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Auf Zweikämpfe zwischen Bad Sodens Tuna Moaremoglu (l.) und Fliedens Andreas Drews wird es auch an diesem Wochenende wieder hinauslaufen. - Archivfoto: Frank Hau

REGION Vorschau zur Fußball-Verbandsliga

Keiner schaut im "Derby der Derbys" auf die Form

25.10.19 - Als "das Derby der Derbys" deklarierte Bad Sodens Trainer Anton Römmich das Aufeinandertreffen mit dem SV Flieden. Am Samstag kreuzen beide in der Fußball-Verbandsliga die Klingen. Außerdem: Johannesberg in der Rolle des Gejagten, Eichenzell wieder mit weniger Druck und die SGB-Reserve mit einer Pflichtaufgabe.

SG Bad Soden - SV Flieden (Samstag, 15 Uhr)

Erstmals in der Saison kann die SG Bad Soden auch geographisch von einem Derby sprechen, ist der SV Flieden doch der näheste Verbandsligist. Beide Teams werden nicht mit der breitesten Brust in das Spiel gehen. Die Buchonen verloren zuletzt ihre ersten zwei Spiele, Bad Soden wartet sogar schon seit vier Spielen auf einen Erfolg. "Ich denke, auf die Form wird keiner schauen, denn es ist ein Derby", sagt Bad Sodens Trainer Anton Römmich.

Am Spielstil wolle er nichts verändern, obwohl die offensive Einstellung zwar viele eigene Treffer beschert, allerdings auch einige Gegentore. "Ich denke, dass es ein offener Schlagabtausch wird. Wir können aber einiges verbessern. Wir müssen weiter herausschieben und mehr auf zweite Bälle gehen", sieht Römmich Lösungsansätze für die zuletzt sieben Gegentreffer in zwei Spielen.

Besonderheit über das Derby hinaus hat auch das Trainer-Duell, denn in Eichenzell spielte Römmich ein Jahr unter Zlatko Radic. "Trotz der Ausfälle haben sie noch viele Spieler auf Hessenliga-Niveau. Zlatko Radic als Taktikfuchs wird sich schon was einfallen lassen", schätzt Bad Sodens Trainer den Gegner top eingestellt ein. Bis auf die Langzeitverletzten Matthias Neiter und Lukas Ehlert, der schon wieder im Training ist, aber erst im neuen Jahr spielen wird, hat Bad Soden alle Mann an Board.

FC Eichenzell - SC Willingen (Sonntag, 16 Uhr)

Wie bei vielen anderen Mannschaften hat auch beim FC Eichenzell die kältere Jahreszeit zugeschlagen und für einige krankheitsbedingte Ausfälle gesorgt. So sind Mikael Avanesian, Jonathan Müller und Rudi Wasirow aktuell nicht im Training, für Sonntag fraglich sind zudem Dominik Schlag und Mehmet Bagci Koray. Die Chancen auf ein gutes Spiel der Britannia stehen dabei aber vielleicht gar nicht so schlecht.

"Ich erwarte Willingen als klaren Favoriten gegen uns. Was mich aufmuntert, weil wir gegen gute Mannschaften bessere Leistungen zeigen", sagt Eichenzells Spielertrainer Heiko Rützel. Allerdings müsse dies auch mal mit Punkten belohnt werden, was zuletzt häufig nicht der Fall war. Eichenzell kommt nun in entscheidende Wochen, nach dem Willingen-Heimspiel folgen Türkgücü Kassel und Melsungen.

Rützel erwartet Willingen als spielstark und auch -bestimmend: "Für ein Tor sind wir immer gut. Aber wir müssen sehen, dass wir als Mannschaft gut verteidigen." Da auch Hombressen/Udenhausen und Ehrenberg schwere Spiele vor der Brust haben, droht Eichenzell nicht unbedingt ein großer Rückschlag. Auf der anderen Seite könnte man mit einem Punkt oder gar deren drei im Heimspiel Boden gut machen.

SG Johannesberg - SG Hombressen/Udenhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Erstmals in dieser Saison geht die SG Johannesberg als Tabellenführer und Gejagter in einen Spieltag. "Rolle hin oder her, wir wollen unsere Serie zuhause weiter ausbauen", zählt für SGJ-Trainer Zejlko Karamatic nur ein Sieg. Nachdem man Ende September gegen die SG Barockstadt II unterlag, folgten zwei 5:3-Heimsiege. Karamatic wird sich allerdings wünschen, das Spiel diesmal mit etwas weniger Gegentoren zu Ende zu spielen.

Einfach werde es nicht werden, so Johannesbergs Trainer, denn Hombressen/Udenhausen habe vor seinen Augen gegen die SGB-Reserve ein gutes Spiel gezeigt. Vor allem auf Dominik Lohne gelte es ein Auge zu werfen, der fast die Hälfte aller Tore des Aufsteigers erzielte (13 Treffer). "Wichtig ist es, von Anfang an hellwach zu sein", so Karamatic, denn vergangene Woche gegen Bad Soden hätte die Anfangsphase beinahe das ganze Spiel gekostet.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II - Melsunger FV (Sonntag, 15 Uhr)

Vier Punkte wollte SGB-Trainer Marco Lohsse aus den Spielen gegen Türkgücü Kassel und Melsungen sammeln. Drei sind es schon, doch ein Punkt wäre unter dem Strich gegen das sieglose Schlusslicht vielleicht doch zu wenig. Lohsse spekuliert auf jeden Fall mit einem Sieg: "Wir hätten dann 25 Punkte, was viel wert wäre." Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze wäre riesig, ein ausreichendes Polster also für die schweren Aufgaben vor der Winterpause.

Melsungen solle man aber nicht unterschätzen, so Lohsse, denn zuletzt gab es ein 1:1 gegen Vellmar. "Das ist eine Mannschaft, die tief stehen wird. Wir müssen Ruhe bewahren und unsere Chancen nutzen", gibt Lohsse vor. Personell sah die Woche alles andere als gut aus, viele Spieler fehlten aus verschiedensten Gründen. Fraglich für das Wochenende sind Daniel Heil (nur Lauftraining), Franz Ruppel und Lukas Hildenbrand (am Freitag bei der dritten Mannschaft) sowie Lukas Marvin Friedrich, für den ein Einsatz vielleicht noch zu früh kommt. "Wir wollen die Spieler auch nicht verheizen", will Marco Lohsse Vernunft walten lassen. (tw) +++


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