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Der Hünfelder SV zeigte einen schwachen Auftritt gegen Neu-Isenburg. - Fotos: Siegmar Larbig

HÜNFELD Hünfelder SV - Spvgg. Neu-Isenburg 0:2 (0:2)

Totalausfall bestraft: HSV unterliegt Neu-Isenburg

02.09.18 - Zweite Pleite in Serie für den Hünfelder SV: Am Samstagnachmittag unterlag der Aufsteiger der Fußball-Hessenliga im Heimspiel gegen die Spvgg. Neu-Isenburg mit 0:2 (0:2) und verlor das nächste Spiel gegen einen direkten Kontrahenten um den Ligaverbleib. Ausschlaggebend für die Heimpleite war eine katastrophale erste Hälfte des Aufsteigers.

Schon vor Anpfiff ging es nicht verheißungsvoll los, Sebastian Alles gab nach dem Aufwärmen den Daumen nach unten und musste in der Startelf durch Marcel Dücker ersetzt werden. Zwar kam Andre Vogt nach einer guten Minute zum ersten gefährlichen Abschluss, eine Standardsituation der Gäste sollte den HSV allerdings völlig aus der Bahn werfen. Jörn Kohl brachte eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld in den Strafraum, Freund und Feind verpassten und Sebastian Ernst zeigte sich zu überrascht und konnte den Ball nur passieren lassen.


Es sollte noch dicker kommen: Über die linke Neu-Isenburger-Seite kam Carlos McCrory im Sechszehner frei an den Ball und schoss unter Mithilfe des Innenpfostens das 2:0 für die Gäste (8.). „War ein optimaler Start für uns. Wir wussten, dass Hünfeld gut verteidigen kann, das hat uns dann durchaus in die Karten gespielt“, war Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann vollends zufrieden. Anders sah es da schon bei Dominik Weber aus, der mit der Art und Weise der Gegentreffer nicht einverstanden war: „Dann geht’s nach vier Minuten schon richtig schlecht los, das zweite Tor war ähnlich einfach.“

In der Folge gab Hünfeld das Spiel komplett aus der Hand, einfache Fehlpässe und unnötige Dribblings bei guten Konterchancen prägten das Spiel des HSV. „Die Mannschaft wurde nach Barockstadt und Kassel zu hochgejubelt und hat nicht mehr den Boden unter den Füßen gespürt“, wurde Weber deutlich und fügte an: „Im Training angesprochen, wie wichtig das Spiel heute ist. Davon konnte ich aber gar nichts erkennen“. Die Gäste hingegen ließen in der Abwehr nicht einen Ansatz von Fehler zu und verlagerten sich rein aufs Kontern. Mit dieser Taktik hätte Neu-Isenburg auch gut und gerne höher führen können, doch McCrory nach Fehler des völlig neben sich stehenden Niclas Rehm (29.) verpasste das 3:0, wenig später scheiterte Johannes Günther erst an der Latte (35.), später an Ernst (41.).

Die Hausherren fanden besser in die Halbzeit und kamen auch deutlich stärker aus der Kabine. Die einfachen Fehler konnte das Weber-Team reduzieren und einige gute Möglichkeiten herausspielen, um wieder ins Spiel zurückzufinden. „Das Mindeste gezeigt, was man auf den Platz bringen muss“, wollte Weber keineswegs von einer zufriedenstellenden zweiten Hälfte sprechen.


Dennoch leitete Kevin Krieger starke 15 Minuten der Hünfelder ein, sein Schuss aus 20 Metern klatschte an den Posten (57.). Neu-Isenburg fand in dieser Zeit nicht gefährlich vor das Tor der Hausherren, auf der anderen Seite verzog Dücker knapp (66.), Lukas Budenz scheiterte mit einer Doppelchance (67.) und Vogt wurde im letzten Moment vor dem sicheren Einschuss geblockt (69.). „20 Minuten nach der Halbzeit waren wir in den Zweikämpfen zu fahrlässig. Wir wollten schon auf das dritte Tor gehen“, war Hoffmann froh, diese Phase ohne Gegentor überstanden zu haben.

Nach der Hünfelder Drangphase plätscherte die Partie etwas vor sich hin, die Gäste wechselten defensiv ein und hatten einzig McCrary als Offensive vorne stehen. Der HSV zeigte sich zwar bemüht, kam aber nicht mehr zu gefährlichen Möglichkeiten. „Müssen Dinge wahrscheinlich klarer formulieren, warum was so ist. Auch wenn ich dann nicht mehr everybodys darling bin. Das ist mehr egal, hier geht es um Hünfeld“, ließ Weber bereits auf die kommenden Wochen blicken. Zunächst hat der HSV spielfrei, in zwei Wochen empfangen Weber und Co. den FC Ederbergland in der heimischen Rhönkampfbahn. (Tino Weingarten)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Hünfelder SV: Sebastian Ernst - Franz Faulstich, Andre Vogt (74. Sebastian Körner), Sebastian Schuch, Julian Rohde, Niclas Rehm (36. Nicolas Häuser), Kevin Krieger, Marcel Dücker, Christoph Neidhardt (24. Maximilian Fröhlich), Lukas Budenz, Nils Wenzel.

Spvgg. Neu-Isenburg: Lazar Kacarevic - Jörn Kohl, Henrik Nedwied (63. Matthias Buschmann), Marco Betz, Patrick Albert, Marc Züge (70. Daniel Sachs), Johannes Günther (84. Lars Wolfarth), Carlos McCrary, Kazuki Kamikawa, Damien Letellier, Mario Rhein.

Schiedsrichter: Pascal Loschke (Kassel).

Zuschauer: 400.

Tore: 0:1 Jörn Kohl (5.), 0:2 Carlos McCrary (7.). +++


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