Kaufland will sich in Bad Hersfeld ansiedeln: Zur Disposition stehen zum einen das Schlachthof-Areal.. - Fotos: Stefanie Harth

BAD HERSFELD Stadtentwicklung geht voran

Kaufland will Markt ansiedeln - Fußgängerzone von Lieferverkehr befreien

15.06.18 - Ein Verbrauchermarkt am Peterstor (Schlachthof-Areal) oder an der Konrad-Zuse-Straße (ehemalige Autozentrale), verbunden mit einer „Generalüberholung“ des nicht gerade ansehnlichen Territoriums an der Hochbrücke - ein City-Logistik-Konzept für die Fußgängerzone, um den Lieferkehr aus diesem Bereich fernzuhalten - ein rundum erneuerter, barrierefreier, großzügig bemessener Stadtbushaltepunkt an der Breitenstraße - die Errichtung eines Stadtarchivs an der Antoniengasse: Das Bad Hersfelder Stadtbild könnte sich in absehbarer Zukunft, teilweise pünktlich zum Hessentag im Juni 2019, gewaltig wandeln.

Mit den mannigfaltigsten Projekten, die die Stadtentwicklung vorantreiben sollen, sahen sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt in ihrer jüngsten Sitzung konfrontiert. Seit Jahren hegt Kaufland den Wunsch, sich in der Lullusstadt anzusiedeln. Zur Disposition stehen aktuell zwei Flächen: zum einen das Schlachthof-Areal und zum anderen das Gelände der ehemaligen Autozentrale.

... und zum anderen das Gelände ...

Eine Vision, das Schlachthof-Areal aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken und optisch aufzuwerten, hat Architekt Manfred Beier, der im Auftrag der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg eG agiert und den Ausschussmitgliedern seine Ideen präsentierte. Einhergehen mit der Errichtung eines etwa 4.000 Quadratmeter großen Verbrauchermarktes der Kaufland-Gruppe und der Schaffung von 250 bis 300 Parkplätzen, die die Innenstadt verkehrstechnisch entlasten sollen, würde auch eine neue Konzipierung der sanierungsbedürftigen Unterführung am Peterstor. Leihfahrräder könnten ebenfalls vorgehalten werden.

Wie Manfred Beier erläuterte, könnte das Kaufland-Projekt, wenn es denn gewollt sei, in den nächsten zwei bis drei Jahren realisiert werden. „Der Rest wird sich peu à peu entwickeln.“ Dem Architekten schwebt vor, das Rechberggelände sowie das Dienstleistungszentrum (Stadtwerke, Medizinisches Versorgungszentrum) an der Hochbrücke miteinander zu verknüpfen und besser an die Innenstadt anzubinden. In die Liegenschaft des Mix Marktes am Hainchenweg könnte beispielsweise ein Bio-Markt Einzug halten. „Das Interesse ist da.“

Geht es nach dem Gros der Ausschussmitglieder, soll ein neues GMA-Gutachten in Auftrag gegeben werden, um Für und Wider – das gilt für beide Standorte (Schlachthof und Autozentrale) – abzuwägen. Die Vertreter der CDU stimmten gegen ein solches Gutachten, da dies den Planungsprozess unnötig verzögern würde. Letztes Wort hat die Stadtverordnetenversammlung.

Die Bad Hersfelder Fußgängerzone soll wieder ...

In der Antoniengasse wird das neue ...

Einblicke in den angestrebten nachhaltigen City-Logistik-Verteilpunkt (Hub), der eingerichtet werden soll, um die Bad Hersfelder Fußgängerzone über den Hessentag hinaus weitestgehend von Lieferfahrzeugen „zu befreien“, gab die Partnerschaft Deutschland (PD), Berater der öffentlichen Hand. „Gebündelte Paketbelieferung und Effektmessung mit Umweltnetzsensorik“ lautet die Zauberformel. Die Umsetzung könnte durch privatwirtschaftliche Akteure erfolgen.

Wie David Epp von der PD erklärte, umfasse das Serviceangebot die gebündelte Paketzustellung, die Entgegennahme von Paketen sowie die Lieferung von Einkäufen aus dem Einzelhandel zu zentralen Abholpunkten. Seine „Funktionsfähigkeit“ könnte City-Logistik als Pilotprojekt während des Landesfestes unter Beweis stellen.

Ein rundum erneuerter, barrierefreier, großzügig bemessener Stadtbushaltepunkt an der Breitenstraße soll geschaffen werden. Wenn alles nach Plan läuft, könnte mit den Umbauarbeiten bereits im August begonnen werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. 90 Prozent davon trägt das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP); der Eigenanteil der Stadt liegt bei zehn Prozent.

Um den Traum von einem neuen Stadtarchiv endlich verwirklichen zu können, plant Bad Hersfeld den Ankauf eines Grundstücks an der Antoniengasse. In direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Herkules-Center könnte das historisch wertvolle Gut verwahrt werden. Einmütig sprachen sich die Parlamentarier dafür aus. (Stefanie Harth) +++


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