Kinderkrippe oder Dorfplatz - in Niederaula wird mal wieder heftig gestritten - Archivfoto: Hans-Hubertus Braune

NIEDERAULA "Leimkaute"-Zoff

Stellungnahme Kirchenvorstand: "Richtfest für die neue Kinderkrippe in 2018"

17.09.18 - Zum Zoff um einen möglichen neuen Standort der Kinderkrippe sowie Rettungswache und Feuerwehr am Ortsrand im Gebiet "Leimkaute" nimmt auch der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde in Niederaula Stellung. O|N veröffentlicht auch diese Stellungnahme im Wortlaut:

"In der Gemeindevertretersitzung von Niederaula ergab sich am 24.8.2018 eine Pattsituation. Dadurch wurde die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes bezüglich der Leimkaute abgelehnt.

Im Nachgang wurde verschiedentlich, mitunter heftig, teilweise unsachlich, beklagt, damit sei nun der schnelle Neubau des Krippengebäudes für den Zweckverband Ev. Kindergarten Niederaula verunmöglicht. Dringend benötigte Krippenplätze ständen Eltern und Kindern nicht zur Verfügung. Dem stehen vor allem Hinweise auf nicht ernstgenommene Gesundheitsrisiken und die Sorge vor explodierenden Kosten entgegen.

Nach dem Willen des Kirchenvorstandes der Ev. Kirchengemeinde Niederaula wäre in 2018 das Richtfest der neuen Krippe gefeiert und bald danach der Betrieb aufgenommen worden. Er stellte das Grundstück neben der Kirche im Rahmen eines Erbbaupachtvertrages ohne Zins für den Neubau der Kinderkrippe zur Verfügung. Damit entsprach er dem Wunsch und dem Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertretung, eine zukunftsfähige Lösung nur mit einem Neubau im Kirchweg verwirklichen zu wollen. Für diesen Zweck wurde das im Besitz der Kirchengemeinde befindliche alte Kindergartengebäude abgerissen (ohne dass der vom Kirchenkreisamt aufgesetzte Erbbaurechtsvertrag von der Marktgemeinde unterzeichnet wurde!). Damit war der Grundstein für eine sozialräumlich sinnvolle Lösung gelegt, die dem weiteren Ausbluten des Ortskerns von Niederaula entgegenwirkt hätte.

Doch zur Grundsteinlegung ist es nicht gekommen, obwohl die Marktgemeinde in den vergangenen Jahren, nicht nur aus Kostengründen, für eine Neuerrichtung des Gebäudes auf dem Kirchplatz plädiert hatte. Der plötzliche Sinneswandel zu weit teureren Alternativen überraschte.

Dem Kirchenvorstand ist es wichtig, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass auch nach den Diskussionen der vergangenen Monate die Lösung Krippenneubau im Kirchweg nach wie vor möglich ist. Sie ist mit großem Abstand die kostengünstigste Variante des Neubaus der Kinderkrippe. Hier kann sofort mit dem Bau begonnen werden. Die Variante Krippenneubau im Kirchweg ist, entgegen anderslautenden Behauptungen, durchaus erweiterungsfähig. Sie hält die Gebäude des ZV in räumlicher Nähe, integriert das Gebäude in unseren Ort und beugt weiterem Flächenverbrauch in der Marktgemeinde vor. Sie fördert den Zusammenhalt der Gemeinde in baulicher wie auch in sozialer Hinsicht. Sie ist sicherlich die Lösung mit den geringsten ökologischen Auswirkungen und Risiken.

Der Kirchenvorstand Niederaula sieht sich in seinem Engagement von der christlichen Botschaft herausgefordert: Kinder und Familien sind ihm ebenso Herzensanliegen wie die Bewahrung der Schöpfung. Er möchte in diesem Sinne seinen Beitrag verstanden wissen." (pm) +++


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