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22.02.09 - SPORT

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell siegt in Jülich mit 3:2 - wichtige Punkte

Die Play-Off-Anwärter aus Fulda und Grenzau sind am heutigen Fastnachtssonntag mit einem blauen Auge davongekommen und konnten sich beide in ihren schwerigen Auswärtspartien mit 3:2 ins Ziel retten. Für Fulda bedeutet das zugleich auch eine Sicherung des vierten Tabellenplatzes, der zur Teilnahme an den Play-Offs berechtigt. Besonders für die Osthessen hatte es zunächst bei einem 0:2-Pausenrückstand in Jülich bitterböse ausgesehen. Doch Jan-Ove Waldner, Wang Xi sowie das Doppel, in dem Spielertrainer Qingyu Meng an der Seite von "Waldi" sein Saisondebüt gab, rissen das Spiel noch aus dem Feuer.

Beinahe hätte der TTC indeland Jülich trotz der langen "Winterpause" seinem Ruf als Favoritenschreck erneut Ehre gemacht: 2:0 führten Roßkopf & Co. vor nur 250 Zuschauern gegen den Play-Off-Anwärter aus Osthessen. Taku Takakiwa schlug zunächst Robert Svensson glatt und Altmeister "Rossi" setzte sich überraschend gegen Wang Xi in fünf Sätzen durch (5:11, 6:11, 13:11, 17:15, 11:7).

Jan-Ove Waldner sorgte durch ein ungefährdetes 3:0 über Paul Drinkhall für neue Hoffnung im Fuldaer Lager. Abwehrass Wang, von der Schlappe gegen den 39-jährigen "Mister Tischtennis" einigermaßen erholt, stellte gegen Takakiwa den Ausgleich her - allerdings war sein 11:5, 9:11, 11:5, 8:11, 11:9 nichts für schwache Nerven. Viel fehlte in diesem Match nicht zum möglichen 3:1-Endstand für die Herzogstädter.

Doch es kam anders und die Entscheidung musste im Doppel fallen. Und auch das war wieder reine Nervensache, bei der die hessische Kombination Meng/Waldner einen Tick abgeklärter agierte als das Jülicher Duo Roßkopf/Drinkhall und durch ein 8:11, 11:8, 9:11, 11:8, 11:8 die Fuldaer Fans erlöste. Insgesamt 165 Minuten hatten Waldner & Co. zittern müssen, bis klar war, dass sie den auch psychologisch ungemein wichtigen vierten Tabellenplatz verteidigen konnten.

Um Jahre gealtert dürfte Fuldas Führungsriege aus Bremen in die Rhön zurückgekehrt sein. Wer Stefan Frauenholz, Claus-Dieter Schad, Michael Hodes und Hans-Joachim Frohnapfel kennt und weiß, wie engagiert sie bei den Spielen ihres Klubs mitfiebern, kann ermessen, dass die hochdramatischen zweidreiviertel Stunden von Bremen mitsamt dem Herzschlagfinale nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen sein können, auch wenn das Happy End dann sicher für einiges entschädigt hat.

Den tapferen Jülichern aber, die wirklich gutes Tischtennis geboten haben, muss man attestieren, ein gleichwertiger Gegner gewesen zu sein, der einfach in den entscheidenden Momenten einen Tick weniger Glück hatte. Man bleibt auf Platz acht, braucht sich aber bei sechs Punkten Vorsprung vor Gönnern keine Sorgen zu machen, was den Klassenerhalt betrifft.

Fuldas Anhang muss sich nun bis zum 4. April gedulden. Dann kommt es zum Hessenderby gegen Gönnern. (DTTL) +++

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