Seit gestern Abend ist es amtlich: Die Eissporthalle in Lauterbach wurde am Nachmiitag um 16 Uhr geschlossen. Dies teilte der Geschäftsführer der Stadtwerke Lauterbach Dieter Heß gegenüber osthessen-news am Abend mit. Hintergrund sei eine neue Messung der Tragfähigkeit der Halle am heutigen Tag. Der Betreiber zog die Konsequenzen aus den tagelangen Querelen um das Messverfahren. In der laufenden Saison wird es keinen Eissport mehr in der Vogelsberger Kreisstadt geben. In der vergangenen Nacht hat die Redaktion von "osthessen-news" per e-Mail erste Reaktionen erhalten, die wir nachfolgend in der Reihenfolge des Eingangs (mailto:[email protected]) dokumentieren.
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13 Celine Dajek(mit Unterstützung meiner Mutter geschrieben) :
Aus der Sicht einer Nachwuchssportlerin….. Vorgestern fuhr ich noch meine Sitzpiruette ( und schwitzte mächtig :mit gestrecktem rechten Bein ganz runter acht Umdrehungen und wieder hoch ) , die ja dann hier auf dem Lauterbacher Eis in 2 Wochen zu meiner Prüfungsleistung gehört: die Kürklasse 8 gilt es mit all Ihren Elementen zu bewältigen. Wir alle haben lange Vorbereitungsphasen auf uns genommen und sicherlich hart trainiert. Da im Sommer Dank unserer Trainerfamilie Luft/Greb eine 2- wöchiges Trainingslager in Willingen mit nahezu 6 Stunden Eistrainingszeiten möglich war, kann ich jetzt auch schon bald einen sauber gestandenen Achsel meinen ersten doppelten Sprung auf dem Eis .
Das bedeutet mir viel. Auch der Toptrainer, Herr Meier aus Dortmund ( Leistungszentrum) betreute mich in Bad Sonneberg in den Herbstferien zusammen mit meiner Trainerin Tanja Luft. Am 6. Dezember ist/war der Strumpfpokal für Lauterbach angesetzt… meine Kür übe ich seit April erst auf Pigs , dann verfeinert auf dem Eis in 3 bis 4 Trainingseinheiten in der Woche. In den 2-2.5 Stunden habe ich dann auch immer Einzeltraining bei Tanja Luft .Queen , meine Lieblingsgruppe , passt dieses Jahr genial zu meiner Kür. Mein schlichtes Kleid vom letzten Jahr sieht dazu bestimmt elegant aus. Es ist schon mein 2. Kleid. Alle 2 Jahre bekomme ich von Tanja eine neue Musik, abgestimmt darauf wird eine Kleid genäht und natürlich gestaltet mir meine Trainerin, ein super Eisläuferin, dann auf mich zugeschnitten eine Kür mit den Anforderungen der jeweils nächsten Klasse. Ich habe in Lauterbach mit 6 Jahren meine ersten Schritte auf dem Eis gemacht.Jetzt bin ich 10 Jahre und besuche die Marienschule in der 5. Klasse.Auch hier wurde ich durch eine Freistellung zu Gunsten meines Sports unterstützt. Ich wohne in Fulda , d. h. meine Eltern nehmen seit langer Zeit schon eine Anfahrt nach Lauterbach gerne auf sich. Da mein Vater auch lange Zeit im Leistungssport erfolgreich und glücklich war (KanuWildwasser), verstehen sie meine enttäuschten Gefühle gut und werden nun auch die Fahrt nach Bad Kissingen für diese Saison weiter unterstützend begleiten. Toll, da? es so ein Angebot aus Kissingen gibt!!! Ich weiß, dass ich nie so richtig gut Eislaufen können werde, wie man es z. B.für eine Deutsche Meisterschaft….oder ähnliches können muß.Dazu fehlen hier viel und jetzt alle nötigen Trainingsmöglichkeiten, und seit man mich vorgestern recht flott dann vom Eis vor die Lauterbacher Halle schickte ist mein Sport vielleicht nur noch ein kurzer Traum. Warum??? Was wird jetzt werden??? Ich kann alles noch nicht so recht glauben und würde gerne einfach nur wieder Eislaufen können.
