Die Wasserfreunde Fulda treffen und siegen wieder. 12:11 lautete gestern Abend im Sportbad Fulda-Ziehers der Endstand, denkbar knapp, für die Osthessen im Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten SGW Leimen/Mannheim. Obwohl Fulda im gesamten Spiel nicht in Rückstand geriet und sogar mit 4 Toren führte, sorgten die Gäste aus Leimen gegen Ende noch einmal für Spannung. Mit dem Schlusspfiff nach 32 Minuten reiner Spielzeit änderte sich die angespannte Stimmung schlagartig in ausgelassene Freude. Sowohl im Becken als auch auf den Zuschauerrängen.
Rund 350 Zuschauer kamen, um sich das letzte Spiel der Wasserfreunde in diesem Jahr anzuschauen. Mit rhythmischem Klatschen und Anfeuerungsrufen bewirkten sie, dass Fulda, die Mannschaft war, die im ersten Viertel besser ins Spiel fand. Schnelle Konter kombiniert mit genauem Passspiel und einer grandiosen Torwartleistung von Eric Siebeck, ließ den Gast vorerst kein Land sehen. Auch viele Unterzahlsituationen waren für die Domstädter kein Problem. Gute Abwehrarbeit verhinderte, dass die Gäste in Führung gehen. Das Viertel endete 3:3 unentschieden. Bei diesem starken Gegner vielleicht von vielen erhofft, aber keinesfalls erwartet.
Im zweiten Spielabschnitt wechselte die Führung mehrmals. In "Torpaketen" von zwei Treffern hangelten die Mannschaften das Ergebnis in die Höhe. Zunächst ging Leimen/Mannheim mit 3:4 in Vorsprung. Fulda holte auf und erhöhte auf 5:4. Die Gäste wiederum warfen zwei Treffer zum 5:6, woraufhin Fulda auf 7:6, Endstand zur Pause, vorlegte. Auch dieses Viertel war geprägt von Zeitstrafen für gröbere Fouls.
Nach einer fünfminütigen Verschnaufpause und individueller Spielanalyse auf der Tribüne sprangen die beiden Teams wieder ins Wasser. Seitenwechsel hieß es, und vielleicht war es die andere Perspektive, die Fulda kräftiger machte. In einem hervorragendem Viertel ließen die osthessischen Wasserballer nur zwei Gegentreffer zu, schossen selbst aber fünf. Endstand dieses Abschnittes 12:8.
Im letzten Teil des Spiels, war Fulda auf einmal wie ausgewechselt. In der Abwehr lief nichts mehr zusammen und klare Chancen konnten vor dem Tor nicht verwertet werden. Lediglich die Leistung von Eric Siebeck im Tor verhinderte eine eventuelle Niederlage im letzten Viertel. Leimen/ Mannheim holte bis auf 12:11 auf, scheiterte aber am letzten Tor, sodass die Fuldaer vom gestrigen Spieltag zwei Punkte mit nach Hause nehmen können.
Mit zwei Siegen und drei Niederlagen gehen die Fuldaer in die Winterpause. Das nächste Heimspiel findet erst am 7.März 2009 statt. Bis dahin bleibt wohl nur "Daumen drücken".
Fulda spielte mit: Eric Siebeck (TOR); Vincent Heumüller, Marc Herber (1 Tor); Andreas Reinhard; Dominik de Beisac (Kapitän, 2 Tore); Tarek Bary (5 Tore); Alexander Hörl (1 Tor); Marc Ritzel (1 Tor); Lukas Geiger, Alexander Glania; Steffen Hoffmann (1 Tor); Jozsef Katona (1 Tor); Leopold Schollmeier (JOHANNES GEBHARDT) +++

Die Jugend Fuldas - ein starkes Rückgrat

Dominic de Beisac

Vincent Heumüller

Mannheims Marc Hanen

Das erste Viertel konnte keiner nutzen um das Spiel vorzeitig zu behaupten

Alexander Hörl (weiß) im Duell mit Sven Wulfgram aus Mannheim

"Huckepack" - plötzlich ging es aufwärts

Das Schiedsrichterduo

Fuldas Marc Herber

Auszeit von Mannheim - kurz vor Schluss sollte eine Änderung der Strategie den 2-Tore Rückstand schrumpfen lassen - ohne Erfolg

Auszeit von Mannheim - kurz vor Schluss sollte eine Änderung der Strategie den 2-Tore Rückstand schrumpfen lassen - ohne Erfolg

Mannheims Trainer