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15.11.08 - Bischofsheim

Stadt will 2009 wieder Gastgeber für die "Bike Trans Germany" sein

Der Bischofsheimer Stadtrat hat sich, mit nur einer Gegenstimme, dafür ausgesprochen, auch im Jahr 2009 Gastgeber für die Bike Trans Germany zu sein. Dieser Entscheidung ging eine umfassende Diskussion um die Kosten voraus.Tourismusreferent Gerhard Nägler stellte dem Stadtrat eine Präsentation vor mit einem Rückblick, einer Kosten/Nutzen Analyse sowie einer Bilderpräsentation. Bischofsheim war 2007 und 2008 Etappenort der Bike Trans Germany, in beiden Jahren sei die Veranstaltung eine großer Erfolg gewesen und habe Bischofsheim überregionale Beachtung gebracht, so Nägler. Die Innenstadt als Start- und Zielbereich sei von der Bevölkerung sehr angenommen worden, Star der Veranstaltung war in diesem

Jahr der Biathlet Michael Greis, dessen Teilnehme noch einmal mehr Zuschauer nach Bischofsheim lockte.

Der Veranstalter habe eine Befragung durchgeführt, in der sich die Teilnehmer zu 100 Prozent positiv über die Veranstaltung äußerten und sie weiter empfehlen wolllen. Bischofsheim fiel als Etappenort besonders

positiv auf. Nach Frammersbach und Bad Steben, die sich einen ersten Platz teilen, belegt Bischofsheim Rang zwei. Negative Anmerkungen gab es zu Bischofsheim keine, so dass Bischofsheim vom Veranstalter insgesamt zum besten Etappenort der Bike Trans Germany ernannt wurde. An dieser Stelle ging ein Dank an die vielen freiwilligen Helfer aus den Vereinen, ohne die Bischofsheim ein solches Event nicht schultern könnte.

Die Touristinformation Bischofsheim habe bei den Gastgebern eine Umfrage gestartet, nach der sich 54 Prozent für die Fortführung der Bike Trans Germany mit Bischofsheim als Etappenort aussprechen, 32 Prozent zeigten sich unschlüssig und 14 Prozent waren dagegen. Für dieses Mountainbike-Event stehen aus dem Werbeetat der Touristinformation 10.000 Euro an Mitteln zur Verfügung. 2007 lagen die Ausgaben bei 18.000 Euro, die Einnahmen bei 10.000 Euro, in diesem Jahr wurden 12.000 Euro ausgegeben und 4.000 Euro eingenommen. Der Bauhof leistet zudem in diesem Jahr 89 Stunden, die Nägler mit rund 3.000 Euro

bezifferte. Dass in diesem Jahr die Beträge kleiner seien, sei auf die Verquickung mit dem Feuerwehrfest zurückzuführen, sowie weniger Sponsorengelder, informierte Gerhard Nägler.

In diesem Jahr haben zirka 500 Teilnehmer ihre Unterkunft selbst bezahlt, was Nägler auf 10.000 Euro Einnahmen für die Übernachtungsbetriebe bezifferte. Zirka 200 Personen haben sich am Tag der Veranstaltung selbst verpflegt, Einnahmen, die Bäckereien, Supermärkten und der Gastronomie zugute kommen und auf 3.000 Euro geschätzt werden. Die Zuschauer haben im Start/Ziel-Bereich und auf der

Pasta Party ebenfalls Geld für Verpflegung aufgegeben, was auf 4.000 Euro geschätzt wird. Nicht zu vernachlässigen seien auch die indirekte Einnahmen für die Kommune in Form von Steuern. Als unbezahlbar bezeichnete Gerhard Nägler die Medienpräsenz durch die Bike Trans Germany. Alleine in der Fachzeitschrift Bike werde über die Veranstaltung und die Etappenorte umfangreich berichtet. Es gibt Beilagen, Flyer, DVD, Fotobuch, Plakate, Trikots und vieles mehr. Über 60 Stunden Fernsehpräsenz waren es 2008 und über 100 Artikel erschienen im Print-Bereich. Diese Medienwirksamkeit sei noch weiter ausbaufähig. Der Veranstalter habe angekündigt sein Medien-Budget für das Jahr 2009 zu erhöhen, um Fernsehzeiten für die Breitenwirkung zu kaufen. Die Zielgruppe Mountainbiker sei bisher schon gut erreicht worden, von einer

noch größeren Breitenwirkung verspricht sich Nägler, noch weitaus mehr Bekanntheit und Werbungeffekt.

Über die Trans Germany Homepage und weitere Internetplattformen seien mehr als 2 Millionen Mal Information über die Veranstaltung abgerufen worden.

Bischofsheim stehe zwar nicht immer in der Überschrift, schwinge aber immer mit. Anfang diesen Jahres gab es in der Fachzeitschrift Bike ein fünfseitiges, kostenloses Special über Bischofsheim. Der Anzeigengegenwert liege bei gut 25.000 Euro, machte Nägler auf den Nutzen dieses Event aufmerksam und sprach die dringend Empfehlung aus, dass Bischofsheim sich weiterhin als Etappenort zur Verfügung stellt. Durch die durchweg gute Resoanz werde das Image von Bischofsheim positiv beeinflusst, Bischofsheim bekomme eine Medienpräsenz von überregionaler Bedeutung, die es so sonst nicht gäbe und die auch unbezahlbar wäre. Es werden Menschen für die Rhön interessiert und kommen in die Rhön, die die Region sonst nie kennen lernen würden. 30 Prozent der Teilnehmer kommen aus dem Ausland, der Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland,

Neuseeland oder Australien.

Gerhard Nägler rechnet mit einem Nachfolgetourismus, der auf die Bike Trans Germany zurückzuführen ist. Thea Schmidt, in der Touristinformation der Stadt Bischofsheim beschäftigt, konnte das nur bestätigen. So habe in Mountainbikeverein eine Anfrage an die Touristinformation gerichtet, da sie ihr Trainingslager künftig in der Rhön abhalten wollen. Auch Manfred Reder konnte nur von positiven Kontakten zu anderen Vereinen berichten, die für Touren in Rhön kamen. „Wir haben alles da und das schönste ist die Fernsicht.“ Es spreche sind in der Szene herum und es werden in den Folgejahren noch mehr Moutainbiker in die Rhön kommen, schätzte Reder.+++

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