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12 Michaela Pitzulu, Lauterbach: Nun ist das "Kind in den Brunnen gefallen"!!! Warum wurde von den zuständigen Verantwortlichen nicht frühzeitig etwas unternommen???? Warum hat man sich nicht mit den beteiligten Vereinsvertretern frühzeitig an einen Tisch gesetzt und die Problematik besprochen??? Vielleicht wäre gemeinsam eine Lösung gefunden worden (z.B. Spendenaufruf). Die Sicherheit für alle Aktiven auf dem Eis geht eindeutig vor!!!!!!
Die Leidtragenden sind jetzt die Aktiven; besonders die Kinder und Jugendlichen, die seit vielen Jahren beim VERC oder TV Frischborn/ Eiskunstlauf sich sportlich betätigen. Welche Perspektive wird den Kindern geboten, die jetzt nicht eben mal 100 km zur nächsten Eisbahn fahren können??? Viele Fragen die es gilt zu beantworten, wenn wir Betroffenen überhaupt eine Antwort von den Verantwortlichen erhalten. Wichtig ist das die betroffenen Vereine jetzt an einem Strang ziehen!!!!
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11 H. Hergenroeder: Ein Jammer zuzuschauen wie die Verantwortlichen der Kreisstadt des Vogelsbergkreises eine mit Steuergeldern finanzierte Sportstätte trotz jahrelanger Kenntnis einer notwendigen Renovierung gegen die Wand gefahren haben.
Es drängt sich die Frage auf „ Wollte oder Konnte man nicht? “Ich sage man wollte nicht, denn andere Investitionen waren den Verantwortlichen wichtiger. Es drängt sich noch eine weitere Frage auf. „ Haben die Verantwortlichen nicht auch Moralische Verantwortung gegenüber Vereinen und Nachwuchssportlern? “Kindern und Jugendlichen ein Forum zu bieten und die tolle Nachwuchsförderung der nutzenden Vereine zu unterstützen scheint mir in Lauterbach nicht mehr zeitgemäss. Aber eines sei den Verantwortlichen gesagt „ Die Kinder von heute sind morgen eure Steuerzahler und was man sät, das erntet man auch! „
Interessiert werden wir den Fortgang des Dilemmas verfolgen und schauen ob denn so adhoc wie die gestrige Räumung der Eishalle das Wellenbad geräumt wird, da ja beim Einsturz der akut gefährdeten Halle die Besucher des Wellenbades gefährdet wären.
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10 Hans-Jürgen Jäger: Die verantwortlichen der Aktion Schließung der Eissporthalle in Lauerbach hätten mal inVersandhauskatloge blättern sollen. Da wäre ihnen vielleicht früher die Erleuchtung gekommen, und das prozedere um die Schließung wäre vor der Eissportsaison abgeklärt gewesen. "Mit dem Feuchtigkeitsmesser prüfen Sie sofort den Feuchtgehalt. Die beiden Elektroden werden einfach in das zu prüfende Holz gedrückt und schon erscheint der Feuchtigkeitswert in Prozent auf dem LC-Display".
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09 Sabine McQueen, Oberaula: es wurde tatsächlich getan! Insgeheim hatten wir immer noch Hoffnung, denn die stirbt ja bekanntlich zuletzt, dass der Betrieb der Eishalle aufrecht erhalten wird. So standen wir nun gestern Abend mit unseren Kindern zur Trainingszeit vor verschlossenen Türen, ohne eine Erklärung, wie es weitergeht, ohne eine Perspektive für die Aktiven des Eissports. Hatten die Stadtwerke nicht jahrelang Zeit, zu reagieren, der Zustand der Dachkonstruktion war lange bekannt. Wollte man sich keine Gedanken machen? Anscheinend nicht!
Für mich als gebürtige Lauterbacherin ist es beschämend, mitansehen zu müssen, wie eine Stadt wie Lauterbach krampfhaft versucht, sich unattraktiver zu machen und Besucher fern zu halten, Kindern und Jugendlichen immer mehr Möglichkeiten nimmt, sich sportlich im Verein zu betätigen. Aber vielleicht geschieht ein Wunder und den Verantwortlichen kommen doch noch rettende Ideen und Gedanken. Man muss es nur wollen. Ich bin gespannt!
