Der SV Steinbach ist an die Tabellenspitze der Verbandsliga gesprungen. - Fotos: Bernd Vogt

NEUHOF SV Neuhof - SV Steinbach 2:3 (2:2)

Dimitrijevic schießt Steinbach an die Spitze

18.04.19 - Spektakuläres Spitzenspiel im Neuhofer Glückaufstadion: Am Mittwochabend siegte der SV Steinbach nach irren 90 Minuten in der Fußball-Verbandslga mit 3:2 (2:2) und kletterte an die Tabellenspitze. Sasa Dimitrijevic traf zehn Minuten nach Wiederanpfiff sehenswert zum Sieg und schoss den SVS auf den ersten Platz.

Während es bei den Gästen nur eine Änderung im Vergleich zum 3:0-Sieg über Eschwege gab und SVS-Spielertrainer Petr Paliatka Sasa Dimitrijevic für Fabian Wiegand brachte, tauschte Neuhofs Trainer Alexander Bär drei Mal durch. Für Nikolcho Gorgiev, Tomislav Labudovic und David Costa Sabate rutschten Robert Sluka, Aleksandar Anastasov und Jean Carlo Yanez Cortes in die Startaufstellung.

Neuhofs Trainer Bär versprach im Vorfeld des Spitzenspiels keine Nullnummer und nach gerade einmal zwei Minuten löste seine Mannschaft dieses Versprechen ein - allerdings anders als geplant. Eine Hereingabe von Steionbachs Lukas Gemming lupfte der in die erste Elf gerutschte Sluka ins eigene Netz, SVS-Stürmer Jan Ullrich wäre hinter Sluka einschussbereit gewesen (2.). Eine kalte Dusche für die Hausherren, die sich in der Anfangsphase wenig sattelfest in der Defensicve zeigten.

Gut zehn Minuten später war der SVN aber schon wieder im Hinspiel, als Radek Görner einen von Kirche Ristevski an Branimir Velic verschuldeten Freistoß direkt verwandelte - SVS-Schlussmann Daniel Heinrich machte nicht die allerbeste Figur. Dass das Spitzenspiel halten sollte, was es versprach, zeigte sich nicht nur anhand der frühen Tore, sondern auch an Aufregern im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit. Steinbachs Wiegand kam im Strafraum zu Fall und die Gäste forderten vehement einen Elfmeter - der Pfiff aber blieb aus (19.).

Wiederum gut zehn Minuten später der nächste Aufreger. Ein Dimitrijevic-Freistoß hüpfte Neuhof Slukas an den Oberarm, dieser zog noch zurück, doch Schiedsrichter Philipp Metzger zeigte auf den Punkt. Petr Kvaca blieb eiskalt und brachte den Tabellendritten erneut in Führung (28.). Wer dachte, das sollte es in einer ereignisreichen erstenb Hälfte gewesen sein, der sah sich getäuscht. 

Denn auf Vorlage von Fabian Wozniak traf Velic zum erneuten Neuhofer Ausgleich (35.), ehe quasi im Gegenzug Sluka den Schuss von Kvaca von der Linie kratzte. Es war die beste Aktion von Sluka, der zur Halbzeit durch Emil Osmanovic ersetzt wurde. Auch Akif Kovac blieb in Neuhofs Kabine, für ihn kam Dominik Jacko. Steinbach ging hingegen mit unverändertem Personal in den zweiten Durchgang. Und in dem ging das munter Toreschießen weiter.

Dimitrijevic brachte Steinbach mit einem sehenswert in die lange Ecke gezirkelten Ball erneut in Führung (56.), ehe wenig später Wozniak bei seinem Kopfballtreffer vermeintlich im Abseits stand (63.). Danach sollte bis in die Schlussphase nicht mehr viel passieren, Spitz auf Knopf stand die Begegnung weiterhin. Doch zwingendes brachte Neuhof nicht mehr zustande und Steinbach verpasste die eine oder andere Konterchance. Es blieb unbestraft, denn der SVS brachte den Vorsprung über die Zeit - und jubelte über die Tabellenführung. 

"Wir hatten heute zu viele Totausfälle. Das kannst du nicht kompensieren und deshalb hat Steinbach völig verdient gewonnen", haderte SVN-Trainer Bär mit der Leistung seiner Mannschaft, die Bär im Vorfeld als launisch und unberechnbar bezeichnete - und dieser Einschätzung gerecht wurde. Gerade die Abwehr präsentierte sich von der Rolle, weshalb Bär bereits zur Pause zwei Mal reagierte.

Eine gänzlich andere Stimmungslage auf der Gegenseite. "Das war unsere beste Leistung in der Restrunde", freute sich SVS-Spielertrainer Paliatka über den ebenso wichtigen wie verdienten Sieg im Spitzenspiel. "Wir haben lauf- und zweikampfstark und haben die Tore schön herausgespielt", lobte Paliatka die Vorstellung seiner Mannschaft. Von einer Vorentscheidung wollten aber weder Bär noch Paliatka etwas wissen.

"Wir haben noch schwere Spiele gegen Sandershausen und Sand. Wir sind super glücklich nach diesem Sieg, aber es sind noch 15 Punkte zu vergeben", wollte Paliatka den Erfolg nicht überbewerten. Und Bär sagte: "Ich glaube nicht, dass Steinbach noch alles gewinnen wird. Es ist noch alles möglich für uns." Ein Sieg im Nachholspiel am Samstag (16 Uhr) wäre dafür allerdings von Nöten - genauso wie eine bessere Tagesform einiger Akteure. (Tobias Herrling)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

SV Neuhof: Ahmed Hadzic - Jean Carlo Yanez Cortes (64. Vuk Vukelic), Antonio Antoniev, Radek Görner, Aleksandar Anastasov, Fabian Wozniak, Robert Sluka (46. Emil Osmanovic), Branimir Velic, Akif Kovac (46. Dominik Jacko), Gyorgi Zarevski, Sergio Sosa Perez.

SV Steinbach: Daniel Heinrich - Tom Wiegand, Sasa Dimitrijevic, Steffen Trabert, Lukas Gemming (79. Patrick Faust), Michael Wiegand, Jan Ullrich (66. Marcel Ludwig), Petr Kvaca, Sebastian Bott, Fabian Koch (76. Markus Schaub), Kirche Ristevski.

Schiedsrichter: Philipp Metzger (FSV Rot-Weiß Wolfhagen).

Zuschauer: 300.

Tore: 0:1 Robert Sluka (2., Eigentor), 1:1 Radek Görner (13.), 1:2 Petr Kvaca (28., Handelfmeter), 2:2 Branimir Velic (35.), 2:3 Sasa Dimitrijevic (56.). +++


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