Elvira Storch - Fotos: Uwe Theele

FULDA Gute Nachrichten

„Weihnachtsmarkt ist auch ein Highlight für Menschen mit Behinderung“

24.11.18 - Auch in diesem Jahr haben die Mitglieder des Behindertenbeirates der Stadt Fulda den Weihnachtsmarkt in Fulda bereits am Eröffnungstag auf Barrierefreiheit getestet. Anders als im letzten Jahr haben sie jetzt zahlreiche begrüßenswerte Veränderungen festgestellt. Besonders positiv wirken die Auflagen zur Barrierefreiheit der neuen Satzung zum Weihnachtsmarkt der Stadt, die vom Behindertenbeirat angeregt wurden. So müssen Betreiber von Speisen- und Getränkestände jeweils mindestens einen abgesenkten Tisch anbieten. Fast alle Anbieter haben sich daran gehalten und sich bemüht, auf diese Weise alle Gästen einen guten Service zu bieten.Hiervon profitieren nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch viele Kinder und kleinere Erwachsene, wie schon am ersten Tag deutlich wurde.

Werner Auth

Matthias Boeken

Kabelbrücken wurden an vielen Stellen vermieden oder dort, wo sie unbedingt nötig waren, barrierearm und kontrastreich ausgeführt. Die Leitlinien für blinde und sehbehinderte Menschen auf dem Universitätsplatz bis hin zum Borgiasplatz wurden nicht mit Buden überbaut oder mit Auslagen oder anderen Gegenständen widerrechtlich belegt. Dort wo es sich aus organisatorischen Gründen in diesem Jahr noch nicht vermeiden ließ, hat man auf Anraten des Behindertenbeirates eine hilfreiche Ersatzlösung mit Teppichen angeboten.

Auch wenn diese Notlösung mit dem Behindertenbeirat abgestimmt wurde, weist der Vorsitzende des Beirates Hanns-Uwe Theele auf seine seit vielen Jahren aufgestellte Forderung an den Magistrat der Stadt Fulda hin, die Leitlinie für blinde und sehbehinderte Menschen entlang dem Gebäude von „Erna Schneider“ und der Stadtpfarrkirche zeitnah auf die Rettungsgasse zu verlegen. Hier  bestehe ein dringender Handlungsbedarf, um eine sichere und durchgehende Wegführung auch bei Festen sicherzustellen. Dadurch hätte die Stadt auch die Möglichkeit weiteren Händlern zusätzliche Standflächen anzubieten.

Auch beim Winterwald wurden positive Veränderungen sichtbar. Gut begeh- und befahrbare Kabelbrücken, die Wege wurden am Vortag, aber an diesem Tag sichtbar nicht geräumt und trotz fünf Verzehrständen wurden nur zwei abgesenkte Tische angeboten. Hier muss der Veranstalter des Winterwaldes noch deutlich nachbessern, wenn ihm die Menschen mit Mobilitätseinschränkung nicht gleichgültig sind.

Die Mitglieder des Behindertenbeirates waren jedoch glücklich, dass ihre Arbeit aus den letzten Jahren und die Sensibilisierung des Magistrates der Stadt Fulda und der Standbetreiber nun Früchte trägt und die Anliegen der Menschen mit Behinderung und deren gleichberechtigte und selbstständige Teilhabe am öffentlichen Leben jetzt ermöglicht wird. Es wurden aber auch zahlreiche ältere Bürger und Eltern mit Kinderwagen beobachtet die diese Veränderungen dankbar angenommen haben. Dadurch kann nicht nur den Fuldaern, sondern auch den vielen auswärtigen Gästen gezeigt werden, wie willkommen alle Besucher des Weihnachtsmarkts in Fulda sind. So entwickelt sich Fulda wirklich in eine Stadt, die ihren wunderschönen Weihnachtsmarkt durch einen kontinuierlichen Abbau von Barrieren erlebbar und für alle zugänglich macht. Der Vorsitzende des Beirates, Hanns-Uwe Theele, hebt die gute Kooperation und konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertretern des Ordnungsamtes im Vorfeld hervor und freut sich auch in diesem Jahr über Anregungen der Besucher mit Behinderung zur Verbesserung der Barrierefreiheit an folgende Mailadresse: behindertenbeirat@fulda.de +++


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