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REGION 311 Fälle in Hessen

Ein erschreckender Trend: Zahl der Kindesmisshandlungen in Hessen steigt

06.06.19 - "Für Hessen ist das ein negatives Ergebnis - auf Bundesebene gibt es seit Jahren kaum Veränderungen", sagte Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe, dem hr. Aus den neusten Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) geht erschreckendes hervor: In Hessen steigt die Zahl der Kindesmisshandlung, entgegen dem Bundestrend.

Wie der hr berichtete, hat es im vergangenen Jahr in Hessen 311 Fälle von Kindesmisshandlung gegeben. 2017 waren es noch 278 Fälle. Obwohl die Zahlen in Hessen steigen, entwickelt sich der Trend bundesweit in die entgegengesetzte Richtung. So verzeichnete das BKA im Jahr 2018 Deutschlandweit 4.189 Fälle, im Jahr zuvor 4.208.

Becker appellierte gegenüber dem hr, dass es vor allem in den Kitas, Schulen und dem nahen Umfeld der Kinder an Zivilcourage fehlte, Auffälligkeiten anzuzeigen um so früh wie möglich Hinweisen nachzugehen. "Ich sage immer: besser ein Fehlalarm als ein weiteres totes Kind", so Becker. Hinweise auf Misshandlungen können beispielsweise Verletzungen sein, für die es keine plausible Erklärung gibt oder sich die Angabe der Eltern und der Kinder bezüglich eines Vorfalls, bei dem ein Kind verletzt wurde, nicht übereinstimmt. "Zum Beispiel, wenn ein Kind angeblich einen Topf mit heißem Wasser vom Herd heruntergerissen haben soll, aber die Verbrühungen am Rücken hat", sagte Becker gegenüber dem hr.

Die meisten Verbrechen gegen Jungen und Mädchen werden vor allem von denen begangen, die den Kindern am nächsten stehen. Wie den Eltern, Pflegeeltern, Lebensgefährten eines Elternteils, Betreuern oder Pflegepersonal. Bei solchen Misshandlungen handele es sich zumeist um Wiederholungsfälle. Die so entstandenen Verletzungen sind auch für Außenstehende sichtbar und müssen ärztlich versorgt werden. "Wir kennen Fälle, in denen Kinder verbrannt, ihnen die Zähne herausgebrochen und sie verbrüht werden. Kindesmisshandlung lässt sich nicht so einfach kaschieren", sagte Becker gegenüber dem hr. (Lena Riemann)+++


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