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Vera Hettenhausen, Organisatorin Traute Hinz, Sylvia Braun als tatkräftige Unterstützung und Marianne Bierschenk (von links) - Fotos: Gudrun Schmidl

BAD HERSFELD Kirchenvorstandswahl 2019 - Dein Kreuz zählt

"Gerade jetzt. Dein Einsatz zählt." - Zwei Kirchenvorsteherinnen informieren

13.04.19 - Es war die Idee von Traute Hinz, Organisatorin des "Cafés Martin" der Martinskirchengemeinde, mit Marianne Bierschenk und Vera Hettenhausen am Donnerstag zwei verdiente Kirchenvorstandsmitglieder einzuladen, die über ihre ehrenamtliche Arbeit im Kirchenvorstand berichteten. Der Termin war perfekt, denn am 22. September 2019 findet die nächste Kirchenvorstandswahl statt. In 774 Kirchengemeinden (Stand 12/17) der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wird für die kommenden sechs Jahre ein neues geistliches Leitungsgremium gewählt.

Die Martinskirche im Schlippental

„Kirchengemeinden sollten präsent und gut aufgestellt sein, denn sie prägen unsere Gesellschaft“, richtet Vera Hettenhausen ihre Begrüßungsworte an die Café-Gäste. Der damalige Pfarrer Karl-Heinz Barthelmes konnte sie für die Kandidatur gewinnen. Vera Hettenhausen reizten die neuen Herausforderungen in der Gemeindearbeit, sie wurde gewählt und am 3. November 2013 als Mitglied des Kirchenvorstandes der Evangelischen Kirchengemeinde Martinskirche im Gottesdienst eingeführt. Alsbald musste sie sich beim sonntäglichen Lesedienst auf der Kanzel beweisen. Sie übernahm die Ansprache an die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu ihrer Konfirmation und empfand die Begleitung der Konfirmandenfreizeiten nach Wittenberg und Gotha als Bereicherung ihres Alltags.

Immer am zweiten Donnerstag im Monat ...

Ihr Steckenpferd ist jedoch die Öffentlichkeitsarbeit. Bereits im Februar 2014 konnte die unter ihrer Mitwirkung komplett überarbeitete Webseite der Kirche online gehen, die sie bis heute als Webmaster auf dem neuesten Stand hält. Die rund 218.000 Aufrufe sprechen für sich. Außerdem ist sie im Redaktionsbeirat des Martinskuriers tätig, den sie mit eigenen Artikeln bereichert. Auch das „Weiterleben“ des Gemeindebriefes, der an 2.300 Haushalte verteilt wird, liegt in ihrer Hand.    

Kirchenvorstandsarbeit macht Arbeit, schenkt aber auch Freude und Erfüllung. Ohne Kirchenvorstand läuft nichts in der Gemeinde. Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen. Erfahrene, wie Marianne Bierschenk, die vor 25 Jahren für ein erkranktes Kirchenvorstandsmitglied nachgerückt ist und seitdem ein Vierteljahrhundert lang deutliche Spuren hinterlassen hat. Sie setzt Zeichen in der Synode, ist im Ausschuss Diakonie präsent und engagiert sich zusätzlich als Diakonie-Beauftragte. Besonders am Herzen liegt ihr der Einsatz im Kindertagesstätten-Ausschuss. „Wir sind froh, eine Kita unter unserem Dach zu haben, denn das belebt die Kirchengemeinde“, freut sie sich.

Marianne Bierschenk und die weiteren gewählten Kirchenvorstandsmitglieder Vera Hettenhausen, Werner Herbert, Andrea Ehrhardt-Handtke, Reinhard Friedrich, Dr. Wolfgang Thon, Kurt Hornickel, Barbara Fenner-Latzel und Dorothee Lengemann leiten und verwalten gemeinschaftlich die Kirchengemeinde, sind für die Gestaltung der Gottesdienste, vielfältigen Themengottesdienste in der bekannten Kulturkirche und Gemeindefeste verantwortlich, sorgen für die Verkündigung des Evangeliums in Predigt, Taufe, Abendmahl, Amtshandlungen und Konfi-Unterricht, beraten die Konzeption von Kinder- und Jugendarbeit, verwalten die kirchlichen Gebäude und entscheiden über deren Nutzung, gestalten den kirchlichen Haushalt, vertreten die Gemeinde in der Öffentlichkeit, fördern die ökumenischen Beziehungen der Gemeinde, wirken bei der Besetzung von Pfarrstellen und anderen Stellen in der Gemeinde mit. Die Besetzung der seit dem 1. Oktober 2018 vakanten, aber im kirchlichen Amtsblatt ausgeschriebenen Pfarrstelle ist zurzeit eine besonders große Herausforderung für die Martinskirchengemeinde. Derzeit übernimmt Pfarrer i.R. Hannes Georg die Vakanzvertretung.

"Gerade jetzt - Dein Kreuz zählt" lautet das Wahlmotto der Landeskirche für die Kirchenvorstandswahl 2019 und geht einher mit den Fragen: Wofür stehen wir als Kirche, was wünschen und was brauchen wir? Wofür setzen wir uns mit unserer Gemeindearbeit vor Ort ein? Was ermutigt, begeistert uns? Die Landeskirche ruft Interessierte auf: "Kandidiere. Gerade jetzt. Dein Einsatz zählt!" Möglichkeiten, sich einzubringen, gibt es viele. Man wird gebraucht. Ehrenamtlich. Unbezahlbar ist das.

Marianne Bierschenk (rechts) und Vera Hettenhausen ...

Freiwilligkeit und Verantwortung, der Wille nach Gemeinschaft und die Begeisterung für die jeweilige „Sache“ kennzeichnen dieses Ehrenamt. „Uns Kirchenvorstehern liegt das Gemeindewohl am Herzen und wir haben die Chance, in vielen Facetten an dessen Gestaltung mitzuwirken“, sind sich Marianne Bierschenk und Vera Hettenhausen einig, die sich zudem als Mittler zwischen Pfarrer und der Gemeinde verstehen. „Wie wird man Kirchenvorsteher“, stand als Frage an diesem informativen Nachmittag im Raum. Ganz einfach: „Kirchenvorsteher werden ist nicht schwer, wenn man den "inneren Schweinehund" überwindet und kandidiert",  betont Vera Hettenhausen. Bis spätestens Ende Juni 201 müssen alle Kandidaten feststehen. Vera Hettenhausen stellt sich wieder zur Wahl. Marianne Bierschenk wird sich mit 71 Jahren nicht mehr für das Amt zur Verfügung stellen, aber ehrenamtlich helfen, wenn sie gebraucht wird. (Gudrun Schmidl) +++


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