Beim Teslatreffen auf dem Gelände der RhönEnergie Fulda - Fotos: Marius Auth

FULDA 300 Fahrzeuge bei RhönEnergie

"Strom statt Dino-Technologie": Tesla-Treffen für Elektro-Enthusiasten

19.05.19 - Elektroautos sind unterwegs in Richtung Massenmarkt, noch profitieren Fahrzeuge und Fahrer aber vom Distinktionswert des Außergewöhnlichen. Das zeigte sich auch am Samstag bei Europas wohl größtem Tesla-Treffen in Fulda, zu dem 300 flüsterleise Stromer kamen: Statt Pferdestärken wurden Kilowattstunden bejubelt, geprotzt wurde mit Sparsamkeit.

Rund 700 Kilometer hat Wolfgang Huller aus Freiburg im Breisgau von der niederländischen Küste in die Barockstadt zum Tesla-Treffen zurückgelegt, in zwei Etappen. Mit nur 15 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, wie der Rentner, der damit den Pokal für die längste Anfahrt einheimsen kann, sich beeilt, der Menge durchs Megafon zuzurufen. Die ist begeistert: Quasi-Fetisch des Tesla-Fahrers ist das riesige Display auf der Mittelkonsole, das in den neuesten Modellen alle anderen Anzeigen ersetzt. Darauf die Verbrauchskurve, die aus dem sparsamen Fahren ein grafisches Abenteuer und aus der Not eine Tugend macht. 500 Kilometer hält das Tesla Model 3, das seit Februar 2019 auf dem deutschen Markt erhältlich ist, durch - in der Theorie. Auf der Autobahn und ohne Rückenwind wird es schnell weniger. Der Tesla-Fahrer passt sich an und nascht Strom, wo er kann: "Im Model 3 wird auf dem Display die Ladeinfrastruktur auf einer Karte angezeigt. Alle 150 Kilometer gibt es schon Schnell-Ladestationen, aber viele Nutzer laden auch zwischendurch an normalen Stationen, um die Reserven erst gar nicht anzutasten", erklärt Initiator Dirk Röder, ursprünglich aus Fulda, der auf Youtube zum Treffen aufgerufen hat. Weil die "Super Charger" den Akku sehr strapazieren, laden viele Enthusiasten auch lieber zu Hause, am "Trödelstrom". Nach acht Stunden ist die Automobil gewordene Zukunft dann wieder startklar.

Initiator Dirk Röder

Christoph Hau von der RhönEnergie Fulda


Zwei Jahre mussten deutsche Tesla-Fans aufs Model 3 warten - kognitive Dissonanzen kommen keine auf. "Man kauft Mobilität, kein Auto. Das Model 3 ist das einzige langstreckentaugliche E-Fahrzeug auf dem Markt. Tesla wurde am Anfang von den deutschen Herstellern belächelt, das ist jetzt anders", ergänzt Mitorganisator Timo Schadt. Rund ums E-Fahrzeug ist ein Ökosystem an Produkten und Dienstleistungen entstanden, samt zugehöriger Stromer-Fankultur: "Mit Strom gegen den Strom", "Tesla ist sexy", "Technik, die (wirklich) begeistert" ziert die T-Shirts der Fahrer, gepflegter Nonkonformismus bestimmt das Fachsimpeln am Gerät. "Mit Strom kann ich intelligent planen, außerdem bin ich unabhängig und muss nicht zur Dinosaurierpipi-Bude", raunt es vom Mittfünfziger, der das Demo-Mobil des Telekom-Dienstleisters "Get Charge" inspiziert. Durch deren App soll es bald möglich sein, neben dem Tanken weitere Dienstleistungen vergünstigt zu bekommen. Vorträge im Informationszentrum der RhönEnergie Fulda runden das Programm ab: E-Auto-Fahrer können sich durch staatliche Förderung ihre Vorreiterrolle versüßen, die Bundesregierung prüft derzeit eine Verlängerung des Umweltbonus über den 30. Juni 2019 hinaus. (mau) +++

Planer Timo Schadt

Team vom "T-Magazin"

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