01.05.19 - In der Halle, auf Kunstrasen, bei Wind und Wetter auf dem Rasenplatz: Monatelang bereiteten sich die Landesliga-Footballer der Fulda Saints in der Off-Season auf die neue Spielzeit vor. Doch damit ist bald Schluss, denn am Samstag (15 Uhr) starten Fuldas starke Jungs mit dem Gastspiel bei den Nauheim WildBoys in die neue Season - und wollen wieder ein gehöriges Wörtchen um den Aufstieg mitreden.
"Wir sind sehr glücklich über den Saisonstart, denn die Vorbereitung dauert ja immer ewig lange. Die Jungs wollen endlich ein richtiges Saisonspiel machen", sagt Saints-Headcoach Danijel Katusic im Gespräch mit ON|Sport. Katusic und Offense-Coach Alexander Wenzel gehen in ihre zweite Season bei den Saints, zu denen sie im Vorjahr aus Marburg zurückgekehrt waren. Das Trainer-Duo möchte nun den nächsten Entwicklungsschritt sehen.
"Im letzten Jahr haben wir uns sehr stark auf die Defense konzentriert und die Offense ist etwas untergegangen. Das war uns aber von Anfang an klar. In diesem Jahr ist unser Ziel, die Offense der Defense näher zu bringen und die Offense stärker zu machen", verdeutlicht Katusic die Vorstellung der Coaches, die für die neue Season zusätzliche Unterstützung bekommen haben.

Geht in seine zweite Season als Headcoach: Danijel Katusic.

Jacobi (l.) ist seit letzter Saison Coach der Offense-Line, Katusic Head- und Defense-Coach. ...

Das Orga-Team der Saints um Teammanager Andreas Henkel (2.v.r.). Fotos: Jonas Wenzel (Yowe)
Während Dustin Jacobi schon in der letzten Spielzeit Coach der Offense-Line war, kommt mit Jonas Heck ein Offense-Coordinator hinzu. Heck verfügt über Bundesliga-Erfahrung aus Braunschweig und soll die oftmals stockende Offense der Saints zu mehr Durchschlagskraft verhelfen. "Er hat uns schon ein gutes Stück geholfen", lobt Katusic Heck und geht mit Optimismus in die anstehende Season.
"Für mich als Coach ist das immer aufregend, weil man vor dem ersten Spiel nie genau weiß, wo man steht. Ich bin mir aber sicher, dass wir gut vorbereitet sind", ist Katusic guter Dinge, dass auch das Spieljahr 2019 ein erfolgreiches wird. Zwar gingen beide Testspiele gegen Rüsselsheim und Erfurt verloren, in Videoanalysen habe man die Begegnung aber studiert und wolle so die gemachten Fehler abstellen. Schließlich soll gegen die WildBoys ein gelungener Start in die Landesliga-Saison gelingen.

Freut sich auf den Start und in dieser Saison fünf Heimspiele: Teammanager Henkel. ...
Die Zusammensetzung der Spielklasse hat sich in diesem Jahr wieder geändert, denn Rheinland-Pfalz ist wieder mit dazugekommen. Auswärtsfahrten werden die Saints künftig bis nach Pirmasens und Trier führen, die neuen Gegner seien schwer einzuschätzen. "Pirmasens und die Mosel Valley Tigers waren im letzten Jahr vorne mit dabei. Wie sie im Vergleich zu den hessischen Mannschaften stehen, muss man aber abwarten. Hanau, Nauheim und Wetterau sollten aber machbare Gegner sein", ordnet Teammanager Andreas Henkel die Liga ein.
Dass die Landesliga in diesem Jahr wieder aus sechs Mannschaften besteht und die Saints fünf statt nur drei Heimspiele, die wieder unter Mottos gestellt werden, bestreiten dürfen, freut den Teammanager. "Jedes Heimspiel ist wichtig. Dass die Unterstützung da ist, haben wir im letzten Jahr gesehen. Obwohl es nur drei Spiele waren, waren es addiert 1.500 Zuschauer. Ich bin froh, dass wir in diesem Jahr mehr Heimspiele haben und hoffe, dass keiner mehr zurückzieht", so Henkel, der in der Organisation künftig von Mirko Diegelmann und Frank Schreiner unterstützt wird.

Bringt sich als Bindeglied ein: O-Line-Coach Jacobi.
Auch was das spielende Personal angeht, hat sich im Kader der Saints einiges getan, denn zehn bis 15 Rookies haben sich den "Heiligen" angeschlossen. Auch bei den Besetzungen der Positionen gab es Veränderungen, die wohl größte betrifft Patrick Dentler, der nicht mehr als Receiver, sondern künftig als Quarterback agieren wird. Demgegenüber steht mit Quarterback Steven Britton ein "herber Abgang, den wir irgendwie kompensieren müssen" (Katusic).
Nachdem die Trainingsbeteiligung zwischenzeitlich zu Wünschen übrig ließ, sei rechtzeitig zum Start in die neue Season der Tatendrang bei den Saints zurückgekehrt. "Die Off-Season ist halt so extrem lange, dass man irgendwann einfach eine Pause braucht. Aber je näher die Season kommt, umso motivierter ist man wieder", erklärt Katusic und gibt die Zielsetzung vor: "Wenn man nicht gewinnen will, braucht man erst gar nicht anfangen. Wir wollen wieder um den Aufstieg mitspielen." Nach Rang zwei im Vorjahr nehmen Fuldas starke Jungs nun einen neuen Anlauf, die Landesliga zu verlassen und in die Oberliga aufzusteigen. (Tobias Herrling)
Die Spiele der Fulda Saints in der Übersicht:
Samstag, 4. Mai, 15 Uhr: Nauheim WildBoys (A)
Samstag, 18. Mai, 15 Uhr: Hanau Ravens (H, Antonius Netzwerk Mensch Gameday)
Samstag, 1. Juni, 15 Uhr: Nauheim WildBoys (H, Health Care Gameday)
Sonntag, 9. Juni, 15 Uhr: Hanau Ravens (A)
Samstag, 15. Juni, 15 Uhr: Mosel Valley Tigers (A)
Sonntag, 30. Juni, 15 Uhr: Wetterau Bulls (A)
Samstag, 6. Juli, 15 Uhr: Wetterau Bulls (H, Salute to Service Gameday)
Samstag, 13. Juli, 15 Uhr: Pirmasens Praetorians (H, American Sports Gameday)
Samstag, 20. Juli, 15 Uhr: Mosel Valley Tigers (H, Fulda Family Gameday)
Samstag, 17. August, 15 Uhr: Pirmasens Pritaerions (A) +++ 