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03.11.08 - Bischofsheim

WSV wählte neuen Vorstand - Nachwuchsprobleme durch schneearme Winter

Die Neuwahl beim Wintersportverein (WSV) Oberweißenbrunn ging reibungslos über die Bühne. Vorsitzender bleibt Gustav Schrenk, im Amt bestätigt wurde auch sein Stellvertreter Michael Geck, Kassier Gottfried Roth und Schriftführerin Madeleine Schrenk. Als Sportwart Alpin fungiert Stefan Back, Sportwart Nordisch ist Alfred Gundelach. Dritte Vorsitzender und 1.Beisitzer ist Ewald Reulbach, zum Stellvertretenden Sportwart Alpin wurde Bettina Back gewählt, die zugleich auch die Leiterin der Gymnastikgruppe ist, stellvertretender Sportwart Nordisch ist Michael Schrenk. Als Chronist betätigt sich Gustav Schrenk. Beisitzer Alpin wurden Wolfgang Illek und Gerhard Wittke, Beisitzer Nordisch Tanja Maul. Die Kasse prüfen Franz Eisenmann und Johann Schrenk, die Mitgliederverwaltung übernimmt Richard Enders und das WSV Haus betreut Stefan Kleinhenz.

Helmut Rüttiger, der bisher als Sportwart Alpin im WSV tätig war und Konrad Enders, der als Beisitzer für den Sprunglauf der Vorstandschaft angehörte, wurden vom Vorsitzenden Gustav Schrenk verabschiedet. Schrenk freute sich, dass sich der überwiegende Teil der alten Mannschaft wieder zur Verfügung stellte. Im Moment werde versucht junge Leute für die Arbeit in der Vorstandschaft und im sportlichen Bereich zu gewinnen. Ab dem Jahr 2010 werde es in der Führungsebene des WSV Änderungen geben, kündigte Schrenk an und hierfür seien junge Leute notwendig. "Wir können einen Verein mit 840 Mitgliedern nicht an die Wand fahren lassen.“

Während die Übungsleiter und Abteilungsleiter eine Abriss über das sportliche Gesehen im WSV gaben, ging der Vorsitzende Gustav Schrenk auf die allgemeine Situation ein. An den Beginn seines Berichtes stellte er einen umfassenden Dank an alle Trainer, Helfer, Übungsleiter und Sportler. Neben den regelmäßig stattfindenden Trainings- und Übungszeiten gehöre das Kinderzeltlager und der Kinderskikurs zu den beliebtesten Angeboten. An den Sprungschanzen in Haselbach wurden verschiedene Renovierungsarbeiten im Laufe des Jahres ausgeführt, jedoch die Hauptarbeit, die Edelstahlspur für die K30 und Erneuerung der Seitenbanden soll im Jahr 2009 stattfinden. Der Arbeitsvertrag mit Trainer Jörg Hauptmann wurde aufgelöst.

Ein voller Erfolg war für den WSV die Ausrichtung der Pasta-Party bei der Trans Germany in Bischofsheim, eine große logistische Herausforderung, die dank der Unterstützung der Bundeswehr Wildflecken gemeistert wurde. Im Juni 2009 ist das gleiche Spektakel wieder geplant. Vor dem Winter müssen auf der Nachtloipe in Oberweißenbrunn noch Ausbesserungen getätigt werden. Probleme gibt es beim WSV mit der Nutzung des Trainingsraum im WSV Haus. Schrenk sprach von Vandalismus und unbefugtem Benutzen des Gebäudes. Über die ausgegebenen Schlüssel habe der Verein keine Kontrolle mehr, daher habe die Vorstandschaft entschieden, ein neues Schloss einzubauen.

Die Nutzer des Raumes sind angehalten beim Vorsitzenden einen Schlüssel zu beantragen. Wer einen Schlüssel leihe müsse 20 Euro Pfand hinterlegen "Wir hoffen, ihr habt Verständnis für die erzieherische Maßnahme“, so Schrenk. Gleiches gelte für Vereine, die die WC-Anlage des WSV benutzen. Nach der anfänglichen Begeisterung für das Dorfgemeinschaftshaus bestehend aus Feuerwehr, ehemaligem Truhengebäude und WSV-Gebäude, sei Nüchternheit eingekehrt, so Schrenk. Es werden noch weitere Gespräch notwendig sein, um die Finanzierung in „trockene Tücher zu packen“. Nach der Herausrechnung der Eigenleitung gehe es noch um einen Fehlbetrag von rund 100.000 Euro. Der WSV werde der Finanzierung seinen Teil beisteuern müssen, so wie die anderen Vereine auch. In der Höhe sprach Schrenk von einem Vereinsanteil von 35.000 Euro. Um über die Höhe der Beteiligung des WSV zu entscheiden, werde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.

