Von links: Schulleiter Matthias Höhl, Referenten Louis Winkow, Sabrina Jaksch, Förderverein-Vorsitzender Richard Hartwig - Fotos: Marius Auth

FULDA Studien- und Berufsbörse

Von der Uni in die Schule: Ehemalige Domgymnasiasten beraten zur Berufswahl

25.11.19 - Damit Schüler nach dem Abi direkt im Wunschberuf oder -studium landen, investieren Schulen inzwischen viel Zeit in die Berufsvorbereitung. Um Schülern des Domgynasiums einen realistischen Einblick in Berufsfelder von der Architektur bis zur Zahnmedizin zu geben, standen am Freitag bei der Studien- und Berufsbörse Studenten und Berufspraktiker Rede und Antwort, die meisten ehemalige Domgymnasiastinnen und Domgymnasiasten.

Schule und Förderverein "Wir Freunde des Domgymnasiums" konnten in der Aula Oberschüler begrüßen, die neugierig waren darauf, was die einzelnen Berufsfelder im Studien- und Berufsalltag genau ausmacht. Darunter Schüler Manuel Bleuel aus der Q1 C, der sich fürs Duale Studium der Betriebswirtschaft interessiert. "Ich hoffe, hier einen Überblick zu bekommen, was man genau damit anfangen kann und welche Vorteile ein Duales Studium bringt. Mit der Theorie allein hat man nur eine vage Vorstellung - vor allem davon, was den Beruf dann in der Praxis ausmacht." Student Louis Winkow, der vor zwei Jahren am Domgymnasium sein Abi gemacht hat und nun im dritten Semester über die Sparkasse Fulda im südhessischen Eppstein BWL studiert, fand bei den Schülern vor allem mit dem Argument der finanziellen Unabhängigkeit Gehör: "Man verdient schon während des Studiums sein eigenes Geld. Dafür muss man aber arbeiten, wenn andere Semesterferien haben. Durch diesen Praxisbezug findet man sich allerdings gut in die Arbeitsabläufe des Unternehmens ein und kennt die einzelnen Bereiche schon, bevor man sich auf eine Stelle bewirbt."

In der Aula des Domgynasiums

Schulleiter Matthias Höhl

Förderverein-Vorsitzender Richard Hartwig

Gekommen waren neben den Schülern zahlreiche ...

Referent Louis Winkow erläuterte, wie sein ...

Schüler Manuel Bleuel


Förderverein-Vorsitzender Richard Hartwig, der die Studien- und Berufsbörse mit der Schule nach 2014 und 2017 bereits zum dritten Mal veranstaltet, erklärt, wie die Veranstaltung die regulären Berufsvorbereitungs-Maßnahmen unterstützen soll: "Die Idee kam damals von ehemaligen Schülern: Für die Berufe, ob Biochemie, Zahnmedizin oder Maschinenbau, sprechen jetzt vor Schüler-Kleingruppen jeweils ein Student und ein Berufspraktiker aus diesem Bereich. So wird sichergestellt, dass alle Aspekte der Laufbahn berücksichtigt werden können. Es gibt in Deutschland mehr als 20.000 Studiengänge - das ist eine überwältigende Auswahl für junge Menschen. Wir versuchen, wenigstens die großen Fachbereiche durch unsere Referenten abzudecken. Dabei ergeben sich für die Oberschüler häufig ungewöhnliche Perspektiven - zum Beispiel auf Studienfächer, die dann in der Berufspraxis so gar nicht mehr den Klischees entsprechen."

Inzwischen wird die Berufs- und Studienorientierung in der Oberstufe in Fächern wie Politik, Wirtschaft, den Naturwissenschaften und Deutsch selbst durchgeführt - zum Glück, meint Schulleiter Matthias Höhl: "Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Schüler nach dem Abschluss vor der Wand stehen und nicht wissen, wie es weitergehen soll. Betriebspraktika reichen nicht aus, die Schüler sollen sich schon während ihrer letzten drei Jahre intensiv Gedanken machen, für was ihr Herz schlägt. Das ist heute glücklicherweise viel stärker ausgeprägt als in früheren Zeiten, wo das Abitur das Hauptziel war und wenig über die eigentliche berufliche Entwicklung informiert wurde. Das große Angebot ist ja eigentlich ein Segen - wer mit der allgemeinen BWL nichts anfangen kann, hat vielleicht Interesse an einer der spezifischen Branchenausrichtungen." Besuche auf Fachmessen und Informationstage an Hochschulen ergänzen das Orientierungsangebot für die Schüler. Auf der Bildungsmesse in Fulda hat auch BWLer Winkow seinen Arbeitgeber gefunden: "Ich hatte mich dort bei großen Unternehmen umgeschaut, bei der EDAG sogar ein Vorstellungsgespräch gemacht. Wirtschaftsingenieurwesen war mir dann aber zu technisch. Man bekommt im Vorfeld schon ein gutes Gefühl für den jeweiligen Arbeitgeber, die Unternehmenskultur, das hilft sehr." (mau) +++


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