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08 Daniel Schmied, Lauterbach:
Tja, aber Hauptsache die Stadtwerke dürfen die Hubrettungsbühne der Stadt Lauterbach finanzieren! Eine Schande! Die Gewinne der Stadtwerke für das private Spielzeug der Lobbyarbeiter! Ich erinnere mich dunkel, dass Frau Blum das so schon im Sommer gesagt hat!
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07 Manfred Pachten, Lauterbach-Heblos: Das an der Holzkonstruktion des Eisbahndaches nagende Feuchtigkeitsproblem ist schon seit etlichen Jahren bekannt. Was hat die Stadt Lauterbach getan, den Verfall aufzuhalten? Schließlich handelt es sich um eine mit Steuergeldern finanzierte Anlage. Die Frage muss auch erlaubt sein, welche Fehler bei der Planung und Realisierung des Daches gemacht wurden. Wer trägt dafür die Verantwortung? Es kann doch nicht sein, dass ein teures Hallendach errichtet wird ohne sich vorher Gedanken darüber gemacht zu haben, wie eine derartige Holzkonstruktion funktionsfähig zu halten ist. Oder wurde schon bei der Planung Expertenrat erst gar nicht beachtet?
Für die Stadt Lauterbach ist die Schließung des Eisstadions zu Beginn der Wintersaison schlicht eine Katastrophe, weil die Eisbahn in all den Jahren vor allem viele Tagestouristen, insbesondere Familien aus der ost- und mittelhessischen Region, in die Kreisstadt zog. Davon profitierten u. a. die Geschäftsleute und die Gastronomie. Der Leserbriefschreiber mit seinem Hinweis auf den Bau des so genannten Spaßbades wirft mit Recht die Frage auf, ob die Verantwortlichen in Lauterbach dieses neue Bad auf Kosten der Eisbahn und bei Inkaufnahme des Verfalls - weil deren Dachprobleme damals schon längst bekannt waren - gebaut haben. In der Tat: Da hört der Spaß auf!
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06 Lisa Kolbe (7 Jahre): Hallo,ich bin Lisa Kolbe, 7 Jahre aus Lauterbach. Ich bin in der vierten Saison Eiskunstläuferin und finde es total traurig das wir jetzt nicht mehr eislaufen können. Was mach ich jetzt????
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05 A. Müller Gersfeld: Hallo, ich frage mich, warum es um die Schließung solche Diskussionen gibt, wenn das Dach nicht mehr Tragfähig ist, muss die Halle geschlossen werden!! Das Unglück von Bad Reichenhall ist Mahnmal genug finde Ich!
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04 Peter Vetter: Und warum entfernt man nicht das Dach und verkauft es als Brennholz…? Früher ging es doch auch ohne Dach - Lösungen können doch so einfach sein…
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03 Christine Marschall, Lauterbach: Die Nachricht über die sofortige Schließung der Eishalle ging wie ein Lauffeuer durch Lauterbach. Wir hatten noch nicht einmal mehr die Chance uns im letzten Training am heutigen Donnerstag von den Kindern zu verabschieden, sondern mussten ihnen die Botschaft gestern telefonisch überbringen. Auch die Ausrüstungsgegenstände durften nicht mehr aus der Halle geholt werden. Viele Tränen flossen.
Meine Empörung ist unbeschreiblich! Nicht, weil die Halle aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde .Jeder hat die Bilder aus Bad Reichenhall noch im Kopf. Sondern, dass alle Verantwortlichen der Stadt und der Stadtwerke schon seit vielen Jahren wussten, dass dieses Hallendach Mängel aufwies. Mängel, die natürlich in den Jahren immer größer wurden und bis auf ein paar Schönheitsreparaturen wurde nichts dagegen unternommen. Aus diesem Verhalten ist für mich klar, dass die Verschlimmerung des Zustandes wissentlich hingenommen wurde und vielleicht schon mit dem Hintergedanken gespielt wurde, diese “lästige“ Halle bald dichtmachen zu können. Erst nach Bad Reichenhall wurde man etwas emsiger mit Untersuchungen, aber ordentliche Sanierungsarbeiten wurden nicht gemacht.
