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Der HSV durfte einen 4:0-Sieg über die SG Johannesberg feiern - Fotos: Bernd Vogt

HÜNFELD Hünfelder SV - SG Johannesberg 4:0 (2:0)

Hünfeld deklassiert die SG Johannesberg

24.11.19 - Wer hätte gedacht, dass ein Spitzenspiel so klar entschieden wird? Mit 4:0 (2:0) gewann der Hünfelder SV das Fußball-Verbandsliga-Spitzenspiel gegen die SG Johannesberg. Während der HSV das Toreschießen den Gästen aus Johannesberg überließ und dennoch einen Auftritt hinlegten, der einem Spitzenreiter gerecht wird, hätte es für die Johannesberg nicht schlechter laufen können.

Beide Trainer änderten ihre Mannschaftsaufstellungen nur auf einer Position. Während beim Hünfelder SV Steffen Witzel für den verletzten Kevin Krieger zurück in die Mannschaft rutschte, stand bei der SG Johannesberg der zuletzt angeschlagene Niklas Zeller für Romain Mondo Mouegni in der Startelf.

Während beim Hünfelder SV alles nach Plan lief, hätte die SG Johannesberg nicht schlechter in den Verbandsliga-Spitzengipfel starten können. Das Spiel war noch jung und die Uhr zeigte die dritte Spielminute an: Hünfelds Maximilian Fröhlich tankte sich über die linke Seite durch, schlug den Ball flach und scharf in den Strafraum. Doch Fröhlich fand keinen Abnehmer aus den eigenen Reihen – aber Johannesbergs Außenverteidiger Jonas Lembach, der das erste Tor des Tages, ein Eigentor und damit das 1:0 für die Gastgeber erzielte (3.).

Allgemein wirkte die SGJ, im Vergleich zum Hinspiel, welches mit 3:0 gewonnen werden konnte, nervös. Bestes Beispiel war der Foulelfmeter in der sechsten Spielminute. Marius Löbig wurde von Christoph Neidhardt im Strafraum zu Fall gebracht. Für Schiedsrichter Felix Berger gab es hier keine Diskussion und die gelbe Karte für Neidhardt. Zum Strafstoß trat Niklas Zeller an. Von den Rängen hießt es, „Basti Ernst könnte ja auch mal einen halten“ – gar nicht nötig. Denn Zeller vergab die Chance auszugleichen und trieb den Ball am rechten Pfosten vorbei (6.). "Bis auf den Elfmeter haben wir keine Torchance vom Tabellenzweiten zugelassen. Die Mannschaft hat heute von eins bis elf, von der ersten bis zur letzten Minute ein super Spiel abgeliefert", sagte ein mehr als zufriedener HSV-Coach, Dominik Weber.

Das Spiel kannte nun nur noch eine Richtung, aber der HSV brauchte lang, um die Führung weiter auszubauen. Die Chancen waren aber da. Sowohl Andre Vogts Kopfball (21.), als auch Christoph Neidhardts Distanzschuss (25.) blieben erfolglos. Erst eine herrliche Einzelaktion Alexander Reiths führte zum Tor. Reith belohnte sich selbst und krönte seinen Lauf mit einem Tor aus 18 Metern (39.) – 2:0.

Zur Halbzeit zog Johannesberg Trainer Zeljko Karamatic die Konsequenzen und wechselte Zeller aus, für ihn kam Lars Jordan. "Niklas war noch nicht fit und es war ein Fehler ihn spielen zu lassen. Er war noch nicht soweit", sagte SGJ-Coach Karamatic deutlich. Doch auch nach dem Wechsel sollte es nicht werden. Während Hünfeld sich die Zähne ausbiss und einen maßgenauen Ball von Reith auf den zweiten Pfosten nicht verwandeln konnte (52.), überließ der HSV das Toreschießen dann doch den Johannesbergen. Auslöser war einmal mehr Alexander Reith, der erst Alexej Reksius nass machte und dann Slavcho Velkovski zum Eigentor zwang (65.).

Zwei Minuten vorher sah Johannesbergs Jonas Lembach die gelb-rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (63.)."Bitterer hätte es für uns heute nicht laufen können und das haben wir uns auch nicht gewünscht", blickte Karamatic zurück. Besonders wurmten ihn die Gegentore, aber was heißt hier Gegentore,"beim ersten Tor haben wir uns nicht schlau angestellt und der zweite Gegentreffer war ebenfalls zu vemeiden." Dennoch möchte Karamatic das Spiel nicht ganz ins Negative ziehen: "Das Positive ist, dass die Spieler in Unterzahl immer versucht haben weiter zu machen. Am Ende ist der Sieg für Hünfeld verdient."

Mit nun 47 Punkten baute der HSV die Tabellenführung weiter aus und hält die SG Johannesberg damit auf Distanz. "Wir haben 4:0 zu Hause gewonnen, also wir können echt zufrieden sein", sagte Weber abschließend, blickt aber auch schon in die nächste Woche, "ich hoffe, dass wir nächste Woche in Hombressen noch spielen." Natürlich blickte Weber auch noch einmal auf das Gastpiel in Johannesberg zurück: "Heute musste Johannesberg ein bisschen leiden, im Sommer haben wir gelitten." (fvo)

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Hünfelder SV: Sebastian Ernst - Marcel Dücker (69. Lukas Budenz), Nicolas Häuser, Daniel Kornagel, Andre Vogt, Julian Rohde, Steffen Witzel, Maximilian Fröhlich, Christoph Neidhardt (63. Aaron Gadermann), Sebastian Alles, Alexander Reith.

SG Johannesberg: Mitja Hofacker - Cosmin Calin, Jonas Lembach, Alexej Reksius, Nikas Zeller (46. Lars Jordan), Marcel Mosch, Marius Löbig, Patrise Gjocaj, Slavcho Velkovski, Sorin Leucuta (83. Robin Sorg), Dorian Vranjes.

Schiedsrichter: 
Felix Berger (Wehretal).

Zuschauer: 700.

Tore: 
1:0 Jonas Lembach (3., Eigentor), 2:0 Alexander Reith (39.), 3:0 Slavcho Velkovski (65., Eigentor), 4:0 Maxmilian Fröhlich (89.).

Gelb-Rote Karte: 
Jonas Lembach (63., SG Johannesberg, wiederholtes Foulspiel).

Besondere Vorkommnisse: 
Niklas Zeller (6., SG Johannesberg) verschießt einen Foulelfmeter. +++


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