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Jetzt also doch: die Planungen für die Ortsumgehung Wartenberg werden fortgesetzt. - Archivfoto: O|N

WARTENBERG / LAUTERBACH "Es ist ein langer Weg"

Jetzt doch: grünes Licht für Ortsumgehung Wartenberg

07.12.19 - Noch im November stand die Ortsumgehung Wartenberg / Lauterbach auf der Kippe. Denn Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir forderte eine erneute Abstimmung über die Ortsumgehung Wartenberg. Doch nun gibt es eine überraschende Kehrtwende - bei einer Infoveranstaltung zum neuen Sachstand der Ortsumgehung B254 am Donnerstagabend in Lauterbach berichtet Hessen Mobil, dass Wiesbaden nun doch grünes Licht für die Fortsetzung der Planungen gibt.

"Wir haben grünes Licht aus dem Ministerium, die Planungen fortzuführen", erklärt Hessen-Mobil-Regionalbeauftrager Ulrich Hansel auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS. Mit großer Erleichterung nahmen die heimischen Politiker die Botschaft auf: "Das ist eine gute Nachricht für Lauterbach, Wartenberg und die ganze Region", erklärt erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak. Nun heißt es, einige Dinge zu aktualisieren: Planungsänderungen müssen vorgenommen werden oder das Entwässerungskonzept muss geändert werden. "Außerdem muss die Verkehrsuntersuchung aktualisiert werden, das ist alles fünf Jahre erforderlich", so Hansel.

Es geht nun also doch voran - doch bis zur tatsächlichen Umsetzung sei es noch ein langer Weg. "Es wird wahrscheinlich ein zweites Anhörungsverfahren geben." Außerdem wird sich der Erörterungstermin verschieben, bei dem Hessen Mobil zusammen mit Gutachtern und Einwendern zusammenkommt. "Dieser findet wohl erst Ende 2022 oder in 2023 statt." Nach dem Erörterungstermin prüft das Regierungspräsidium alle Einwände - danach gingen die Unterlagen zur Bearbeitung des Planfeststellungsbeschlusses ins Wirtschaftsministerium. "Wenn es keine Klagen gibt, könnten die Planungen bis Ende 2025, Anfang 2026 abgeschlossen sein."

Das Ziel einer Ortsumgehung rückt also wieder ein Stückchen näher. Noch im November machten regionale Politiker ihren Ärger Luft und kritisierten Wirtschaftsminister Al-Wazir für seine Aussage, dass die beiden Gemeinden Wartenberg und Lauterbach und der Vogelsbergkreis erneut über die Ortsumgehung abstimmen sollen, um weiterhin prioritär zu bleiben. "Diese Aussage verletzt die Respektierung der kommunalen Beschlüsse", erklärte MdB Michael Brand im November. Auch Landrat Manfred Görig und erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak waren wenig begeistert von der Aussage: "Der Minister will uns den schwarzen Peter zuspielen", sagten sie verärgert. "Zur Erinnerung: Der Kreistag des Vogelsbergkreises hatte sich in seiner jüngsten Sitzung mit breiter Mehrheit für den Bau der Ortsumgehung Wartenberg ausgesprochen." (Luisa Diegel) +++


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