Von der Kleidersammlung von Kolping profitieren viele Menschen - Foto: Kolpingwerk

FULDA H e u t e Kolping-Kleidersammlung

Gemein: Gewerblicher Trittbrettfahrer will von Kleiderspenden profitieren

14.04.18 - Am heutigen Samstag (14.04.) startet im Kreis Fulda die große Kleidersammelaktion des Kolpingwerks. Viele freiwillige Ehrenamtliche haben im Vorfeld dafür die entsprechenden Aufrufe mit Kleidersäcken an die Haushalte verteilt, damit möglichst viele Spenden für den guten Zweck zusammenkommen. Sie engagieren sich gegen die Benachteiligung der ärmeren Bevölkerungsschichten in den unzähligen Entwicklungsgebieten der Erde. Doch ein gewerblicher Sammler will sich diese wohltätige Spendenbereitschaft zunutze machen und als Trittbrettfahrer von der seit Jahrzehnten etablierten Kolpingaktion - früher Aktion Brasilien, jetzt "Eine Welt" - profitieren. Das ist nicht nur in höchstem Maße ärgerlich, sondern auch illegal, denn dieser Händler hat in Hessen ein behördliches Sammelverbot.

Ähnlich schlechte Erfahrungen mit dieser dreisten Masche gab es schon häufiger. Steffen Kempa, seit drei Jahren Geschäftsführer des Kolpingwerk Diözesanverband Fulda, hat sich gestern tief in den behördlichen Vorschriftendschungel begeben und herumtelefoniert, um herauszufinden, ob und wie man solche illegalen Aktionen unterbinden kann. "In Hessen muss man solche Sammlungen beim Regierungspräsidium anmelden. Die verfügen dort über eine Liste mit legalen und illegalen Sammlern. Da steht dieser Händler explizit drauf", ist das Ergebnis seiner ausdauernden Recherche.

Mit diesem Flyer versucht ein gewerblicher ...

Er findet es vor allem angesichts der vielen fleißigen Kolping-Helfer unmöglich, dass sich jemand an den für gemeinnützige Zwecke gedachten Kleiderspenden bereichern will und bittet alle Spender, genau darauf zu achten, wem sie ihre Altkleider 'anvertrauen'. "Diese Gemeinschaftsaktion von Pfarrgemeinden, Jugendgruppen und katholischen Verbänden zur Unterstützung der weltweiten Sozial- und Entwicklungsarbeit besteht seit 1973 und wird von vielen Helfern mit großem Engagement durchgeführt. Seit Beginn der Aktion wurden über 200.000 Tonnen Altkleider gesammelt und ein Erlös von rund 5 Millionen Euro erzielt. Mit diesem Geld konnte der Aufbau und der Erhalt unzähliger Sozialprojekte gewährleistet werden".

"Kleiderspender werden dringend gebeten, die offiziellen Kolping-Sammeltüten zu benutzen oder einen Handzettel der Aktion an die Tüten zu heften. Im vergangenen Jahr konnten aus den Erlösen der gemeinnützigen Aktion Eine Welt 26.000 Euro für Brasilien und 5.000 für Uganda gespendet werden. Der gewerbliche Sammler ist dagegen auf eigene Rechnung und ohne Genehmigung unterwegs", so Steffen Kempa, der nach wie vor auf die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung setzt. 

Die große Kleidersammlung zugunsten der Aktion findet am Samstag, 14. April, statt. Die Abholung der Kleider- und Schuhsäcke erfolgt in der Regel ab 8 Uhr durch die örtlichen Sammelgruppen. Vielerorts sind zentrale Sammelstellen eingerichtet. Die Kleidersäcke sollten ab 8 Uhr an den Fahrstraßen bereitstehen. Die Bewohner zurückliegender Häuser werden gebeten, die Kleidersäcke an die nächstgelegene Fahrstraße zu stellen oder an den örtlich bekannten Sammelstellen abzugeben. Die Kleider- und Schuhspenden sollen gut verpackt, vor allem zugeschnürt, bereitstehen. Die Fahrzeuge können aus zeitlichen Gründen nur einmal durch jede Straße fahren. Gesammelt werden besonders noch tragfähige Kleidung, Bett- und Haushaltswäsche, Decken und Textilien aller Art sowie noch tragfähige Schuhe, die paarweise zu bündeln sind. Das zentrale Sammelbüro ist am 14. April unter der Rufnummer 0661/10000 zu erreichen.(PM/Carla Ihle-Becker)+++


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