Die Feuerwehr beteiligte sich am diesjährigen Dorf- und Hof-Flohmarkt mit einem Feuerwehr-Workshop. - Fotos: Feuerwehr Bad Soden-Salmünster

BAD SODEN-SALMÜNSTER Beim Dorf- und Hof-Flohmarkt in Ahl

Feuerwehr-Workshops: Den Nachwuchs schon jetzt für Ehrenamt begeistern

08.04.19 - Frühlingstemperaturen und blauer Himmel hatten die Ahler gebucht und geliefert bekommen: Zum 1. Ähler Dorf- und Hof-Flohmarkt am Sonntag kamen bereits über eine Stunde vor der Eröffnung zahlreiche Gäste nach Ahl. Um 10 Uhr eröffnete der Schirmherr, Bürgermeister Dominik Brasch, den Flohmarkt und dankte den Organisatoren. Auch die Feuerwehr Ahl beteiligte sich den ganzen Tag mit Feuerwehrprogramm. Es gab ganztags eine Fahrzeugausstellung mit Informationen zur Feuerwehr, die Matthias Hummel koordinierte. Darüber hinaus gab es zwei Workshops zum Brandschutz. 

Um 11 Uhr gab es einen Workshop für Kinder (Brandschutzerziehung). Rund 30 Kinder und Eltern nahmen teil. Zuerst mussten sie herausfinden, welche Aussagen über die Feuerwehr richtig oder falsch sind und in die richtige Ecke dafür gehen. Dann durften sie grübeln, was brennt und was nicht brennt. Schließlich kam auch noch ein voll ausgerüsteter Atemschutzgeräteträger in den Raum und durfte betrachtet werden. Spannend wurde es aber beim Schnellanziehspiel, wie das bei der Feuerwehr so üblich ist, wenn es brennt. Die Kleingruppen würfelten, bis eine bestimmte Zahl erschien, riefen dann laut "Einsatz" und der Würfler musste sich dann schnell mit Feuerwehrjacke, Helm und Handschuhen ausrüsten, bevor er oder sie dann mit Messer und Gabel eine mehrfach in Zeitungspapier eingepackte Tafel Schokolade freilegen und essen durfte. Man durfte aber nur solange, bis der nächste die "6" gewürftelt hatte und dann dran war.

Zum Abschluss der Workshop-Stunde durften dann alle in 2er-Trupps noch mittels Kübelspritze Tischtennisbälle von Leitkegeln spritzen. Natürlich mit Jugendfeuerwehrhelm und den Kommandos "Wasser marsch" und "Wasser halt". Das Jugendfeuerwehr-Team Frank Seidl, Marc Peichl und Jennifer Wesierski führten durch den Workshop. Die Jugendfeuerwehrmitglieder Lukas und Selina Krack halfen mit.

Um 14 Uhr, die Feuerwehr schaffte es gerade rechtzeitig von einem Rettungseinsatz in Ahl zurück (OSTHESSEN|NEWS berichtete, siehe "Mehr zum Thema"), war der Workshop für Kinder und Eltern (Brandschutzaufklärung) aufgebaut. Um die 20 Teilnehmer waren dabei, als Marc Peichl zunächst etwas über Brandursachen und Brandverhalten erzählte und mit Versuchen anschaulich machte. Dann war auch schon das Fett heiß genug für eine Vorführung hinter dem Feuerwehrhaus. Marius Weber hatte Fett erhitzt, das nun bereits lichterloh in einem Topf brannte. Ein Team der Feuerwehr stand mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug zum Brandschutz bereit.

Frank Seidl erklärte, dass es beim Erhitzen von Fett, beispielsweise beim Frittieren, auch zu einem Brand kommen kann. Dieser darf auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, sondern mit Löschdecken oder Pulverlöscher. Beim Auftragen von Wasser kommt es zu einer sogenannten Fettexplosion, die vorgeführt wurde. Ein kleiner Becher Wasser, per Draht aus Sicherheitsabstand betätigt, genügte, um eine große Stichflamme zu entfachen. In einem geschlossenen Raum, der Küche mit einer Raumhöhe von vielleicht 2,50 Meter kann die Flamme nicht nach oben entweichen, sondern füllt den Raum. Anschließend durften die Kinder mit ihren Eltern (oder umgekehrt) auch noch an die Kübelspritze, was wieder eine Menge Freude bereitete. (pm) ++++


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