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Bischof Sir John Thomas Kattrukudiyil (71) vor Schülern der ESS - Fotos: Christian Quanz

FULDA Internationalität an der ESS

Bischof Sir John Thomas Kattrukudiyil berichtet aus Nordost-Indien

23.10.19 - 140 Schülerinnen und Schüler der Eduard-Stieler-Schule (ESS) hatten nun in mehreren Vorträgen die Möglichkeit einen indischen Bischof einmal hautnah erleben zu dürfen. Sir John Thomas Kattrukudiyil berichtete vor mehreren Klassen des Beruflichen Gymnasiums, der Fachoberschule und der Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung über die Aufgaben seiner Diözese in Nordost-Indien.

In Deutschland ist die Region wegen ihres guten Tees, aber auch als das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt bekannt. So leben in der Region mehr als 200 indigene Völker mit eigenen Sprachen und Kulturen, die sich deutlich von den anderen in Indien lebenden Völkern unterscheiden.

Bereits seit Gründung der Diözese 2005 ist Bischof Sir John Thomas Kattrukudiyil (71) im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh zuständig für Bildung und Erziehung. Zwar finanziere die Kirche Krankenhäuser und Schulen. Dennoch könnten aus finanziellen Gründen oder wegen zu großer Entfernung nicht alle Kinder einer Familie eine Schule besuchen. Für viele Menschen sei der nächste Arzt erst nach einigen Tagen Fußweg erreichbar. Auch die Kindersterblichkeit sei sehr hoch. Ebenso wie die Polygamie sei die Form der Kinderehe rückläufig, obwohl die frühe Verheiratung von Töchtern eine Einnahmequelle für deren Eltern darstelle.

Durch Projekte in Schulen oder mit Straßentheatern kläre die Diözese von Bischof Kattrukudiyill über Menschenhandel auf. Mittlerweile fruchten die Aktivitäten der Kirche: Während nur etwa 10 Prozent der Alten lesen und schreiben können, sind es bei der jungen Generation 90 Prozent.

Paulina Hauser, Leiterin des Auslandsfreiwilligendienstes des Bistums Fulda in ...

Begleitet wurde Kattrukudiyil von der Leiterin des Auslandsfreiwilligendienstes des Bistums Fulda, Paulina Hauser. Hauser stellte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit vor, für sechs bis zwölf Monate soziale Dienste in Kamerun oder der Ukraine zu absolvieren. Abschließend bedankten sich Schulleiter Jörg Demuth und Abteilungsleiterin Anke Bischof bei den beiden Gästen für ihre ausführlichen und interessanten Ausführungen. Studienrat Christian Quanz hatte die Veranstaltung organisiert. (pm) +++


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