besuchern und den weit über 80 Veranstaltungen alleine in der Stiftsruine kam es nur gelegentlich zu kleineren Verletzungen oder leichten Schwächeanfällen – gekonnt durch die immer bereitstehenden Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) versorgt. Erstmals in diesem Jahr waren auch Sanitäter der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) dabei. Neben den Sanitätern sind bei allen Aufführungen immer auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr anwesend um den Brandschutz zu überwachen und im Notfall sofort einzugreifen. Unterstützt durch die Mitarbeiter der Festspiele, die natürlich auch speziell auf verschiedene Ereignisse ausgebildet wurden, war so immer für ein sicheres Festspielerlebnis gesorgt.

Räumungskonzept

Besonders wichtig ist eine reibungslose Räumung der Stiftruine im Gefahrenfall. Seit 2016 muss hierbei die neue Hessische Versammlungsstättenrichtlinie eingehalten werden. „Deshalb haben wir bereits vor zwei Jahren angefangen, das gesamte Sicherheitskonzept zu überarbeiten. So konnte in dieser Spielzeit das Räumungskonzept von unserem externen Brandschutzsachverständigen überprüft und angepasst werden.“, sagt Helge Assi als Brandschutzbeauftragter der Stadt Bad Hersfeld. „Uns ist dabei aber nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern vor allem auch die praktische Umsetzung wichtig“, ergänzt Assi.

Für einen Räumungsfall gibt es bei den Bad Hersfelder Festspielen spezielle Vorbereitungen, bei denen alle ehrenamtlichen Helfer eng mit den Festspielmitarbeitern zusammen arbeiten müssen. Hierzu zählen zum Beispiel die grüne Kennzeichnungsweste der Platzanweiserinnen, um für die Besucher besser als Ansprechpartner erkennbar zu sein.

Im Anschluss an die Matinee wurde erstmals eine Räumung der Stiftsruine geprobt. Hierbei konnten die Beteiligten praktische Erfahrungen für eine echte Räumung sammeln. Auch die neuen barriere-reduzierten Rettungswege unter der Tribüne und die Notausgänge neben der Bühne wurden dabei getestet. Bereits im Mai wurden spezielle Schulungen und Übungen für die Einsatzkräfte durchgeführt. Durch die Veranstaltungen führte Dipl.-Ing. Dirk Trümner, der sich als Entwickler des Räumungskonzeptes für die Stiftsruine auch bestens mit dem gesamten Sicherheitskonzept der Festspiele auskennt. Der studierte Master für Brandschutz und Sicherheitsingenieur ist selbst erfahrene Einsatzkraft und konnte neben den konzeptionellen Inhalten auch praktische Hinweise weitergeben.

„Die neuen Konzepte und Planungen haben gut funktioniert. Die Umsetzung steht und fällt aber mit den Menschen, die tagtäglich - oft im Hintergrund - für die Gäste der Festspiele aktiv werden. Daher sind solche Notfallübungen und die vorherigen Schulungen wichtig für die Verbesserung der organisatorischen Abstimmung“, so Assi.


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