Wolfgang Buff, Referent für Friedensbildung - Foto: attac Bad Hersfeld

BAD HERSFELD Wolfgang Buff, Referent für Friedensbildung

Kirchlicher Friedensdienst contra Militärdienst

11.06.19 - "Werben für den Frieden - ziviler und kirchlicher Friedensdienst contra Militärdienst" so war der Vortrag überschrieben, mit dem Wolfgang Buff, Referent für Friedensbildung bei den Kirchen die Werbung der Bundeswehr aufs Korn nahm. Anhand von vielen Beispielen machte er deutlich, wie professionelle (und teure) Werbefirmen im Auftrag der Bundeswehr Jugendliche unter achtzehn Jahren ansprechen, indem sie deren Suche nach Abenteuer, Kameradschaft, Engagement benutzen, um den Auftrag der Bundeswehr als einen Job wie jeder andere darzustellen, bei dem man Berufsausbildung mit Karriere verbinden kann.

Dass Soldaten ausgebildet werden, um zu töten, wird verschwiegen. Auch der Ausspruch von Verteidigungsminister Rühne nach 1990 "Wir müssen die Bevölkerung an Gefallene gewöhnen", kommt nicht vor. Es geht darum, Jugendlichen möglichst frühzeitig ein attraktives, die Kriegswirklichkeit verharmlosendes Bild des Soldatentums in die Köpfe einzupflanzen. Dazu werden viele Werbetricks eingesetzt, zum Beispiel werden Pizzafirmen, die Pizzas vorwiegend an Jugendliche und Studenten ausliefern, mit Werbeverpackungen der Bundeswehr ausgestattet, eine Form von Schleichwerbung, die sozusagen im Alltag die Vorstellungen von jungen Menschen militärisch überformen.

Demgegenüber sind die vielfältigen Formen der Friedensarbeit, die zum Beispiel vom Entwicklungshilfeministerium oder vom Außenministerium und von den Kirchen unterstützt werden, kaum bekannt, obgleich Studien besagen, dass in den letzten Jahrzehnten Konflikte, die über Gewalt gelöst werden sollten, meist gescheitert sind wie der Irakkrieg oder die Situation in Afghanistan. Demgegenüber stehen Konflikte, die über Mediationsprozesse, das heißt über ausgebildete Friedenskräfte wie zum Beispiel eine kirchliche Friedenskraft, die ohne Unterstützung des Militärs Schulen für Mädchen in Afghanistan aufgebaut hat, erfolgreicher waren. Gruppen, die unter dem Dachverband des zivilen Friedensdienstes /ZFD) arbeiten, müssten viel bekannter sein.(pm/Futterlieb, attac Bad Hersfeld) +++


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