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Quasi direkt vor dem Klinikum spielte sich der tätliche Streit ab - Foto: privat

FULDA Tatverdächtiger vernommen

Brutaler Streit auf offener Straße - Onkel versucht Neffen zu überfahren

09.09.18 - Zu einer spektakulären öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Familienangehörigen, die wohl in einen versuchten Totschlag mündete, wurde die Polizei in Fulda am Freitag gegen 12:40 Uhr gerufen. Mehrere Zeugen hatten beobachtet, dass ein Pkw-Fahrer auf der Pacelliallee in Höhe der dortigen Agip-Tankstelle einen anderen Wagen erst unvermittelt ausbremste, dessen Fahrer dann körperlich attackierte, ihn aus seinem Wagen zog und mit Fäusten auf ihn einprügelte. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um Onkel und Neffe einer in der Nähe wohnenden Familie gehandelt haben. Im Wagen des Opfers befanden sich auch dessen Frau und sein kleines Kind, die dem brutalen Angriff des Onkels hilflos zusehen mussten.

Nachdem der jüngere Mann unter den Schlägen des Älteren zu Boden gegangen war, stieg der Angreifer in seinen Wagen und fuhr offenbar gezielt auf sein Opfer zu, ganz offensichtlich um ihn zu überfahren - so berichten es Zeugen. Obwohl der Mann in Panik auszuweichen versuchte, wurde er vom Wagen seitlich erfasst und verletzt. Während der mutmaßliche Täter in seinem Wagen flüchtete, riefen mehrere Zeugen Polizei und Rettungswagen.

Das Opfer wurde an Ort und Stelle notärztlich versorgt und anschließend ins Klinikum Fulda gebracht. Die alarmierte Polizeistreife kümmerte sich um Mutter und Kind und nahm Zeugenaussagen auf. Nach dem flüchtigen Angreifer, der der Polizei namentlich bekannt ist, wurde gefahndet.

Mehrere Familienmitglieder meldeten sich nach unserer Erstmeldung telefonisch in der Redaktion, um jeweils ihre Version des Vorfalls zu schildern und die Gegenseite zu beschuldigen. Offenbar ist ein bereits jahrelanger Familienkonflikt Hintergrund der Tat. In einer anonymisierten Email von Samstagmorgen heißt es wörtlich: "Hallo, der Onkel ist nach dem Vorfall zum Freitagsgebet in die Moschee - nur 300 Meter vom Vorfall-Ort entfernt - gefahren und nicht geflüchtet. Er ist abschließend nach dem Gebet angerufen, von einer Zivilstreife abgeholt und zur Vernehmung gebracht worden. Dann wieder freigelassen, weil der angebliche Opfer sich vor das Auto geschmissen hat mit Absicht, um dem Onkel zu schaden laut Zeugen. Drum ist der Onkel auch auf freiem Fuss. Laut ärztlichem Gutachten hat der Geschädigte nichts, alles nur Show. Sonst wäre der Onkel nicht auf freiem Fuß, wenn das stimmen würde, was die Zeitung geschrieben hat. Hier geht es um ein Familienstreit und der Neffe versucht schon lange, seinem Onkel zu schaden."

Auf unsere Rückfrage bei der Polizei bestätigte sich die vorläufige Festnahme und gestrige Vernehmung des Tatverdächtigen und dessen anschließende Freilassung. Das bedeute aber definitiv nicht, dass er unschuldig sei, wie die Verwandten geschlussfolgert hätten, sondern sei bei Tatverdächtigen mit festen Wohnsitz üblich, bestätigte die Polizei.(ci)+++


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