Der Landesvorsitzender des Weißen Rings in Hessen stellte im Gespräch mit O|N die neue "No Stalk App" vor. - Fotos: Kevin Kunze

FULDA "Stalkern das Handwerk legen"

Stalking-App wird am Samstag dem hessischen Innenminister vorgestellt

05.09.19 - Jedes Jahr gibt es schätzungsweise 200.000 bis 300.000 Stalking-Fälle in Deutschland, dabei ist die Dunkelziffer noch deutlich höher. Mit einer vom "Weißen Ring" entwickelten "No Stalk App" soll es den Betroffenen nun leichter gemacht werden, Beweise zu generieren und zu sichern. Die App besteht aus verschiedenen Modulen, die Opfer können mit einem persönlichen Code festlegen, ob die Polizei auf die Daten zugreifen kann. Auch vor Gericht können die gesammelten Daten verwendet werden.

Der offizielle Flyer der neuen App, ...Screenshot: Weißer Ring

"Mithilfe unser entwickelten App ist es den Betroffenen nun endlich möglich lückenlos Beweise an die staatlichen Behörden zu übermitteln. Bei vielen derzeitigen Fällen ist die Beweislast für die Polizei oftmals zu dünn, um ein Verfahren einzuleiten", sagte der Landesvorsitzende des Weißen Rings Dr. Patrick Liesching im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Auch die momentane Rechtslage für die App habe man geprüft, außerdem besitzt die mobile Applikation eine TÜV-Zertifizierung.

Mit einer lückenlosen Dokumentation durch die verschiedenen Module kann die momentan winzige Aufklärungsrate von einem Prozent in Stalking-Fällen deutlich verbessert werden. In der App kann der Nutzer zwischen einzelnen Kacheln wählen, wie die betroffene Person, die Beweise sichern möchte. Möglich sind neben Fotos, Videos auch Audiodateien. Die Dateien werden dabei auf einen sicheren Server geladen. Nachdem der Nutzer damit einverstanden ist, darf die Polizei die Dateien nutzen. Auch eine direkte Verbindung zur Polizei oder einer Kontaktperson ist machbar. Zudem kann man auch im Notfall einen Alarmton antippen, der den Angreifer abschrecken soll.

Seit Mai 2019 ist diese Art der Beweisssicherung sowohl im App Store als auch für Android-Geräte kostenlos herunterladbar. Doch für die öffentliche Verbreitung der App, kommt aus diesem Grund am Samstag der Hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) nach Fulda. "Nur über die öffentliche Wahrnehmung kann es uns gelingen, die App für die potenziellen Nutzer bekannt zu machen", sagte Liesching dazu. Im Jahr 2018 durfte die Initiative des Weißen Rings allerdings schon einen Preis für ihr Projekt entgegennehmen. Bei der Google.org Impact Challenge wurden sie für ihr Leuchtturm Projekt ausgezeichnet und bekamen auch eine hilfreiche finanzielle Zuwendung. (Kevin Kunze) +++


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