Auf der IAA 2019 in Frankfurt - Fotos: Marius Auth

FRANKFURT/M. 12. bis 22. September

IAA 2019 eröffnet: Zukunftsbilder vernetzter Mobilität und PS-Boliden

12.09.19 - Die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) öffnet vom 12. bis zum 22. September wieder ihre Pforten. Einst galt die Messe als das weltgrößte Auto-Event überhaupt. Doch die über 120 Jahre währende Erfolgsgeschichte des deutschen Branchentreffs und Publikumsmagneten bröckelt zunehmend.

In einer rund einstündigen Veranstaltung wird Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 12. September die IAA offiziell eröffnen. Zudem werden VDA-Präsident Bernhard Mattes, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sowie John Krafcik, CEO von Waymo, sprechen. Direkt im Anschluss an die Eröffnung wird Angela Merkel im Rahmen eines Rundgangs die Messe besichtigen. Trotzdem stehen die Zeichen auf Veränderung: In diesem Jahr haben rund ein Dutzend Automobilhersteller der Frankfurter-Messe den Rücken zugekehrt und verzichten auf ihre Teilnahme. Darunter befinden sich so renommierte Marken wie Kia, Mazda, Peugeot, Toyota oder beispielsweise Volvo. Aus dem asiatischen Raum sind neben Hyundai und Honda nur noch ein paar chinesische Hersteller vertreten.


Die IAA 2019 ohne eine Reihe an wichtigen Autoherstellern? Eigentlich ist dies ein Pflichttermin für die Branche. Schließlich berichten mehr als zehntausend Journalisten aus Frankfurt über das Spektakel und in der Vergangenheit zählten insgesamt rund 100 000 Auto-Enthusiasten zu den Besuchern der IAA. Noch mehr Aufmerksamkeit als auf einer Auto-Messe könnte sich ein Fahrzeughersteller eigentlich nicht wünschen. Doch bereits schon auf der letzten IAA hatte sich ein Abwärtstrend abgezeichnet. Einige renommierte Importeure waren einfach nicht vertreten. Ein Trend, der sich für die krisengeschüttelte Branche genauso auf den Messen in Detroit, Los Angeles und Genf inzwischen weltweit ausgebreitet hat.


Aber auch die Messestände der deutschen Hersteller haben sich spürbar verkleinert. BMW gönnt sich diesmal keine exklusiv reservierte Messehalle mehr, sondern teilt sich zusammen mit Hyundai, Land Rover und Opel einen gemeinsamen Showroom. Mercedes hat den Auftritt ebenfalls spürbar verschlankt. Zur Produktpräsentation dienen in der Festhalle nur noch zwei Etagen, statt vorher der üblichen drei. Einzig Volkswagen setzt weiterhin auf Präsenz und gönnt sich zusammen mit den Submarken Audi, Lamborghini, Seat sowie Skoda eine gesamte Messehalle. Die 68. IAA hat sich also merklich gewandelt. Darum musste auch der Verband der Automobilhersteller (VDA) als Veranstalter auf die Flaute reagieren und hat im Vorfeld den Auftritt in Frankfurt maßgeblich verändert. Unter dem diesjährigen Motto: „Driving tomorrow“ stehen neben den automobilen Highlights, sowie alternativen Antrieben nun neuerdings auch branchenübergreifende Trends wie Vernetzung und Digitalisierung im Vordergrund.


Zum Beispiel in Form des neuen ID.3* von Volkswagen – dem ersten vollelektrischen Serienmodell der komplett neu entwickelten ID. Familie. Grundpreis: unter 30.000 Euro. Der ID.3 hat das Potenzial, den Durchbruch der Elektromobilität in der Großserie einzuleiten. Bereits 2020 ist geplant, dass Volkswagen weltweit 150.000 Elektroautos verkauft; ab 2025 sollen es mehr als eine Million pro Jahr sein. Das übergeordnete Ziel: eine CO2-neutrale Mobilität. Bis zur Mitte des Jahrhunderts will der Volkswagen Konzern mit der Strategie „goTOzero“ die gesamte Wertschöpfungskette, die Fahrzeuge selbst und die zu deren Betrieb benötigten Energien CO2-neutral abbilden. Zwölf sogenannte Zukunftsbilder beschreiben auf der 68. IAA mögliche Entwicklungen hin zu einem integrierten Mobilitätskonzept der Zukunft. Sie zeigen, wie ein automatisierter und vernetzter Verkehr natürliche Ressourcen, Raum, Fahrzeuge und Infrastrukturen besser nutzen und auf diese Weise Städte und Kommunen entlasten kann: Mobility Hubs, Carsharing oder selbstparkende Fahrzeuge sparen Raum, der für Wohnen und Leben frei wird. Zeitlich und räumlich flexible Preise für die Nutzung von Straßen und öffentlichen Verkehrsmitteln (Mobility Pricing) sorgen für eine gleichmäßigere Auslastung, die Verkehrsinfarkte verhindert und Fahrverbote unnötig macht. Automatisierte Züge fahren Strecken an, die heute stillgelegt sind, Fahrzeuge sollen sich sogar gegenseitig in gefährlichen Situationen warnen. (pm/ampnet) +++


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