Der WSV appellierte an die Stadt Bischofsheim einen erheblichen finanziellen Zuschuss zu leisten. "So wie auch andere Ortsteile in den letzten 30 Jahren bedacht wurden“, sagte Schrenk. Die Realisierung der Baumaßnahme sei für den WSV eine der Hauptaufgaben in den nächsten Jahren. Beim Dorffest in Oberweißenbrunn hatte sich der WSV beteiligt und im Rahmenprogramm Nordic Walking auf drei verschiedenen Strecken mit ausgebildeten Trainern angeboten. Ziel war es in der Dorfgemeinschaft für das neue Dorfgemeinschaftshaus zu werben und Bausteine zum Umbau zuverkaufen.

Die sportlichen Informationen zum Geschehen im vergangenen Winter hatten die Sportwarte schon im Rahmen der Sportlerehrung im Mai gegeben, so lang der Schwerpunkt in der Berichterstattung auf dem Sommertraining und dem Ausblick für den kommenden Winter. Die nordischen Sportler des WSV Oberweißenbrunn haben einen erfolgreichen Trainingssommer unter Leitung von Alfred Gundelach hinter sich. Ein Trainingslehrgang in Oberstdorf brachte nicht nur jede Menge Motivtion sondern auch noch 60 Kilometer auf Skirollern für jeden Teilnehmer mit sich. Trotz wesentlich mehr und intensiverer Lauf- und Skirollereinheiten als im vorigen Jahr, sei gerade im Jugendbereich festzustellen, dass die Konkurrenz in den Sportinternaten mindestens doppelt so viel trainiere.

Somit könne eigentlich nur noch dort die Weichen für eine sportliche Zukunft gestellt werden, sagte Gundelach. Doch die Oberweißenbrunner Läufer zeigen immer wieder, dass sie trotz einiger Einschränkungen auch vorne mitmischen können. Die Skiverbände Oberfranken und Oberpfalz haben jeweils einen hauptamtlichen Trainer, die mit aller Macht und Einsatz nicht nur an Quantität von Sportlern, sondern auch an Leistungsqualität in allen Schüler- und Jugendklassen dominierend sind. Deren Aufwand sei mit dem Aufwand hier kaum zu vergleichen, trotzdem geht Alfred Gundelach einigermaßen hoffungsvoll in die kommende Saison. Es gab kaum Ausfälle und die Trainingsbeteiligung sei bisher sehr ansprechend.

Der Nachwuchsbereich leide unter den mangelhaften Schneeverhältnissen vor Ort, so dass jüngere Kinder kaum regelmäßig trainieren können. Der Aufwand mit den kleineren nach Oberfranken oder in die Oberpfalz zu fahren sei einfach zu hoch. Die alpinen Sportler nahmen Mitte Mai das Sommertraining auf, um sich auf die bevorstehende Wintersaison vorzubereiten. Aufgrund der stark dezimierten Renngruppe wurde das Training sehr flexibel gehalten, wenn möglich zweimal pro Woche trainiert, wobei immer zwischen Inlinerslalom, Moutainbiken und Laufen abgewechselt wurde. In der aktiven Renngruppe gab es im vergangenen Winter nur noch sechs aktive Rennläufer, hinzu kommt eine Nachwuchsgruppe mit 12 bis 15 Kinder, die Bettina Back trainiert. Der Nachwuchs traf sich bisher einmal wöchentlich.

Aufgrund der schlechten Schneelage in den vergangenen zwei Wintern sei es nicht möglich gewesen, die Kinder regelmäßig auf Ski zustellen, was unbedingt nötig wäre, um das richtige Skifahren zu erlernen beziehungsweise das vorhandene Können zu festigen. Nachdem der Skiausflug in diesem Jahr in Zillertal führte, soll es 2009 ins Stubaital gehen. Vom 15. bis 20. März wird Quartier in Neustift im Alpenhotel Fernau bezogen. Als Skigebiete stehen zur Verfügung, der Stubaier Gletscher mit seine Vielfalt als Königreich des Schnees, das Gebiet Schlick 200 mit Fulpmeß, eventuell auch Axamer Lixum bei Innsbruck.(me)+++

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