12.04.18 - 4:0 gewann die SG Johannesberg das Hinspiel gegen den Hünfelder SV. Vier Tore, die die Zuschauer am Mittwochabend auf der Hünfelder Rhönkampfbahn nicht gesehen haben. Denn das Spitzenspiel in der Verbandsliga Nord, zwischen Tabellenführer Hünfeld und dem Tabellenzweiten Johannesberg, endete letzten Endes torlos 0:0. Unglücksrabe des Tags war trotz den Punktes wohl Hünfelds Keeper Jonas Hosenfeld, der nach einem langen Abstoß von Mitja Hofacker und einer Verlängerung per Kopf durch Sven Bambey, den Ball außerhalb des Sechszehners fing und somit rot sah.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit aus der Überzahl zu wenig herausgeholt“, so Johannisbergs Trainer Jochen Maikranz nach dem Punktgewinn gegen den Tabellenführer. Denn zählt man die Chancen der zwei besten Mannschaften der Verbandsliga zusammen wird eine Sache ganz klar, der HSV hatte mehr davon.
„Wir können mit der Leistung zufrieden sein, mit dem Ergebnis bin ich allerdings nur bedingt zufrieden“, so HSV-Coach Dominik Weber kritisch. So spielten sich der HSV zwei dicke Chancen heraus, die zur Führung hätten führen können. Kevin Krieger flankte auf Sebastian Schuch, der Johannesbergs-Keeper Mitja Hofacker anköpfte (10.). 17 Minuten später war es schließlich erneut Schuch, der nach einer Flanke von Steffen Witzel, zum zweiten Mal per Kopf, die Führung für die Hausherren vergab (37.)
Die 37. Spielminute wird auch Hünfelds junger Torwart Jonas Hosenfeld nie wieder vergessen. Sven Bambey verlängerte einen Abstoß Mitja Hofackers per Kopf. Hosenfeld stand außerhalb des Sechszehners und nahm fälschlicherweise den Ball mit der Hand an. Rot. Für Hosenfeld war somit Schluss. Für ihn wurde Ersatztorwart Dennis Theisenroth eingewechselt.
„Wir haben uns dann in der zweiten Halbzeit vorgenommen die Überzahl ganz klar auszunutzen und das Spiel zu gewinnen“, so Jochen Maikranz, doch Johannesberg fand die Räume nicht und somit war es wieder der HSV, der die erste dicke Chance in Durchgang zwei hatte, wieder per Kopf. Erneut war es Kevin Krieger, der einen Freistoß aus rund 30 Metern vor das Johannesberger Tor jagte. Diesmal war es aber Christoph Neidhardt, der die Chance nicht nutzen konnte (58.). „Eigentlich muss Neidi das Ding reinmachen. Allerdings hatte er heute auch nicht seinen besten Tag erwischt“, blickte Dominik Weber zurück.
Worauf der HSV-Coach anspielte: Johannisbergs Kegni Fotsing sprang mit dem Fuß voran in den Arm von Neidhardt (33.). Auf der Hünfeld Rhönkampfbahn herrschte auf einmal totenstille. Doch Neidhardt rappelte sich wieder auf. Mit einem tennisballgroßen Bluterguss am Arm spielte der Stürmer weiter.
Weiter nach vorne ging es für die SGJ allerdings erst als die Offensivkräfte Osman Özlük (53.) und Hamid Noori (76.) eingewechselt wurden. Erst scheiterte Witali Base (61.) an Dennis Theisenroth und Hamid Noori vergab aus zentraler Position (85.). (fvo)
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
Hünfelder SV: Jonas Hosenfeld - Sven Bambey, Franz Faulstich, Tarek Belaarbi, Steffen Witzel, Lukas Budenz (39. Dennis Theisenroth), Julian Rohde, Kevin Krieger, Christoph Neidhardt (90. + 2 Sebastian Körner), Sebastian Schuch, Maximilian Fröhlich.
SG Johannesberg: Mitja Hofacker - Mihai Moise, Alexej Reksius, Kengni Fotsing (76. Hamid Noori), Witali Bese, Cino Schwab, Julian Keller (70. Aleksandar Simic), Patrik Kaizar, Lukas Wagner, Benjamin Mwanza (52. Osman Özklük), Sven Wiesner.
Schiedsrichter: Christoph Rübe (Kassel).
Zuschauer: 600.
Rote Karte: Jonas Hosenfeld (37., Hünfelder SV, Ballannahme mit der Hand außerhalb des Sechszehners). +++