Das Ulrichsteiner Wahrzeichen, die Burgruine auf dem Schlossberg, ist nun schon über zwei Jahren großflächig abgesperrt. - Fotos: Dieter Graulich

ULRICHSTEIN Betreten wegen Gefahr verboten

Noch immer trostloses Bild nach Mauereinsturz vor zwei Jahren

13.04.19 - Das Ulrichsteiner Wahrzeichen, die Burgruine auf dem Schlossberg, ist nun schon über zwei Jahren großflächig abgesperrt. Grund dieser Maßnahme ist der Einsturz eines etwa 40 Quadratmeter großen Mauerteiles im März 2017 im nördlichen Bereich seitlich des Treppenaufgangs zum Schlossbergturm. Dadurch ist der Treppenaufgang selbst stark gefährdet und wurde gesperrt wie auch der Bereich unterhalb der Mauer. Da das Land Hessen Eigentümer der Liegenschaft Schlossberg ist, wurde der Einsturz umgehend von der Stadtverwaltung zuständigkeitshalber an den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen Niederlassung Ost in Fulda gemeldet. Nach dem Einsturz wurde der Bereich als Erstmaßnahme von der Stadt gesperrt und es folgte dann von Seiten des Landes Hessen die Errichtung eines festen Bauzaunes als Absperrung.

So sieht das stolze Wahrzeichen Ulrichsteins ...

Der Mauerabbruch im März 2017

Diese schützt inzwischen jedoch nicht mehr vor dem Betreten des Gefahrenbereiches, denn die Verbindungen zwischen den Absperrelementen fehlen teilweise beziehungsweise sind nur mit einem Stücken Draht gesichert. Außerdem sind die anfangs angebrachten Hinweis- und Gefahrenschilder entfernt worden. Das eingestürzte Mauerloch hat sich inzwischen vergrößert und die Mauerkrone ist abgestürzt. Die vorhandene Abdeckung mit Planen ist durch die Winterstürme total zerfetzt und bietet keinen Schutz gegen die Witterungseinflüsse. Ganz zu schweigen von dem trostlosen Anblick der sich den Besuchern bietet.

Die im April 2017 angebrachten Warnschilder ...

„Unser Wahrzeichen ist wirklich kein schöner Anblick“, war von Bürgermeister Edwin Schneider bei einem Gespräch zu hören. Nach dem jetzt vorliegenden Zeitplan, nach Auskunft des Objektleiters im Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, werde gerade die Ausführungsplanung und das Leistungsverzeichnis erstellt. Die Angebotsphase und die Submission erfolgen im Mai, genauso wie die Angebotsprüfung und die Erstellung des Vergabevorschlages. Danach sollen die Arbeiten von Mitte Juni bis Mitte August 2019 ausgeführt werden.

Bürgermeister Schneider, der auch im Vorstand des Burgvereins ist und Manfred Hofmann, Vorsitzender des Burgvereins, waren davon ausgegangen, dass die vorbereitenden Arbeiten bereits im Winterhalbjahr erfolgt seien, denn dann hätten jetzt im Frühjahr die Arbeiten beginnen können.

Man dürfe nun sehr gespannt sein, ob Angebote von Firmen eingehen, die diese Arbeiten an Natursteinmauerwerken ausführen können und wollen. Ob sich das alles allerdings so in die Tat umsetzen lasse, wie es am Schreibtisch ausgedacht wurde, werde sich in den nächsten Wochen zeigen.

„Die Stadt hat ihre Vorarbeiten bereits im Herbst letzten Jahres erledigt. Der Bauhof hat die gesamte Burgmauer von Bewuchs freigeschnitten, damit eine Begutachtung der Mauer möglich wurde“, so Schneider und betonte abschließend: „Ich hoffe nun, dass wir und unsere Besucher der Burg, im Herbst dieses Jahres den im Jahre 1906 errichteten Schlossbergturm wieder besteigen können, um die herrliche Aussicht von dort oben genießen zu können“(Dieter Graulich)+++


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