Aus den Konjunkturpaketen von Bund und Land fließen der Gemeinde Eichenzell im Kreis Fulda in nächster Zeit ca. 1,05 Millionen Euro zu. Förderbereiche sowie Förderschwerpunkte sind u. a. Sport-und Kindertagesstätten, Dorfgemeinschaftshäuser, die energetische Sanierung sowie der Ausbau der kommunalen Infrastruktur. „Es gilt jetzt getreu dem Motto des Bundes der Steuerzahler Hessen zügig aber wohl überlegt die zusätzlichen Investitionen in Angriff zu nehmen, damit die Konjunktur angekurbelt werden kann, damit der heimische Mittelstand die notwendigen Aufträge erhält und so die Arbeitsplätze in unserer Region gesichert werden, und dadurch die Gemeinde Eichenzell weiterentwickelt wird“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Eichenzeller SPD, Günter Strelitz.
Mit den zusätzlichen Mitteln sollte nach Auffassung der SPD schnell das DFB-Mini-Spielfeld in Eichenzell realisiert werden, sodass noch in diesem Jahr die Kinder und Jugendlichen den „Bolzplatz“ in Betrieb nehmen können. Daneben könnten die CDU und die Herrn Joachim Bohl und Johannes Link endlich den Worten auch Taten folgen lassen indem sie sich für den im Bürgermeisterwahlkampf versprochenen Kunstrasenplatz einsetzen und diesen auch realisieren. Der Landkreis Fulda würde nach entsprechenden Zeitungsartikeln 250.000 Euro der Gesamtkosten übernehmen, so dass für die Gemeinde Eichenzell noch 200.000 Euro aufzuwenden wären. Von dieser Lösung könnten sowohl die Vereine, wie auch die Schulen ganz wesentlich profitieren.
Ein weiteres wichtiges Projekt, das mit den Mitteln verwirklicht werden kann ist der Kerzeller Kindergarten, der grundlegend saniert werden muss, damit dort dauerhaft nicht schlechtere Bedingungen herrschen, als in anderen Eichenzeller Einrichtungen. Der Umbau würde die Voraussetzungen für eine moderne Kindertagesstätte schaffen und daneben könnte die energetische Sanierung realisiert werden. Dadurch würde die Gemeindekasse dann langfristig durch sinkende Unterhaltungskosten entlastet. Es gilt zu prüfen, bei welchen anderen gemeindlichen Gebäuden eine energetische Sanierung durch Dämmung, Erneuerung der Heizungsanlage oder den Einbau von neuer Regelungs- bzw. Steuerungstechnik erforderlich und ratsam ist. Auch hier gilt nach Strelitz das Motto „zügig aber wohl überlegt“.
Ganz wichtig ist auch der SPD in Eichenzell die Entwicklung der kommunalen Infrastruktur. In diesem Rahmen sollten z.B. in Zusammenarbeit mit der IGIR Akzente zur Verbesserung der Infrastruktur im Industriegebiet gesetzt werden, von denen beispielsweise bei Straßen und Gehwegen auch ganz erheblich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sowie die anliegende Bürgerschaft profitiert. Insbesondere scheint auch der Ausbau der Breitbandversorgung für schnelle Internetanschlüsse ratsam, denn das ist einer der Faktoren, der auch über die Konkurrenzfähigkeit und damit über die Arbeitsplatzsicherheit entscheidet. In dieses Paket kann man dann auch Schallschutzmaßnahmen packen, damit mehr getan wird, als Gutachten zu erstellen.
Bürger- bzw. Gemeinschaftshäuser werden auch als Förderbereiche angeführt. Hier stehen nach Strelitz mindestens zwei Maßnahmen auf dem Plan, nämlich der Neu- oder An-/Umbau in Welkers, der auf die Jahre 2011/2012 geschoben wurde und der Anbau für das Bürgerhaus Büchenberg, der für 2010 vorgesehen ist. Die Bürgerschaft von Welkers muss viele Belastungen ertragen und hat Anspruch auf den Neubau einer multifunktionalen Mehrzweckhalle. Der Anbau in Büchenberg könnte wohl recht zügig realisiert werden, während mit Mitteln aus dem Sonderinvestitionsprogramm für Welkers aufgrund des hohen Planungsaufwandes eher die Anschubfinanzierung erfolgen kann.
Abschließend wünscht sich Strelitz, „dass Mitte März erste zählbare Ergebnisse und Konzepte auf dem Tisch liegen, und in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung die entsprechenden Grundsatzbeschlüsse gefasst werden können.“ +++