07.04.19 - Die Heimserie des Fußball-Hessenligist SV Flieden ist gerissen. Gegen den VfB Ginsheim unterlag die Mannschaft von Zlatko Radic trotz einer Pausenführung mit 2:3 (1:0). Christian Kress traf kurz vor dem Abpfiff noch zum Ausgleich, Mahdi Mehnatgir besiegelte mit seinem Doppelpack allerdings die Heimniederlage der Buchonen.
In einem zähen und kampfbetonten Spiel erhöhte Ginsheim nach einer ruhigen Anfangsphase den Druck auf die Hausherren, ohne sich aber zwingende Möglichkeiten zu erspielen. Die Buchonen, die mit dem sechsten Heimsieg in Serie einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt gehen wollten, fingen sich im Laufe der ersten Hälfte und gingen nach rund einer halben Stunde glücklich in Führung.
Nach einem Foulspiel an Fabian Schaub verwandelte Andre Leibold den fälligen Foulelfmeter zum 1:0 (27.). Fliedens Stürmer wurde dabei aus dem Gewusel heraus am Knöchel von Ginsheims Abwehrspieler Lukas Manneck getroffen. Bis zur Halbzeit sollte es bei der knappen und glücklichen Führung für die Elf von Zlatko Radic bleiben. Die sollte schon wenige Sekunden nach Wiederanpfiff keinen Bestand mehr haben.
Zunächst hatten die Buchonen ihrerseits zwölf Sekunden nach Wiederanpfiff durch Schaub die Chance auf das 2:0. Der Spieler der letzen Wochen erlief einen langen Ball, kam dann aber aus dem Gleichgewicht und scheiterte an Gästekeeper Frederic Erb. Mahdi Mehnatgir machte es im direkten Gegenangriff besser. Die Mannen vom VFB spielten sich über die rechte Seite gegen passive Fliedener durch, kamen durch Can Cemil Özer zur Flanke, der in der Mitte den komplett freien Mehnatgir fand.
Nach einer guten Stunde stellte sich das Bild anders dar. Diesmal spazierte die Sturmreihe der Ginsheimer durch das Buchonen-Zentrum. Die Beteiligten waren dieselben, doch diesmal verwertete Özer nach Zuspiel von Mehnatgir. Lange Zeit passierte dann nichts mehr im Spiel und nichts heißt wirklich nichts. Das 3:1 aus Ginsheimer Sicht schien wahrscheinlicher als der Ausgleich. Doch dann hieß es Crunchtime im Königreich.
Christian Kress schoss vor 200 Zuschauern am Weiher nach einer Ecke von Schaub den Ausgleich. Mit der Einwechslung bewies Trainer Zlatko Radic zwar ein goldenes Händchen, doch einen Punkt sollte es den Fliedenern nicht einbringen. Die Gäste aus Ginsheim nutzten im direkten Gegenangriff die herrschende Euphorie und setzten durch den furios aufspielenden Mehnatgir den Todesstoß. Somit endete die Serie von fünf Heimsiegen in Folge des SV Flieden. "Wir haben von Anfang an nicht richtig ins Spiel gefunden. Vor allem in den letzten Minuten waren wir nicht konsequent an den Männern. Jetzt heißt es alles in die letzten Spiele zu legen, damit wir unser Ziel vom Klassenerhalt erreichen", resümierte Radic. (erb)
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
SV Flieden: Lukas Hohmann - Luca Gaul, Nico Hohmann, Marc Röhrig, Andre Leibold, Andreas Drews (56. Christian Kress), Lukas Hagemann (62. Mike Weismantel), Sebastian Pfeiffer (46. Christian Bohl), Niko Zeller, Marc Götze, Fabian Schaub.
VFB Ginsheim: Frederic Erb - Marvin Wagner (9. Matthias Manneck), Lukas Manneck, Nils Fischer, Liam Fisch, Mahdi Mehnatgir, Masaki Murata, Derrick Amoaka, Maximilian Thomasberger, Sebastian Platten, Can Cemil Özer.
Schiedsrichter: Alexander Arnold (Langenleiten).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Andre Leibold (27., Foulelfmeter), 1:1 Mahdi Mehnatgir (46.), 1:2 Can Cemil Özer (60.), 2:2 Christian Kress (85.), 2:3 Mahdi Mehnatgir (86.). +++