Dr. Marco Bonacker, der stellvertretende Leiter der Abteilung Erwachsenenbildung für das Bistum Fulda, mit Referent Dr. Matthias Küntzel und Mitveranstalter Michael Trost (von links). - Fotos: Bonifatiushaus Fulda

FULDA Immer mehr Übergriffe in Deutschland

Antisemitismus als wachsendes Problem: Akademieabend im Bonifatiushaus

19.03.19 - In den letzten Wochen und Monaten waren immer wieder Berichte in den Medien, die den Anstieg antisemitischer Übergriffe und Straftaten aufzeigten. Dieser besorgniserregende Trend wurde nun vom Bonifatiushaus in Kooperation mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in einem Akademieabend aufgegriffen.

Die Veranstaltung fiel nicht zufällig auf ein Datum in der „Woche der Brüderlichkeit“, die seit vielen Jahrzehnten die christlich-jüdische Zusammenarbeit prägt. Als Experte wurde Dr. Matthias Küntzel gewonnen. Der Historiker und Buchautor stellte dabei gerade auch die neuen Formen des Antisemitismus im Kontext der Migration nach Europa in den Fokus.

Gastgeber Dr. Marco Bonacker betonte in seiner Einführung, dass es ganz unterschiedliche Ursprünge des Antisemitismus gebe: „Gerade in der Woche der Brüderlichkeit müssen wir uns als Christen gegen jede Form von Antisemitismus stellen. Daher fragen wir: Wie muss dem Antisemitismus begegnet werden?“

Dies war die Leitfrage des Abends und Dr. Küntzel beantwortete sie zunächst, indem er historisch herleitete, wie sich Antijudaismus und Antisemitismus, der immer auch eine rassistische Komponente aufweist, unterscheiden. Dabei verwies er auf den Einfluss, den die NS-Propaganda während des Zweiten Weltkrieges auch im Nahen Osten hatte und wie sehr vonseiten des Nazi-Regimes versucht wurde, den Kampf gegen die Juden als gemeinsame Sache mit den arabischen Völkern zu führen. Küntzel ist Autor von international viel beachteten Büchern zum Thema Antisemitismus und Preisträger des Grand Prize des London Book Festivals sowie seit 2008 Inhaber der Goldmedaille des amerikanischen Independent Publisher Book Awards.

Der Sektionsleiter der GSP und Mitveranstalter Michael Trost leitete die spannende Abschlussdebatte, in der das Publikum zu Wort kam und besonders die Schule als Ort für die Sensibilisierung gegen antisemitische Strömungen ausmachte. Ebenso verstand sich der Akademieabend des Bonifatiushauses und der GSP als Ausgangspunkt zu einer Haltung, die sich einem wachsenden Antisemitismus entschieden entgegenstellt. (pm) +++


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