03.08.18 - Derby-Wochenende in der Gruppenliga: Gleich drei Revierduelle stehen an. Zum gefühlt ersten Aufeinandertreffen in einem Ligaspiel kommt es zwischen der SG Bad Soden und der SG Schlüchtern/Elm. Die SG Ehrenberg und die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach wollen im Rhön-Derby ihre Auftakterfolge vergolden, der SV Großenlüder trifft unterdessen auf die Spvgg. Hosenfeld.
SG Bad Soden - SG Schlüchtern/Elm (Samstag, 18 Uhr)
Im Kreispokal Schlüchtern praktisch ein Evergreen, im Ligabetrieb Neuland: Das Derby zwischen der SG Bad Soden und der SG Schlüchtern/Elm: "Ich kann mich in jüngster Zeit nicht dran erinnern", kennt auch Bad Sodens Trainer Anton Römmich nicht das letzte Aufeinandertreffen beider Teams in einem Punktspiel. An das letzte Ligaduell können sich wahrscheinlich nur alteingesessene Fans erinnern. Die Vorfreude ist daher auch ungemein groß: "Ich habe in Schlüchtern viele gute Freunde, bei denen ich mich freue, dass sie an die Bornwiese kommen", so Römmich.

Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)
Das Spiel bei der FT Fulda (1:1) hat Römmich mit seiner Mannschaft analysiert und während der Trainingswoche aufgearbeitet. "Wir haben daran gearbeitet, im Mannschaftskollektiv gegen Konter anzugehen. Ich habe den Spielern dazu viele Ideen im letzten Drittel an die Hand gegeben", gibt Römmich Einblicke ins Training. Der Trainer der Sprudelkicker sieht seine Mannschaft für das Derby gegen die SG Schlüchtern/Elm gerüstet und hofft, dass die Zuschauer ein besseres Spiel seiner Mannschaft sehen.
Da das Team von Trainer Bardo Hirsch noch nicht in die Gruppenliga eingestiegen ist, ist die SG Schlüchtern für Anton Römmich noch eine kleine Überraschungstüte: "Sie sind in den Testspielen mit verschiedenen Leuten aufgetreten. Aber sie werden kämpfen und verteidigen", so Römmich. Etwas, das seine Spieler in den kommenden Wochen wohl noch häufiger erfahren werden. Vor dem heute anstehenden Abschlusstraining hat der Trainer keine Verletzten zu beklagen, die SG Bad Soden kann also im ersten Liga-Derby gegen die SG Schlüchtern/Elm seit Ewigkeiten aus dem Vollen schöpfen.
SG Ehrenberg - SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (Sonntag, 15 Uhr)
Zwei Mannschaften mit Auftaktsiegen, dazu der Faktor Derby: Die Zuschauer im Wüstensachsen dürfen sich in der Begegnung zwischen der SG Ehrenberg und der SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach auf ein packendes Duell freuen. "Uns erwartet ein heißer Tanz", sagt auch Ehrenbergs Spielertrainer Robert Schorstein. "Die SG Elters ist eine wahnsinnig zweikampfstarke Mannschaft. Da kicken zwölf, 13 Freunde miteinander", hebt der Ehrenberger auch die Geschlossenheit der Mannschaft von Daniel Schirmer hervor. Selbstverständlich hat ihn auch das 6:0 der Dreier-SG bei der SG Kerzell beeindruckt, dennoch möchte sich Schorstein nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen: "Unser Anspruch ist es, unser eigenes Spiel durchzudrücken. Wir haben richtig viel Qualität in der Mannschaft, daran müssen wir glauben".

Spielertrainer Robert Schorstein bereitet seine SG Ehrenberg auf ein intensives ...Archivfoto: Carina Jirsch
Der Ehrenberger Spielertrainer erwartet, dass spielerisch nicht viel zu gewinnen sein wird: "Der Fokus liegt auf dem Zweikampfbereich. Es geht um viel Leidenschaft und Kampf". In der vergangenen Saison endeten die Rhön-Derbys mit einem 3:0 für die SG Ehrenberg und einem 2:2-Unentschieden im Mai. Personell kann Schorstein in der neuesten Auflage aus dem Vollen schöpfen, Julius Brehl, Sebastian Bartl und Niklas Bleuel kehren zudem in den Kader zurück. "Wir sind gut aufgestellt und haben eine wahnsinnige Breite", freut sich Schorstein. Verlegt wird das Spiel Stand jetzt nicht: "In der Rhön sind 24 Grad gemeldet".
SV Großenlüder - Spvgg. Hosenfeld (Sonntag, 15 Uhr)
"Wir freuen uns sehr drauf", blickt Großenlüders Trainer Frank Atzler mit Vorfreude auf das anstehende Derby gegen die Spvgg. Hosenfeld. Nach dem Last-Minute Erfolg gegen die SG Bronnzell zum Start in die neue Saison (2:1) stehen für Atzler und seine Mannen der zweite Auftritt vor heimischer Kulisse in Folge an. Dass die Zuschauer, die am Sonntag auf den Sportplatz nach Großenlüder pilgern, dabei einiges geboten bekommen, ist zudem sehr wahrscheinlich. "Beide Offensivreihen haben die Qualität, Tore zu schießen. Es kann durchaus sein, dass es ein Spektakel gibt", so Atzler. In der Vorsaison endeten beide Spiele mit 3:2, Sieger war jeweils die Heimmanschaft. Vorteil Großenlüder?

Großenlüders Trainer Frank Atzler freut sich auf das Heimderby gegen Hosenfeld ...Archivfoto: Bernd Vogt
Damit es soweit kommt, gilt für Atzler, die Hosenfelder nicht zur Entfaltung kommen zu lassen: "Wir müssen die Offensive gut in den Griff bekommen und ein ordentliches Passspiel an den Tag legen". Denn dann habe auch die Teutonia die Möglichkeit, den Hosenfeldern um Trainer Rodoljub Gajic gefährlich zu werden. Die Anstoßzeit ist auch für dieses Spiel noch nicht final, beide Teams würden der Hitze am Nachmittag gerne entkommen: "Wir wollen das Spiel auf 18:15 Uhr verlegen", teilt Atzler mit. Gegen Hosenfeld kann Frank Atzler auf das Personal der Vorwoche zurückgreifen, einzig Toni Martinez wird fehlen, der aufgrund seiner Hochzeit allerdings einen freudigen Grund für sein Fehlen hat. (Tino Weingarten) +++