Seit 2006 wurde in jedem Sommer unterschwellig gemunkelt, dass die Eishalle eventuell nicht mehr geöffnet wird. Zum Schluss nahm das nahezu niemand mehr ernst und auch dieses Jahr wussten wir bis Ende Oktober nicht, ob eine Saison stattfinden kann. Dann kam die gute Nachricht: Die Saison 2008/09 ist gesichert und wir konnten unsere Nachwuchsarbeit aufnehmen. Nach 2 Monaten Eiszeit fiel es dem Kreisbauamt Alsfeld auf wundersame Weise doch noch ein, dass es einer Öffnung der Eishalle nicht zustimmen könne und wollte Messgeräte angebracht haben, die es auf dem Markt gar nicht gibt.
Meine Wut richtet sich besonders über die Art und Weise, wie diese Misere behandelt wurde.
Diese Kinder stecken mitten in den Wettkämpfen. Wir können nicht einfach nach Alsfeld oder Fulda ausweichen. In ganz Hessen gibt es nur 4 weitere Eisbahnen( Kassel, Frankfurt, Bad Nauheim, Darmstadt) und diese liegen alle in einer Entfernung von über100 Kilometern. Nur weil in Lauterbach alles ausgesessen werden muss und Komunikation mit den Vereinen eher vermieden wird stehen nun 150 Kinder perspektivlos auf der Straße. Auch gegenüber Kindern hat ein Bürgermeister einen Auftrag und man muss sich dann nicht wundern, wenn Jugendliche randalierend durch das verschlafene Städtchen poltern.
Die Damen und Herren der Stadt Lauterbach, der Stadtwerke und Kreisbauamt Alsfeld haben ihre Hausaufgaben leider nicht gemacht! Der Schwimmabteilung wurde schon alles genommen, mir der Abteilung Leichtathletik sieht es auch nicht rosig aus und jetzt ist der Eissport dran. Und das in einem Sportland Hessen - wie sich Hessen gerne selber nennt- hahaha.
Na ja, es sind ja nur Kinder. Doch man erntet, was man sät. +++
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02 Michael Fink, Lauterbach: Armes Lauterbach! Hier sieht man mal wieder wie unprofessionell und dilettantisch mit dem Thema marode Eishalle innerhalb der städtischen Gremien umgegangen wird. „Plötzlich und unerwartet“ muss man feststellen, dass die Dachkonstruktion den möglichen Belastungen nicht stand hält. Schon nach dem tragischen Unglück vor knapp 2 Jahren in Bad Reichenhall hätte man meiner Ansicht nach schon sehr intensiv über mögliche Konsequenzen und Lösungsmöglichkeiten nachdenken müssen. Aber anscheinend hat man das Problem bewusst verdrängt und auf eine Eingebung gehofft. Schade für alle aktiven Sportler und Hobbyläufer. Lauterbach ist um eine Attraktion ärmer.
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01 Sebastain Schrimpf, Lauterbach: Hallo, ich bin total enttäuscht darüber, dass die Eishalle in Lauterbach geschlossen werden soll. Ich bin selbst "Lauterbacher" und finde es schon beschäment, dass eine Stadt, die sich "Kreisstadt" schimpft, es nicht auf die Reihe bringt, solch eine Attraktion weiterhin für sich zu gewinnen. Lieber wurde damals das bestehende Freibad komplett neu gebaut und Millionen ausgegeben, obwohl eine Sanierung des alten Freibades billiger gewesen wäre, als auch mal an die Eisbahn zu denken. Es ist doch eigentlich logisch, das Holz arbeitet und es so passieren kann, dass manche Konstruktionen marode werden. Man hätte solche Dinge sicherlich durch regelmäßige Kontrollen überprüfen können und schon viel früher agieren können. Aber wie so immer in Lauterbach, passiert dies erst, wenn es schon zu spät ist. Man erinnere sich an den Ammoniak Austritt auf der Eisbahn vor langer Zeit, wo man dann auch schnell schließen musste und eien ganze Saison ausfiel.
Naja, hauptsache ist ja, dass Lauterbach ein Freibad hat wo 5000 Menschen, oder mehr, liegen können, leider aber keine 100 ins Becken passen, anstatt eine Eisbahn, die Schulklassen aus allen Richtungen Hessens anlockt, oder Sportvereine die hochklassig Eishockey spielen die Sportstätte bot, zu haben. Natürlich darf man auch nicht vergessen zu erwähnen, dass die Eisbahn ein Freizeitangebot ist, oder war, wo man einfach seine Runden drehen konnte oder einfach auch nur Spaß haben konnte. Wie heißt es so schön: "Freizeitvergnügen Lauterbach". +++