Vier Monate ist es jetzt her, seitdem eine neue Mannschaft die Führung an der Spitze des TSV Oberelsbach übernommen hat. Vier Monate, in denen hart gearbeitet, und – wie bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung deutlich wurde – auch viel erreicht wurde. Oberstes Ziel war die lückenlose Aufklärung der finanziellen Situation und die Aufstellung und Durchführung eines Plans, wie der Verein aus der angespannten Lage wieder heraus komme. Dank gut gelaufener Veranstaltungen im letzten Drittel des vergangenen Jahres sowie großem Einsatz und Engagement der Mitglieder konnte man auch sogleich im
Jahresabschluss von 2008 schwarze Zahlen schreiben, wie Kassier Georg Memmel mit Freude feststellen durfte.
Über Monate und in mühseliger Kleinarbeit hat Georg Memmel die TSV-Finanzen lückenlos aufbereitet. Wie er feststellen musste, entsprach der Kassenbestand bei Kassenübernahme am 20. September auch nicht dem tatsächlichen Kassenbestand. Kurz nach der Neuwahl seien mehrere Rechnungen mit großen Beträgen aufgetaucht, teilweise sogar noch vom Juni 2007, die bis dato noch nicht bezahlt worden waren. Mittlerweile seien aber alle Rechnungen ausnahmslos bezahlt worden. „Ich kann zu 100 Prozent versichern, dass keine Rechnungen zu Lasten des TSV mehr ausstehen“, so Georg Memmel. Die schwarzen Zahlen zum Abschluss des Jahres 2008 seien demnach Fakt.
Die ebenfalls neu gewählten Kassenprüfer Paul Wethmüller und Werner Omert hatten die Kasse geprüft und bescheinigten Georg Memmel eine mehr als perfekte Kassenführung: „Besser kann man es nicht machen!“ Großen Dank zollte Georg Memmel seinem zweiten Kassier und Sportheimkassier Karl Weigand sowie Festkassier André Hahn, die diese Sache „ausnahmslos perfekt“ bewältigen.
Der wichtigste Punkt aber sei das Engagement der Vereinsmitglieder, das in den letzten Monaten sehr vorbildlich sei. Besonderer Dank sagte die Vorstandschaft der ersten Mannschaft, der A-Jugend, den Alten Herren, die bei allen Aktivitäten sofort gerne als Helfer zur Verfügung stehen, und den vielen Herren, die die Bauarbeiten um den Sportplatz begleitet und voran getrieben haben. „Ich bin stolz auf euch“, sagt zum Beispiel Georg Rochler, einer der drei gleichberechtigten Vorstände. „Nur bei einer breiten Unterstützung der Mitglieder, wie wir sie in den letzten Monaten erfahren haben, schaffen wir das“, so Bernd Huter, der zweite von drei Vorständen.
Den Mitgliedern wurde ein Haushaltsplan für das Jahr 2009 vorgelegt, in der detailliert, die zu erwartenden Ausgaben aufgelistet wurden. Diesen wurde ein detaillierter Plan gegenüber gestellt, durch welche Einnahmen man diese Ausgaben wieder decken möchte. Wichtigste Einnahmequelle seien da natürlich diverse Veranstaltungen.
Wichtiger Punkt bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des TSV Oberelsbach war die Änderung der Satzung, die die Zustimmung von zwei Dritteln der Anwesenden bedurfte und nach Vorstellung durch die Vorstandschaft einstimmig angenommen wurde.
Drei Vorsitzende
Wichtigste Änderung war die Umstellung auf zwei bis drei gleichberechtigte Vorsitzende. Nach der neuen Satzung besteht der Vorstand nun aus zwei oder drei gleichberechtigten Vorsitzenden, dem Kassier, dem Protokollführer und dem Schriftführer. Die drei Vorsitzenden Norbert Kaufmann, Bernd Huter und Georg Rochler wurden im Anschluss auch gleich von der Versammlung einstimmig bestätigt. Norbert Kaufmann ist der Vorstand für allgemeine Angelegenheiten und den Sport. Kaufmann koordiniert die Vorstandsarbeit, leitet die Vorstandssitzungen, ist allgemeiner Ansprechpartner, kümmert sich um Hallen- oder Sportplatzbelegungen und einiges mehr. Bernd Huter ist der Vorsitzende für die Angelegenheiten in Sachen Finanzen, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Er kümmert sich um die Festlegung von Richtlinien, kümmert sich um alle Angelegenheiten in finanzieller und rechtlicher Hinsicht, führt die Mitgliederverwaltung und kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeitet und verwaltet die neue Homepage www.tsv-oberelsbach-1910.de des TSV. Georg Rochler ist der Vorsitzende für wirtschaftliche Angelegenheiten, Sportheim und Sportgelände. Er wirkt maßgeblich bei der Planung von Veranstaltungen mit, kümmert sich um den Sportheimbetrieb inklusive Vermietung, Sportheimdienst, Bestellung und ist Ansprechpartner für den ordnungsgemäßen Zustand des Sportgeländes.
Eine weitere Änderung ist, dass die Wertgrenzen für die Organe des Vereins nun nicht mehr in der Satzung festgelegt werden, sondern in einer Finanzordnung, um bei eventuellen Änderungen kostspielige Satzungsänderungen zu vermeiden. Die Handlungsspielräume sind nach der Finanzordnung, die von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen wurde, nun für jeden Vorsitzenden auf bis zu 1000 Euro, für den Vorstand auf bis zu 5000 Euro und für den Vereinsausschuss auf bis zu 10000 Euro festgelegt. Über höhere Ausgaben muss die Mitgliederversammlung entscheiden. Weitere wichtige Änderungen sind, dass nun bereits Jugendliche ab 16 Jahren ein Stimmrecht bei der Mitgliederversammlung haben und die
Möglichkeit besteht, eine Vereinsjugend mit Jugendvertreter als Vereinsorgan zu bilden. (me) +++