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14.02.09 - SPORT

0:3 Niederlage des TTC FD-Maberzell gegen Ochsenhausen - "Bitterböse"

Nach drei 3:0-Siegen in Folge ist der Waldner-Klub Fulda-Maberzell heute in Ochsenhausen bitterböse unter die Räder gekommen. 0:3 hieß es bei einem allerdings phänomenal aufspielenden Gegner nach nur 85 Minuten reiner Spieldauer. Vor 600 begeisterten Zuschauern in Biberach hatte nur Wang Xi eine echte Siegchance beim 2:3 gegen den sich auch taktisch eminent stark präsentierenden Tiago Apolonia. Die Oberschwaben entwickeln sich immer mehr zum Hauptverfolger des Führungsduos aus Düsseldorf und Frickenhausen/Würzburg, Fulda hat dagegen eine Schlacht verloren, liegt aber immer noch aussichtsreich im Rennen um die Play-Off-Plätze.

Durch ein in dieser Deutlichkeit nicht unbedingt erwartetes 3:0 (11:6, 11:8, 11:4) des Rumänen Adrian Crisan gegen "Oldie" Jan-Ove Waldner, der körperlich nicht ganz fit wirkte, legten die Oberschwaben vor und gingen in Führung. Anschließend standen sich Tiago Apolonia (Foto) und Wang Xi gegenüber, der siegen musste, um sein Team aussichtsreich im Spiel zu halten. Doch es misslang. Der phasenweise wie entfesselt aufspielende 22-jährige Portugiese gewann das hochklassige Fünfsatzmatch mit sehenswerten Vorhand-Rallyes beider Akteure (11:7, 3:11, 11:7, 2:11, 11:6). Dabei agierte Apolonia taktisch äußerst clever, griff nicht bedingungslos an und zwang den Chinesen immer wieder zu Fehlern. Es wurde deutlich, warum es ein geschickter Schachzug der TTF für die Zukunft war, den Vertrag mit dem umworbenen Südeuropäer zu verlängern.

Nun drohte den Osthessen das schnelle Ende, da nach der Pause Robert Svensson gegen die Nummer neun der Weltrangliste, Chuang Chih-Yuan, klarer Außenseiter war. Zwar gab der Linkshänder aus Schweden sein bestes, aber das reichte nicht. 11:9, 6:11, 11:9 und 11:7 hieß es am Ende für den kleinen, wendigen Taiwanesen, der damit den Kantersieg seines Teams besiegelte.

TTF-Präsident Rainer Ihle war verständlicherweise rundum zufrieden: "Mit diesem Sieg blicke ich sehr zuversichtlich Richtung Play-Offs. Die Mannschaft hat mich heute überzeugt. Alle drei Spieler haben sehr gut gespielt und wir waren das klar bessere Team."

Jan-Ove Waldner haderte mit seiner eigenen Leistung: „Ich war heute nicht gut, vielleicht hat mir die vierwöchige Spielpause nicht gut getan und ich bin aus dem Rhythmus gekommen." Seinem Team bietet sich am 22. Februar in Jülich die Gelegenheit, zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Ochsenhausen hat ein schweres Spiel vor der Brust. Man muss in acht Tagen zum Schwabenderby nach Plüderhausen reisen - den Remstalern unterlag man bereits zweimal in der laufenden Saison.

Am morgigen Sonntag stehen zwei weitere, mit Spannung erwartete DTTL-Begegnungen an, nämlich der Auftritt des Tabellenzweiten TTC Müller Frickenhausen/Würzburg gegen den SV Werder Bremen (14:30 Uhr, s.Oliver-Arena, Würzburg) sowie das Duell der Play-Off Anwärter zwischen dem TTC Zugbrücke Grenzau und Ligacupsieger SV Plüderhausen (15 Uhr). +++

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