SCHLÜCHTERN „Diese Variante wäre die Katastrophalste"

Demonstration gegen ICE Trassen Variante 4 in Schlüchtern

14.05.19 - Die Stimmung unter den knapp 100 Demonstranten vor der Stadthalle in Schlüchtern war am Montagnachmittag deutlich angeheizt. Grund dafür war die nun mehr 17. Sitzung des Dialogforums der DB Netz AG zur Ausbau-/Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda. Dabei stand die Trassen-Variante 4 im Fokus, die unter anderem eine 35 Meter hohe und 600 Meter lange Brücke zwischen Steinau und Schlüchtern-Niederzell und eine weitere 700 Meter lange und 50 Meter hohe Brücke in der unmittelbaren Nähe zur Schlüchterner Innenstadt vorsieht.

Fotos: Lena Riemann

Das lautstarke Dröhten und schrille Pfeifen der Demonstranten war durch die ganze Schlüchterner Innenstadt zu hören. Versammelten hatten sich die gut 100 Protestler vor der Stadthalle und warteten auf den Beginn des Dialogforums. "Wir erhoffen uns heute eine genauere Aufklärung", erzählte Andreas Uhlmann, 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative Oberes Kinzigtal, "das letzte Mal fehlten so einige Details über die Variante 4." Eingeladen hatte die Überinitiative zur Demonstration gemeindeübergreifend.

Die geplante ICE Trasse Variante 4 sieht vor allem zwei Brücken durch den Bergwinkel vor. Zum einen eine Brücke zwischen Steinau und Niederzell, die knapp 35 Meter hoch und 600 Meter lang sein soll und zum anderen eine Brücke zur unmittelbaren Nähe der Schlüchterner Innenstadt, die weitere 700 Meter lang und 50 Meter hoch sein soll. "Variante 4 wäre die katastrophalste für die Region. Sie würde die ganze Landschaft im Kreis Schlüchtern zerstören", so Uhlmann. Der Vorsitzende der Initiative hofft nun, dass die Bahn konkrete Pläne offen legen kann. Auch aus den Reihen der Demonstranten wurde Kritik laut. Vor allem junge Eltern äußerten sich dahingehend, dass diejenigen, die über die Trassen-Varianten entscheiden, es in naher und auch ferner Zukunft nicht betreffen wird.

Auch Bürgermeister Matthias Möller (v.l.) aus ...

Am Dialogforum selbst nahmen in Schlüchtern nicht nur die Bürgermeister und Vertreter der Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis teil, auch Initiativen wie ProBrachttal oder Zu(g)kunft Kerzell waren anwesend. Zudem Umweltorganisationen wie der BUND. Die Vertreter der Bahn hingegen verspäteten sich zur nicht öffentlichen Sitzung. Die Pressevertreter mussten nach Eröffnung der Versammlung den Sitzungssaal verlassen. (Lena Riemann) +++


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