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Täglich rollt der Schwerverkehr durch Alsfeld - hier gibt es gleich mehrere Bundesstraßen - Fotos: Hans-Hubertus Braune

ALSFELD "Bekanntes Problem"

Schwerverkehr schuld: viel zu viel Stickoxid in der Innenstadt

08.08.18 - Die Stadt Alsfeld hat ein Stickoxidproblem: 53,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft - das sind besorgniserregende Zahlen in der Schellengasse direkt in der Innenstadt. Seit Mai misst das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie die Luftwerte. Das Problem ist kein neues, Bürgermeister Stephan Paule hofft auf Hilfe vom Bund und Land.

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule kennt das ...

Doch Berlin ist manchmal weit...

40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft sind der Wert, der im Jahresmittel nicht überschritten werden darf. "Bevor wir verlässliche Aussagen treffen können, müssen wir noch abwarten", sagt Prof. Dr. Stefan Jacobi vom Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Zuvor müsse man über den Zeitraum eines Jahres messen.

Die Initiative "Alsfeld minus Fremdenverkehr" ging mit den vorläufigen Ergebnissen trotzdem an die Öffentlichkeit. Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule ist das Problem seit Jahren bekannt. Er warnt vor Panikmache und fordert Unterstützung: "In Hessen gibt es kaum noch Städte, durch die derart viel Schwerverkehr geleitet wird wie Alsfeld", so Paule.

Täglich über 1.000 LKW

In Alsfelds Stadtkern kreuzen sich die Bundesstraßen B62 und B49. Allein in der Alicenstraße, nahe der Messanlage fahren täglich 11.500 Autos und 1.050 LKW. "Der dichte Schwerverkehr, die enge Straße und die Ampelanlage nahe unserer Messstation begünstigen die hohen Werte", erklärt Prof. Dr. Jacobi.

Jacobi hält die Überschreitung im Jahresmittel für wahrscheinlich, da die NO2-Werte in der Regel in den Wintermonaten sogar höher seien als im Sommer. "Wir werden zeitnah eine zweite Messstelle einrichten, um die Belastungen in der Alsfelder Innenstadt bestätigen zu können", kündigt er an.

"Schwerverkehr muss raus aus Alsfeld"

Im Rathaus sind Alicestraße und Schellengasse als Alsfelder Sorgenkinder seit Jahrzehnten bekannt. Stephan Paule spricht von einer Verkehrsüberlastung: "Der Durchgangs-Schwerverkehr muss raus aus Alsfeld." Ihm schwebt eine Schwerverkehrs-Umgehung vor. Zudem sei ein Ausbau der LKW-Parkplätze an der A5 sinnvoll, um Parksuchverkehr zu vermeiden.

Problem: Es besteht ein Gemisch aus Zuständigkeiten. Quasi alle, die Verkehrsbehörden des Bundes, des Landes Hessen, des Vogelsbergkreises und der Stadt Alsfeld sind mit im Boot. Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung sind gefragt. Einige kleinere Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Der Schwerlastverkehr rollt aber noch durch die Stadt. (Julius Böhm) +++


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