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Schlüsseldienste in Hessen - Seriöse Anbieter finden

06.06.18 - Immer wieder sehen sich Menschen im Landkreis vor demselben Problem. In einem unkonzentrierten Moment fiel die Wohnungstür ins Schloss, ohne den entsprechenden Schlüssel in der Tasche zu haben. Nun ist professionelle Hilfe gefragt, um sich zügig wieder Zutritt zu den eigenen vier Wänden zu verschaffen. Doch wie ist es möglich, die unseriösen Anbieter zu umschiffen, die innerhalb der Branche immer wieder genannt werden?

Lokale Betriebe bevorzugen

Viele Unternehmen, die für überhöhte Rechnungen bekannt sind, agieren auf überregionaler Ebene. Sie haben dadurch das Ziel verfolgt, so viele Menschen wie nur möglich mit ihrem Service zu erreichen. Doch gerade dort ist die Chance groß, einem Betrüger aufzusitzen. Experten raten aus diesem Grund dazu, den Fokus allein auf die lokal ansässigen Firmen zu lenken. Einerseits ist es dort möglich, den Erfahrungen anderer Kunden einen größeren Wert beizumessen, da diese aus dem eigenen Bekanntenkreis stammen könnten. Andererseits blicken lokale Betriebe auf eine kürzere Anfahrt des Mitarbeiters bis an den Ort des Geschehens. Somit fällt ein Teil der Kosten, der in der Rechnung bis zu 50 Euro ausmachen kann, bereits zu Beginn weg.

In unserer Region gibt es einige lokale Schlüsseldienste, welche diesen Ansprüchen gerecht werden. Zwar machen diese nicht mit einem besonders aggressiven Marketing auf sich aufmerksam, doch auf regionaler Ebene sind die Vorteile klar und eindeutig zu vernehmen.

Auf einen Kostenvoranschlag bestehen

In der Praxis ist es von elementarer Bedeutung, auf einen Voranschlag der Kosten zu bestehen. Zu groß ist ansonsten das Risiko, eine böse Überraschung zu erleben, bis die Rechnung schließlich den Weg ins Haus findet. Bereits beim ersten Gespräch mit den Verantwortlichen bietet es sich deshalb an, eine direkte Nachfrage in die Wege zu leiten. So lässt sich schon zu einem frühen Zeitpunkt klären, ob die finanziellen Vorstellungen der beiden Geschäftspartner vielleicht zu weit auseinander klaffen und aus diesem Grund nicht zu vereinbaren sind.

Sollte der Anbieter nicht dazu in der Lage sein, der eigenen Forderung nach einer ersten Schätzung der Kosten nachzukommen, so kann es sich lohnen, einen anderen Anbieter in Betracht zu ziehen. Denn es handelt sich um einen eindeutigen Hinweis darauf, dass zu hohe Kosten und ein schlechtes Verhältnis von Preis und Leistung vorliegen. Für eine Türöffnung während der normalen Arbeitszeit sind in Hessen Preise von bis zu 100 Euro üblich. Gerade an Sonn- und Feiertagen können diese auf bis zu 150 Euro ansteigen. Ein Blick auf die Angaben der Verbraucherzentrale macht deutlich, wann von einem Betrug gesprochen werden kann und auch rechtliche Schritte möglich sind.

Ein Blick auf die Webseite

Jeder Verbraucher, der auf die Hilfe eines Schlüsseldiensts angewiesen ist, sollte sich einen Blick auf die Webseite vorbehalten. Hier handelt es sich in der Regel um eine gute Möglichkeit, um den Mehrwert frühzeitig zu erkennen, den das Unternehmen den eigenen Klienten zu bieten hat. Ist schon der Internetauftritt hastig erstellt und entbehrt jeglicher Struktur, so ist eine ähnliche Ausgangslage bei der Dienstleistung selbst zu erwarten. Daher lohnt es sich, bereits frühzeitig die Ausgangslage im eigenen Sinne zu überprüfen.

Auf dem unteren Teil der Webseite ist es auch möglich, einen Blick auf die vorhandenen Siegel und Lizenzen zu werfen. Bei einem Schlüsseldienst haben diese allerdings nicht immer die höchste Aussagekraft. Dies liegt daran, dass es seit Jahren keine eindeutige Qualifikation gibt, über die ein Unternehmer verfügen muss, um sein Angebot am Markt legal unterbreiten zu können.

Die Art des Bezahlens

Weiterhin dreht sich vieles um die Art der Bezahlung. Bei einer Barzahlung, die womöglich noch direkt am Einsatzort von den Kunden gefordert wird, handelt es sich um ein klares Kennzeichen für einen unseriösen Anbieter. Hier ist es nicht nur die Gefahr, dass steuerliche Vorteile ausgenutzt werden könnten. Weiterhin sorgt die direkte Bezahlung, mit der die Kunden in vielen Fällen regelrecht überrumpelt werden, für eine sehr kurz ausfallende Prüfung der einzelnen Posten. Am Ende fallen womöglich unrechtmäßig erhobene Mehrkosten auf diese Weise gar nicht auf, weshalb eine Beschwerde nach der Einleitung der Bezahlung kaum mehr möglich ist.

Selbst bei einem großen Drängen des Mitarbeiters vor Ort bietet es sich an, die direkte Bezahlung des Betrags zu vermeiden. Dies kann zur Not auch unter dem Vorwand geschehen, so viel Bargeld sei gerade nicht verfügbar. Dadurch haben die Kunden die Gelegenheit, die Zahlung innerhalb der gängigen Frist von 14 Tagen einzuleiten. Diese sollte ausreichend sein, um sich einen Überblick über die Kosten zu verschaffen.

Tipp: Prüfen Sie bei Ihrer Rechnung auf jeden Fall verschiedene Zuschläge, die Schlüsseldienste erheben. Einerseits handelt es sich hierbei um Nachtzuschläge oder Sonderzahlungen an Feiertagen. Eine solche Erweiterung der Kosten ist jedoch nur im Rahmen der Lohnkosten legitim. Erweitert der Schlüsseldienst auch die Kosten für Anfahrt und Material, so liegt ein klarer Verstoß gegen das geltende Recht vor. Unter Umständen kann es sich aufgrund der hohen Zuschläge ohnehin lohnen, die Dienstleistung nur innerhalb der normalen Arbeitszeit in Anspruch zu nehmen. +++


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