Der SV Großenlüder hat sich vor der Winterpause auf Platz fünf vorgeschoben. Künzell hingegen ist die Konstante der Liga, hat der TSV doch nun seit mehr als neun Spielen die rote Laterne inne. - Archivfoto: Jonas Wenzel (yowe)

REGION Künzell Konstante der Gruppenliga

Heimfestungen Müs, Thalau und FT - Hosenfeld lebt von Auswärtsstärke

20.11.19 - Die Hinserie der Fußball-Gruppenliga ist seit dem vergangenen Wochenende über den Tisch - Zeit für eine erste Halbzeit-Bilanz. Die Ausgeglichenheit und Verrücktheit der Liga wurde schon ausreichend in den Fokus gestellt. Wir haben uns die Liga mal genauer angeschaut und die bisherigen 18 Spieltage Revue passieren lassen.

Die heimische Gruppenliga war voraussichtlich noch nie so spannend und ausgeglichen zugleich, denn nach der ersten Hälfte der Spielzeit trennen den ersten potentiellen Absteiger Hünfeld und den Tabellenführer Hosenfeld lediglich sieben aberwitzige Punkte. Die Vereine sind wahrscheinlich die größten Verursacher dieser Situation, konnte doch kein Akteur in der laufenden Saison wirklich über Wochen konstante Leistungen abrufen. Gleichwohl scheint auch der Spielort eine große Rolle bei der Frage zu spielen, wer den Platz als Sieger oder eben als Verlierer verlässt. 

Müs, Thalau und FT als Heimmächte

Doch nicht immer hat das Heimrecht den größten Einfluss auf den Ausgang einer Partie, so steht beispielsweise Spitzenreiter Hosenfeld in dieser Statistik nur auf einem mageren zehnten Platz. Verlassen kann sich die Spielvereinigung zum Glück auf ihre Auswärtsstärke, denn dort thront die Mannschaft von Trainer Rodoljub Gajic unerreicht auf dem ersten Rang. Kaum auszudenken, wie die Gruppenliga aussehen würde, wenn die Hosenfelder eine ähnliche Heimmacht wie Müs, Thalau oder FT Fulda wären. Alle drei Teams führen nämlich diese Statistik mit 18 Punkten an. 

Allerdings wo Licht, da auch Schatten: Müs bewegt sich in der Auswärtstabelle mit Platz 14 im Abstiegsbereich, FT rettet sich auf Platz zehn und der FSV steht immerhin mit Platz sieben im Mittelfeld der Tabelle. Übrigens gibt es auch bei anderen Vereinen große Diskrepanzen zwischen Heim- und Auswärtsspielen, so kämpfen Bronnzell und Elters in fremden Gefilden um den Auftsieg, müssen sich vor den eigenen Fans zugleich Sorgen um den Ligaverbleib machen.

Künzell als einzige Konstante

Wenn ein Wort die Gruppenliga in diesem Jahr beschreiben müsste, wäre es wohl der neue Modebegriff Unkonstanz, hätten die Vereine nach jedem der Spieltage ihre Tabellenplatzierung doch eigentlich würfeln können. Hosenfeld steht dabei zwar seit dem 15. Spieltag an der Spitze, doch ein souveräner Tabellenführer sieht anders aus. Auch der Aufsteiger Aulatal hatte Mitte der Serie über ganze fünf Spieltage den Platz an der Sonne inne, damit also sogar die längste Dauer und hat sich nun auf einem sehr starken dritten Rang eingependelt.

Zwei Mannschaften, die ganz dem Motto folgen, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, sind Großenlüder und Oberzell. Die Teutonia, am zweiten Spieltag mit Platz 15 gestartet, hat sich langsam und heimlich bis auf Platz fünf vorgeschoben. Oberzell, sogar während den ersten fünf Partien durchgehend letzter, steht nun auf Rang sechs. Der RSV Petersberg ist schlecht gestartet, hat sich durch einen goldenen Herbst jedoch berappelt und beißt sich zum dritten Mal in der Spielzeit an Platz sieben fest. Das Gegenbeispiel zu den Eichhörnchen Großenlüder und Oberzell ist Bronnzell, durfte die Viktoria am zweiten Spieltag doch kurz Meisterschaftsluft schnuppern, um im Anschluss einen kontinuierlichen Abstieg zu erleben.

Auch der Rhöner Dreier-SG erging es ähnlich, Tabellenführer von Spieltag fünf bis sieben, nun punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz. Eine Konstante gibt es dann aber doch noch in der Gruppenliga, denn Schlusslicht Künzell hat seit dem neunten Spieltag nichts anderes mehr gesehen, als die Rückseiten der anderen Vereine. Ein schmissiger englischer Sportkommentator würde diese Gruppenliga wohl lautstark mit dem Wort "unbelievable" beschreiben und genau das ist diese Klasse auch, einfach unglaublich und unbeschreiblich. Besonders die Statistiken zeigen schön, wie keine Mannschaft über längere Zeit ein erbrachtes Level halten kann, unten bleibt zwar weitesgehend alles beim Alten, aber oben fürchten sich die Teams vor der eigenen Stärke. (Hendrik Erb) +++


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