05.04.19 - In der Fußball-Verbandsliga steht für den SV Steinbach nach zweiwöchiger Pause erneut ein Derby, diesmal gegen die SG Johannesberg an. Der FC Eichenzell biegt in entscheidende Wochen ein, die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II hat die Chance auf eine Revanche für eine herbe Hinrunden-Pleite.
Spvgg. Eschwege - FC Eichenzell (Samstag, 14:30 Uhr)
Es ist das erste von zwei Spielen, die vermutlich über das Schicksal des FC Eichenzell entscheiden. Nach der Partie gegen Eschwege kommt der 1. FC Schwalmstadt, die den ersten in jedem Fall sicheren Platz der Tabell einnehmen und derzeit auf acht Punkte enteilt sind. "Wir müssen punkten, aber da wiederhole ich mich jede Woche", sagt Eichenzells Trainer Heiko Rützel, dessen Einsatz noch fraglich ist, vor dem Spiel.

Ob Heiko Rützel auf oder neben dem Feld stehen wird, ist noch fraglich ...Archivfotos: Jonas Wenzel (Yowe)
Dass Eschwege nicht die Kragenweite der Britannia ist, weiß Rützel, doch es gelte, sich den FSV Dörnberg als Beispiel zu nehmen. Die gewannen zuerst mit 1:0 gegen Johannesberg, vergangene Woche unterlag Eschwege dem FSV mit 0:3. Dieses Kämpferische fordert Rützel von der Mannschaft, die im Derby gegen die SGJ schon passte: "Die Einstellung hat gestimmt und endlich haben wir auch gut verteidigt. Das hat mir gut gefallen."
Nur der Offensivdrang passte nicht, zudem wolle Rützel nicht immer wiederholen, wie lange die Britannia schon auf einen Sieg wartet. "Wir müssen das aus den Köpfen rausbekommen. Im Fußball reicht meist nur eine Aktion", so Rützel, der im Vergleich zu Sonntag definitiv auf Marius Gutberlet verzichten muss. Dagegen kehrt Daniel Kratz nach abgelaufener Sperre zurück. Rechtzeitig für ein wohl richtungsweisendes wie auch entscheidendes Spiel.
SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II - CSC Kassel (Sonntag, 15:30 Uhr)
Mit 1:5 kam die Reserve der SG Barockstadt im Hinspiel beim CSC Kassel unter die Räder. Kaum verwunderlich also, dass SGB-Trainer Marco Lohsse es im Rückspiel deutlich besser sehen möchte. Eine alles andere als einfache Aufgabe, denn Kassel steht auf Platz vier und mischt im Rennen um die Aufstiegsplätze mit. "Wenn nach oben noch was gehen soll, müssen sie bei uns gewinnen. Wir können dagegen befreit aufspielen", so Lohsse.

Das 1:5 aus dem Hinspiel soll nach dem Wunsch von SGB-Trainer Marco Lohsse in Vergessenheit ...
Im eigentlichen Sinne hat die SGB-Reserve wenig zu verlieren, auch wenn jeder Spieler am Ende lieber mit der Meisterschaft die Saison beendet als auf dem zweiten oder dritten Platz zu stehen. "Das gute ist, dass die Spieler nicht verkrampfen, aber die Einstellung muss stimmen", macht Lohsse deutlich. Die stimmte zuletzt, sodass die Barockstadt zum einen das beste Team der Rückrunde ist und zum anderen seit acht Spielen ungeschlagen ist.
Diese Serie soll ausgebaut werden, weshalb es darauf ankomme, die Stärken von Kassel aus dem Spiel zu nehmen, was gegen Weidenhausen zwar lange klappte, jedoch nicht über die volle Spielzeit. Wie schon in der Vorwoche kann Natnael Weldetnsae dabei nicht mitwirken, ansonsten steht Lohsse der gesamte Kader zur Verfügung. "Wir genießen das jetzt und freuen uns wieder auf ein Spitzenspiel zuhause", so der SGB-Trainer.
SG Johannesberg - SV Steinbach (Sonntag, 16 Uhr)
Erneut steht für den SV Steinbach ein Derby an, allerdings kam die Pause von zwei Wochen zwischen den Spielen gegen die Barockstadt und nun die SG Johannesberg für SVS-Trainer Petr Paliatka ungelegen: "Wir waren eigentlich gut drauf, jetzt wird es schwer für uns. Die Pause hat mir nicht gepasst." Positiv dagegen, dass die angeschlagenen Steinbacher Spieler regenerieren konnten, sodass unter der Woche 16 Spieler im Training zur Verfügung standen. "Das macht richtig Spaß, da können wir auch mal neue Sachen ausprobieren", so Paliatka.

Für SVS-Trainer Petr Paliatka kam die Pause zur Unzeit Archivfoto: Bernd Vogt
Wie der Trainer des SV Steinbach den kommenden Gegner einschätzen soll, weiß er dagegen nicht so recht: "Bei Johannesberg ist es schwierig, man liest immer mal was Negatives. Das darf uns aber nicht interessieren, sie haben sehr gute Einzelspieler in ihren Reihen." Ein Sieg, und die SGJ liegt sechs Punkte hinter Steinbach. Selber wolle man an die Leistung aus dem Barockstadt-Spiel anknüpfen, auch wenn das Spiel mit 3:1 an die SGB ging.
"Dieser Wille und der Zusammenhalt war immer da. Wenn das wieder so ist, dann ist da was drin. Man kann die Spiele verlieren, aber der Wille muss da sein", konnte Paliatka der Niederlage gegen den jetzigen Tabellenführer durchaus positives abgewinnen. Der Rückstand auf die SGB beträgt drei Punkte, Steinbach hat zwei Spiele weniger gespielt. Das erste Fernduell führt Steinbach also nach Johannesberg. (tw) +++