"Guten Abend liebe Wasserball- und Sportfreunde, herzlich Willkommen zum ersten Heimspiel der Wasserfreunde Fulda in dieser Saison. Der Spielplan hat es gut mit Ihnen gemeint, Sie sehen das einzigartige Spitzenspiel dieser Liga, die Wasserfreunde Fulda treten gegen den WV Darmstadt an." Mit diesen Worten eröffnete Kommentatorlegende Andy Staubach gestern Abend den ersten Spieltag der 2. Wasserball-Liga Süd. Er ist wieder zurück, völlig unerwartet und quasi als Überraschungsgast griff er sich gestern das Mikrofon und legte los. Die Zuschauer wurden über Ehrengäste genauso informiert, wie über aktuelle Fußballergebnisse, Lottozahlen bis 62 und natürlich über das Fuldaer Spielgeschehen, welches übrigens schon nach dem ersten Viertel relativ überschaubar war.
Kurz vor Spielbeginn füllte sich die Tribüne des Sportbad Ziehers. Rund 300 Gäste - Ausverkauft. Alle waren gekommen, um die groß angekündigte Wiedergutmachungsaktion zu sehen, die den verpassten Saisonauftakt vor einem Jahr rechtfertigen sollte. Der im letzten Jahr neuntplatzierte Verein aus Darmstadt gab Fulda dazu die Möglichkeit, denn die Mannschaft reiste mehr oder weniger in der gleichen Besetzung an, gegen die auch die zweite Mannschaft der Fuldaer regelmäßig spielt.
Verstärkt durch den Neuzugang aus Frankfurt, Joszef Katona, und den Heimkehrer von seinem Auslandssemester, Tarek Bary, waren die Wasserfreunde Fulda, bis auf den gesperrten Mannschaftskapitän, Dominik de Beisac, komplett. Das erste Viertel begann stark. Schnelles Konterspiel über die außen und gutes Passspiel ließen den Gästen keine Chance. 6:1 hieß es nach dem ersten Viertel verdient für die heimische Seite.
So, wie es begonnen hatte, ging es auch weiter. Der zweite Spielabschnitt verlor nicht an Tempo. Über die gesamte Abschnittsdauer von acht Minuten wurde keine Chance für ein Gegentor gelassen, was nicht zuletzt Eric Siebeck, dem Nachwuchstalent im Tor zu verdanken ist. Auch "der Neue", Joszef Katona, hatte hier sein Tordebüt und erzielte den ersten Treffer für die Wasserfreunde Fulda. Der Mannschaftskapitän Lukas Geiger zeigte sich und konnte mit einem Torerfolg beim Publikum glänzen. 10:1 der Halbzeitstand nach dem zweiten Viertel.
Nach einer fünfminütigen Pause gingen die Fuldaer in das dritte Spielviertel. Tarek Bary war es, der die Herzen der Fuldaer erneut höher schlagen ließ. Nach einem Hattrick, drei Tore in Folge, im ersten Viertel schoss er nun vier Tore. Auch der eingewechselte Center Marc Ritzel glänzte mit vier Treffern. Der Nachwuchs Vincent Heumüller mit zwei Toren und Jugendnationalspieler Marvin Hohmann mit einem Treffer zeigten ihr können im Fuldaer "Hexenkessel". Vor dem letzten Spielviertel stand es 19:3.
Im letzten und alles entscheidenden Spielabschnitt wurde den Gästen erneut kein Treffer gewährt. Stattdessen legten die Fuldaer wieder nach. Beim 20:3 Treffer wollte Kommentator Andy Staubach das Spiel vorzeitig abbrechen, das wäre früher so gewesen. Das Spiel lief weiter, Tarek Bary schoss seinen zehnten Treffer in diesem Spiel und in der Saison und schiebt sich damit an die Spitze der Torschützenliste. Trainer Andreas Hohmann nahm eine Sekunde vor Schluss noch eine Auszeit, warum, ist bis heute noch unklar. Das Spiel endete 24:3 (6:1; 4:0; 9:2; 5:0) verdient für die starke Fuldaer Heimmannschaft, die in diesem Spiel ganz klar bewiesen hat: eine Platzierung unter den ersten drei in der Liga ist möglich.
Das nächste Heimspiel der Wasserfreunde findet am 13. Dezember um 19.00 Uhr im Sportbad Ziehers statt. Gegner ist Leimen/Mannheim.
Fulda spielte mit: Eric Siebeck(TOR), Vincent Heumüller (1 Tor), Andreas Reinhard, Alexander Glania (2 Tore), Alexander Hörl (3 Tore), Leopold Schollmeier, Marvin Hohmann (2 Tore), Tarek Bary (10 Tore), Joszef Katona (1 Tor), Lukas Geiger (1 Tor), Marc Ritzel (4 Tore), Philipp Müller, Marc Herber (Johannes Gebhardt) +++