Neujahrsempfang in der Rhön-Kaserne mit Vorträgen zu Sicherheitspolitischen Themen. Das Bild zeigt von links: Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrum HAB Regierungsdirektor Matthias Hümmler, den Leiter des Gefechtssimulationszentrum Heer Oberst Jürgen Steinberger, Bürgermeister Gerd Kleinhenz, den Standortältesten und Kommandeur Bereich Truppenübungsplatzkommandantur SÜD Oberstleutnant Roman Jähnel, Sandro Kirchner (MdL), Landrat Thomas Bold und Brigardegeneral Heinz-Josef Feldmann - Foto: Marion Eckert

WILDFLECKEN Ausbildung für den Einsatz

Standort wird ausgebaut: 83 Millionen Euro für die Bundeswehr

21.01.20 - Der Empfang zum neuen Jahr des Marktes Wildflecken und der Rhön-Kaserne Wildflecken wurde als „Sicherheitspolitisches Seminar“ überschrieben. Viele gute Nachrichten gab es im Laufe der Vorträge für den Truppenübungsplatz, für den Markt Wildflecken und damit für die gesamte Region. Von eine Standortgarantie bis 2060 war die Rede und Investitionen in den nächsten Jahren in Höhe von 83 Millionen Euro.

Die Begrüßung der Gäste aus Politik, Militär, Wirtschaft, Kirchen und Behörden übernahm der Standortälteste und Kommandeur Bereich Truppenübungsplatzkommandantur SÜD Oberstleutnant Roman Jähnel. Gleichzeitig war es für ihn der letzte Neujahrsempfang in Wildflecken, wird er doch im März das Kommando nach Drei-Einviertel Jahren an Oberstleutnant Ralf Stachowiak übergeben. Eine weitere personelle Veränderungen kündigte er an: Oberstleutnant Peschel, als sein Stellvertreter und Kasernen-Kommandant wird am 1. Oktober seinen Dienst in Dresden an der Offiziersschule des Heers antreten. Wer ihm nachfolgt sei zurzeit noch nicht entschieden.

Im Truppenübungsplatz werde quasi ständig gebaut. So wurde der Zugangsbereich zur Rhön-Kaserne komplett verändert, die militärische Sicherheit sei deutlich verbessert worden. In diesem Jahre sollen zwei neue Unterkunftsgebäude mit einer Kapazität von 300 Betten, ein Wirtschaftsgebäude und eine Werkhalle fertig gestellt werden. Weitere Baumaßnahmen stehen an, unter anderem der Neubau der Feuerwache, der Neubau des Sanitätsbereichs, der Neubau von zwei Gefechtsstandgebäuden und der Neubau des Stabsgebäudes der Truppenübungsplatzkommandantur.

„Nach Stand heute sollen in den nächsten Jahren ca. 83 Millionen Euro in den Standort Wildflecken investiert werden“, gab Jähnel bekannt. Zudem ist die Rhön-Kaserne einer von drei Standorten des neuen Rechenzentrumsverbundes des Bundesministeriums der Verteidigung. In diesen Verbund soll über eine Milliarde Euro investiert werden. Dies sei eine weitere Facette für die Standortsicherheit Wildfleckens.

Für den Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrum HAB Regierungsdirektor Matthias Hümmler ist der Aufbau des Rechenzentrums in Wildflecken eine Standortgarantie bis mindestens 2060. „Die Bundeswehr baut in den kommenden zehn Jahren eine komplett neue digitale Infrastruktur auf. Einer der wichtigsten Knotenpunkte wird Wildflecken sein.“ Der Truppenübungsplatz Wildflecken sei an 202 Tagen für Schieß- und Ausbildungsvorhaben genutzt worden. Zu den Nutzern gehörten die Bundespolizei inklusive GSG9, die Landespolizeien Bayern, Hessen und Nordrhein Westfalen mit ihren SEK`s, verschiedene Infanterie- und Logistikverbände. Zirka 1 Million Schuss mit dem Gewehr G36 seien dabei abgegeben worden.

Ein Schwerpunkt lag auf der Modernisierung des Zielbaus, so wurden auf verschiedenen Schießbahnen mehr als 100 neue Schießplatzanlagen eingebaut. Es handele sich hierbei um den derzeit modernsten und erstmals selbst entwickelten Zielbau der Bundeswehr der funkferngesteuert und mobil sei und der über eine digitalisierte Trefferauswertung, sowie Freund-Feind-Funktion verfüge. Jähnel erinnert auch die Soldatinnen und Soldaten, sie sich zurzeit in zehn Auslandseinsätzen der Bundeswehr in Europa, Asien, Afrika sowie dem Mittelmeer befinden.

Auch zivile Ereignisse prägten das Leben in der Rhön-Kaserne. So sei die Schule Wildflecken nach 25 Jahren ausgezogen. Die damals 22 Klassen starke Schule brauchte ein Ausweichquartier. Mittlerweile sei die Schule deutlich kleiner, das Gebäude in Wildflecken wurde saniert und bietet nun genügend Platz für alle Schüler. Sehr gut angenommen werden die jährlichen Wandertage, die in diesem Jahr von Kothen aus starten werden.

Bürgermeister Gerd Kleinhenz freute es, dies vielen guten Nachrichten zur Zukunft der Rhön-Kaserne zu vernehmen, sei doch die Bundeswehr Garant für Arbeitsplätze. Die große Bautätigkeit komme den örtlichen Unternehmen und damit der Wirtschaftskraft der gesamten Region zugute. Sein Dank ging an alle Verantwortlichen der Bundeswehr für das partnerschaftliche und offene Zusammenleben am Bundeswehrstandort Wildflecken.

Sandro Kirchner (MdL) spannte den Bogen von der Weltpolitik über die Bundes- und Landespolitik zu den Herausforderungen vor denen die Bundeswehr heute stehe bis hin zum Standort Wildflecken, wo die Bundeswehr mitten in der Gesellschaft angekommen sei. „Wir sind Bundeswehr im Landkreis Bad Kissingen“, betonte er und verwies auf die große Bedeutung für die Wirtschaft und als Arbeitgeber. Ein weiteres Grußwort sprach der Leiter des Gefechtssimulationszentrum Heer Oberst Jürgen Steinberger. Über 3.000 Teilnehmer nahmen im vergangenen Jahr an Gefechtsstandübungen teil, 19 Nationen waren in Wildflecken vertreten. Über 900 Soldaten wurden im Gefechtsdienst und in der Taktik ausgebildet. Weitere Ausbauten im IT-Bereich seien beabsichtigt, vier Divisions- und drei Brigardeübungen sowie etwa 20 Zug- beziehungsweise Kompanieübungen stehen schon im Terminkalender. (me) +++


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