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Das Feuerwerk an Silvester könnte in Fulda bald der Vergangenheit angehören - Archivfoto: Martin Engel

FULDA DUH wünscht weiter freudige Jahreswechsel

Antrag gestellt: Wird das Feuerwerk an Silvester in der Domstadt nun verboten?

24.10.19 - Es ist eine uralte Tradition: Das Feuerwerk an Silvester sollte im vorchristlich-animistischen Glauben „böse Geister“ vertreiben und drückt heute vor allem die Vorfreude auf das neue Jahr aus. Doch damit soll nun in Fulda sowie in acht weiteren hessischen Städten Schluss sein.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte bereits im Juli 2019 in 31 Städten und Gemeinden formale Anträge auf Böller-Verbote für deren dicht besiedelte Innenstädte gestellt. Am Montag folgten nun bundesweit 67 weitere formale Anträge für alle Städte, deren innerstädtische Luft mit gesundheitsschädlichen Partikelkonzentrationen von 20 µg/m³ Feinstaub (PM10) im Jahresmittel belastet seien.

Da in Fulda die Feinstaubbelastung im Jahresdurchschnitt 21 Mikrogramm pro Kubikmeter betrage, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings ein Höchstbetrag von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter als empfohlener Höchstbetrag gelten würde, müsse das Silvesterfeuerwerk in der Domstadt folglich verboten werden, argumentiert die DUH.

Lieber wäre es den Umweltaktivisten, Fulda würde in Zukunft auf Licht- oder Lasershows setzen. Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir wünschen uns weiterhin freudige Feste zum Jahreswechsel – aber ohne verpestete Luft, brennende Häuser, verletzte Menschen und verängstigte Tiere durch archaische Schwarzpulver-Böllerei.“ Man erfahre aus der Bevölkerung eine breite Unterstützung von fast 60 Prozent laut einer Umfrage von YouGov, heißt es von Seiten der DUH weiter. „Nur eine Minderheit von 40 Prozent der Bundesbürger spricht sich für ein Fortbestehen der für die Luftreinhaltung sowie für die Gesundheit von Mensch und Tier abträglichen Silvester-Knallerei aus“.

Die DUH kritisiert, dass die Bundesregierung trotz jahrelanger Warnung der Umwelthilfe und ihres eigenen Umweltbundesamtes bisher untätig geblieben sei. Damit die Städte zukünftig noch einfacher und vor allem umfassend kommunale Böller-Verbote aussprechen könnten, fordert die DUH außerdem Bundesumweltministerin Svenja Schulze zur Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes, beziehungsweise Änderungen in der ersten Sprengstoffverordnung auf. (mr) +++


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