Thorsten Schäfer-Gümbel (Zweiter von links) mit Susanne Simmler, Christoph Degen, Heike Haase, Iris Schröder und Dieter Bien (stehend) im Gespräch mit Bewohnern der Hausgemeinschaft Edelweiß in der Senioren-Dependance Neuberg - Foto: Privat

NEUBERGDie Selbständigkeit soll erhalten bleiben

Thorsten Schäfer-Gümbel zu Besuch in der Senioren-Dependance Neuberg

13.07.18 - „Was gibt es denn heute zu essen?" Thorsten Schäfer Gümbel, SPD-Landesvorsitzender, Vorsitzender der Landtagsfraktion und stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender fragte nicht etwa, weil er Hunger verspürte. Der SPD-Spitzenkandidat für die hessische Landtagswahl besuchte im Beisein des heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Christoph Degen Schröder die Senioren-Dependance in Neuberg und informierte sich bei einer Bewohnerin über das Mittagessen.

„Wir haben Kartoffel geschält“, antwortete die Bewohnerin keck. Die Bewohnerin, die den Dialog mit dem SPD-Politiker führte, gehörte mit elf weiteren Personen einer Hausgemeinschaft an, die in Neuberg den Namen Edelweiß trägt. Insgesamt gibt es drei Hausgemeinschaften mit 36 Plätzen.

Begrüßt wurden Thorsten Schäfer-Gümbel und Christoph Degen von der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren, der Neuberger Bürgermeisterin Iris Schröder und Geschäftsführer Dieter Bien von den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Susanne Simmler betonte, dass es sie mit Stolz erfüllt, dass der Main-Kinzig-Kreis nicht nur die Main-Kinzig-Kliniken für die Krankenhausversorgung besitze, sondern auch zwölf Einrichtungen der Altenpflege unterhalte. Simmler: „Für uns ist dies ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge, den wir trotz so mancher politischer Angriffe immer hochhalten.“ Nach dem Wunsch von Susanne Simmler sollen sich die Menschen in den Einrichtungen wohlfühlen und so leben, wie sie es bisher im häuslichen Umfeld getan haben. Wichtiges Ziel ist für die Erste Kreisbeigeordnete auch der Erhalt der Selbstständigkeit der Bewohner. Simmler: „Die Selbständigkeit soll solange erhalten bleiben, wie es geht.“ Und noch eines ist für Simmler wichtig: „Die Menschen sollen in alle Entscheidungen einbezogen werden.“

Die Zeiten, in denen Bewohner in stationären Pflegeheimen nur versorgt bzw. gepflegt wurden, sind bei diesem sogenannten Hausgemeinschaftsmodell also vorbei. Aktivitäten seitens der Bewohner sind gefragt, allerdings nur, wenn der Bewohner dies wünscht und kann. „Wer sich einbringen will, kann dies, wer dies nicht will, muss nicht“, ergänzt Einrichtungsleiter Michael Mandt dem Gast aus Wiesbaden die Konzeption.

Deshalb wird in den Hausgemeinschaften in den vier Einrichtungen des Ronneburger Hügellandes -neben Neuberg noch in Hammersbach, Ronneburg und Limeshain - beispielsweise auch der Essensplan für die gesamte Woche gemeinsam festgelegt, hob die Hausleiterin Heike Hasse hervor. Und die Bewohner kochen ihr Mittagessen auch selbst, sofern sie es wollen und natürlich können. An diesem Tag stand neben Kartoffeln Bratwurst und Spinat auf der von den Bewohnern festgelegten Speisekarte.

Wichtig bei dem Neuberger Seniorenheim ist noch ein anderer Punkt, den der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Degen hervorhob. Die Bewohner sind voll ins dörfliche Leben integriert. Degen: „Auch der Ort lebt mit dem Haus.“ Grund dafür ist der große Gemeinschaftsraum in der Senioren-Dependance, der auch von örtlichen Gruppen und Vereine intensiv genutzt wird. „Möglich wurde dieses Gemeinschaftsprojekt mit großem Mehrzweckraum auch durch eine größere finanzielle Zuwendung des Landes Hessen“, wusste Susanne Simmler dem Gast aus Wiesbaden zu berichten.

Und noch eines ist hervorzuheben: Die Nähe der Einrichtung zum Ort. Sie führt dazu, dass öfters ein Bürger zum Small Talk mit dem einen oder anderen Bewohner vorbeikommt und die Angehörigen intensiven Kontakt mit ihrem Verwandten in der Dependance halten, sogar ohne Probleme in verschiedene Tagesaktivitäten eingebunden werden können. So wundert es nicht, dass Einrichtungsleiter Michael Mandt mitteilen konnte, „dass wir immer voll sind, keine Probleme mit der Belegung haben.“

Thorsten Schäfer-Gümbel hörte es und betonte, dass die Sozialpolitik im Main-Kinzig-Kreis immer als sehr wichtig angesehen wird. Und dazu gehöre auch die Altenpflege, deren Erfolg in Neuberg für Thorsten Schäfer-Gümpel und Christoph Degen augenscheinlich zu erleben war. (pm) +++


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