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FULDA Vollbesetzter Dom

Landeserntedankfest: Christen verschiedener Konfessionen glücklich vereint

16.10.17 - Rund 400 Gäste aus ganz Hessen, darunter zahlreiche Vertreter aus der Kommunal- und Landespolitik sowie aus den der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereichen feierten am Sonntag gemeinsam das Landeserntedankfest mit einem großen ökumenischen Gottesdienst im Hohen Dom zu Fulda.

Spätfroste im April, Trockenheit im Winter und Frühjahr und ein nasser Sommer: Obwohl Landwirte dank modernster Technik Wachstumsbedingungen von Obst, Getreide und Gemüse optimieren können, sind sie nicht vor schlechten Witterungsbedingungen gefeit. Gerade Erdbeeren, Kirschen und Äpfel trugen in diesem Jahr gravierende Schäden davon. In frostgefährdeten Lagen gab es Ertragsminderungen von über 70 Prozent bis hin zu Totalausfällen.
Solche Verluste kann kein Landwirt einfach wegstecken. Sie sind existenzgefährdend und führen vor Augen, dass eine gute Ernte nicht selbstverständlich ist.

Die Wintermonate und das Frühjahr waren viel zu trocken, Hagel und Sturmböen richteten in einzelnen Gemarkungen große Schäden an. Unbeständiges Wetter im Juli und August mit heftigen Gewittern und Starkregen führte dazu, dass die Getreideernte immer wieder unterbrochen werden musste. Nicht nur die Qualität des Getreides, sondern auch die Nerven der Landwirte haben darunter gelitten.

Fotos: Miriam Rommel


Dennoch könne man mit der diesjährigen Ernte zufrieden sein, sagte Bernd Weber, Pressesprecher des Hessischen Bauernverbandes auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS. Mit einer Gesamterntemenge bei Getreide von mehr als zwei Millionen Tonnen bewege man sich mengenmäßig auf dem Niveau der letzten Jahre. „Grund genug, dem lieben Herrgott dafür zu danken“, meinte nicht nur Weber.


Die Sitzplätze im Dom waren komplett gefüllt, einige der Gottesdienstbesucher verharrten stehend in den Gängen. Nachdem Weihbischof Professor Dr. Karlheinz Diez alle Anwesenden begrüßte, erinnerte Propst Bernd Böttner daran, dass Brot beziehungsweise Getreide ein Geschenk des Himmels sei. „Brot ist eine Frucht der Erde und ein Erzeugnis des Menschen.“ Erst durch das Zusammenspiel zwischen Erde und Leben, Sonne und Luft wachse das Korn Richtung Licht. Böttner ging weiter auf den Ablauf des Erntens und der Herstellung des Nahrungsmittels ein. „Gott schenkt uns, was wir zum Leben brauchen.“ Nahrung wie beispielsweise Brot seien aber nicht nur zum Überleben wichtig: „Kein Fest, kein Geburtstag, keine Verlobung wird gefeiert, ohne ein gemeinsames Essen.“ Somit sei das Brot auch ein Zeichen der Gemeinschaft, die Freude, Anerkennung und auch Trost spende. „Gott schenkt uns was unser Leben trägt. Nahrung, Hoffnung, Freude, Mut, Zuversicht und so vieles mehr, was unser Herz erwärmt.“


Musikalisch umrahmt wurde der ökumenische Gottesdienst des Hessischen Bauernverbandes von den Jagdhornbläsern Diana Hünfeld, vor Beginn des Gottesdienstes führte die Volkstanzgruppe „Die Nässetäler“ auf dem Domplatz einige Tänze auf. (mr) +++


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