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Schmerzhafter Abstieg: Felix Kania und der TSV Bachrain purzelten in die Kreisoberliga. - Archivfoto: Carina Jirsch

FUSSBALL Ein Dino der Gruppenliga steigt ab

Nach neun Jahren muss Bachrain in die Kreisoberliga

28.05.18 - Der weinende Dritte heißt TSV Bachrain. Der Abstiegs-Showdown in der Gruppenliga gipfelte in einem Dreikampf zwischen der SG Kerzell, der SG Schlüchtern/Elm und Bachrain. Am Ende erwischte es die Elf vom Geisküppel, die als Tabellenzwölfter den Gang in die Kreisoberliga antreten muss. Eine Liga, die Bachrain seit Jahren nicht gesehen hat.

Denn der TSV Bachrain ist so etwas wie der Dino der Gruppenliga. Seit 2009 wird am Geisküppel in dieser Liga gekickt. Zwei Jahre später erreichte der TSV mit Platz drei die beste Platzierung der letzten Jahre. Es folgten Spielzeiten im Mittelfeld der Tabelle, die schwächste Platzierung war Rang elf in der Spielzeit 2013/2014. Vier Jahre später steht der Abstieg in die Kreisoberliga.

"Es ist natürlich ärgerlich. Aber man steigt nie am letzten Spieltag ab", sagt Vorstand Dr. Bernd Katzer zwei Tage nach dem 1:4 gegen Meister Eichenzell. Weil Kerzell (4:0 gegen Großenlüder) und Schlüchtern (3:3 gegen Eiterfeld/Leimbach) punkteten, rutschte die Elf von Francisco Martinez auf Rang zwölf, der - bedingt durch Bad Sodens Abstieg aus der Verbandsliga - in diesem Jahr ein Abstiegsplatz war. Mit zwei Tagen Abstand richtet Katzer aber bereits den Blick nach vorne.

Neun Jahre gab es zuletzt Gruppenliga am Geisküppel zu sehen Archivfotos: Jonas Wenzel (Yowe)

Er war Bachrains Transfercoup vor der Saison: nun stieg Patrick Lesser (r.) mit dem ...

Maurus Klüber und seine Bachrainer müssen wieder aufstehen

"Wir werden in der nächsten Zeit Gespräche führen und dann gehen wir mit dem klaren Ziel Aufstieg in die neue Saison", gibt Bachrains Vorstand die Marschroute aus. Im Winter gab der Klub die Verlängerung mit Trainer Francisco Martinez bekannt, das soll sich auch nach dem Abstieg nicht ändern. "Das ist unser Wunsch, dass er weitermacht", so Katzer. Auch von den Spielern erhofft sich Katzer klare Signale.

"Wir hoffen, dass sie den Charakter haben, diese Suppe gemeinsam auszulöffeln und gemeinsam wieder aufsteigen wollen", so Katzer in Richtung Spieler. Dass die Mannschaft, die über große individuelle Qualität verfüge, künftig eine Liga tiefer antreten muss, hat für Bachrains Vorstand vor allem drei Gründe.

Zum einen die Verkletzungsmisere in der Hinrunde, zum anderen die vielen Unentschieden (sieben an der Zahl) oder Niederlagen gegen direkte Kontrahenten. Katzer aber glaubt, dass nicht alle im Team auf Abstiegskampf vorbereitet waren. "Da hat vielleicht ein bisschen Konzentration gefehlt", sagt Katzer und meint unter anderem den späten Ausgleich gegen Ehrenberg am Pfingsmontag. Die zwei fehlenden Punkte hätten im Nachhinein für den Klassenerhalt gereicht.

Trainer Francisco Martinez verlängerte im Winter seinen Vertrag und soll auch in ...Archivfoto: Carina Jirsch

Nun heißt die Zukunft für mindestens ein Jahr Kreisoberliga. Geht es nach Katzer, soll es ein einjähriges Gastspiel bleiben. Denn viel länger möchte man am Geisküppel nicht auf die Mutter aller Derbys gegen Nachbar Künzell verzichten. "Das sind lukrative und schöne Spiele", sagt Katzer. Nach einem Jahr Abstinenz will der Dino der Gruppenliga aber wieder zuückkehren und den Betriebsunfall korrigiert haben. (the) +++


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