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- Fotos: Gerhard Manns

ROTENBURG/F. „Zukunft beginnt jeden Tag neu“

600 Gäste beim großen Sparkassen-Forum in der Göbels Hotel Arena

02.02.19 - Ein Abend rund ums Thema Digitalisierung, vieler Fragen, aber auch Antworten in der vollen Hotel-Arena in Rotenburg: rund 600 Gäste kamen zum diesjährigen Sparkassen-Forum. Reinhard Faulstich, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse, begrüßte die Gäste. Schon bevor die Veranstaltung überhaupt losging, konnte jeder Bekanntschaft mit einem Roboter im Eingangsbereich machen.

Reinhard Faulstich blickte zunächst zurück auf das Jahr 2018 und erklärte, dass die Digitalisierung und das Online-Banking bei der Sparkasse immer mehr an Stellenwert gewinnt. Aber, so betonte der Sparkassen-Chef, werde der direkte Austausch mit den Kunden nicht abgeschafft. „Dieser ist unersetzlich.“ Aktuelle Themen wie E-Mobilität, autonomes Fahren und der Umgang mit dem digitalen Fortschritt sind die Herausforderungen der Zeit. Den Zukunftsfragen müsse man einem tiefen Einblick geben. Das Hessentagspaar stellte sich dann auch den Fragen von Reinhard Faulstich bezüglich Mobilität und autonomes Fahren. Die Antwort von beiden zu einem selbstfahrenden Bus wurde mit „Ja“ beantwortet. „Ich freue mich, wenn so etwas kommt“, so der Ehemann.

Eckard Minx berichtete über autonomes Fahren Fotos: Gerhard Manns

Promimente Gäste von links: Kreisbeigeordneter Heinz ...

Prof. Dr. Eckard Minx, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler, stellte kritisch und gut durchdacht das Thema autonomes Fahren vor. Dabei ging er mehr auf die gesellschaftliche Wirkung ein, als auf die Technologie dahinter. „Viele Menschen denken über das Thema nach. Die einen mit Freude, Interesse und Erwartungen, die anderen mit Sorge und Ungewissheit.“ Mit seinem einstündigen Vortrag wollte Eckard Minx entgegen den Zweifeln wirken. Er zeigte auf, was sich in den letzten 50 Jahren verändert hat und was vielleicht in naher oder ferner Zukunft technisch denkbar sein wird. Bereits 2013 fuhr das erste Auto autonom – wenn auch nur auf einer ausgewählten Strecke. „Die derzeitige Entwicklung ist von Geschwindigkeit geprägt“, so Minx. Die Entwicklung dürfe nicht ignoriert werden. Die letzten Jahrzehnte waren geprägt von einem enormen Innovationsschub und der ständigen Weiterentwicklung. „Was früher nach und nach entwickelt wurde, ist heute standartmäßig in fast jedem Auto drin.“

Sparkassenchef Reinhard Faulstich bei seinen Grußworten

Bis die Träume allerdings einmal Wirklichkeit werden, dauert es wohl noch eine Weile. Festlegen möchte sich Eckard Minx dabei aber nicht. Auch nicht, ob es vielleicht erstmal nur spezielle Routen gibt, in denen sich die autonomen Autos bewegen. „Diese neue Vision der Fortbewegung geschieht nicht von einem Tag auf den Anderen.“ Große Erfolge bringen auch Schattenseiten mit sich. So lässt sich nicht sagen, was genau in nächster Zeit sein wird. „Es gibt keine Daten über die Zukunft – es gibt nur das, was Menschen sich über die Zukunft ausdenken“, so Minx in seinem Vortrag weiter. Und damit sollte er Recht behalten: In den vergangenen 100 Jahren hat sich im gesamten technischen Bereich so viel getan und mittlerweile sind so viele Bereiche des Lebens digitalisiert. Seiner Meinung nach gilt es den Grat zwischen der intelligenten Verknüpfung des Lebens und dem Vorantreiben der technischen Entwicklung zu verknüpfen. Auf der positiven Seite der selbstfahrenden Autos stellte er heraus, dass es nahezu keine Verkehrsunfälle mehr geben könnte, die Lärm- und Schadstoffbelastung der Luft wesentlich geringer ist und die Stresssituationen und Staus gegen Null gehen, und die Menschen trotzdem auf nichts verzichten müssen. Auf der anderen Seite aber gibt es nicht weniger Punkte: Viele Fragen gilt es hierbei noch zu klären. Können diese Perspektiven überhaupt erreicht werden? Nimmt die Fahrzeit zu? Was kostet ein selbstfahrendes Auto oder darf ich überhaupt noch selbst fahren? All diese Themengebiete und Fragestellungen müssen in Zukunft beachtet werden und in den Gedankengängen der Entwickler intensiv durchdacht werden. Der enorm hohe Aufwand der Programmierung, die Fahrsicherheit und die Folgen für Städte und deren Entwicklung gilt es ebenso miteinzuschließen, wie die Frage der Haftung, falls doch einmal ein Unfall passiert.

Auf alle Notfälle vorbereitet, die Rot ...

Hessentagspaar Katharina und Dennis Diebel mit ...

Ob die maschinelle Wahrnehmung in Zukunft genauso gut oder vielleicht auch besser ist als die Menschliche, bleibt erstmal eine Vermutung. Dass die Computer und Geräte lernen können, steht außer Frage. Ob sie aber die komplexen Vorgänge richtig und schnell interpretieren können und auf unerwartete Situationen reagieren können, das muss geklärt werden. Letztendlich ist es auch eine Frage der gesamten Gesellschaft, wie das Thema dort auf Akzeptanz trifft. „Auf den letzten Metern dieser Entwicklung verlangen wir viel technisches Knowhow.“ (Tobias Stübing) +++

Helmut Schwarz gewinnt Tickets für ...

Christin Armbrecht gewinnt ebenfalls Tickets


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