KÜNZELL Von Organspende bis Coronavirus

O|N-Exklusiv-Interview mit Gesundheitsminister Jens Spahn

25.01.20 - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kam am Freitag von der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos am Frankfurter Flughafen an, fuhr von da aus direkt zum Neujahrsempfang der CDU in Bad Vilbel und sofort anschließend weiter nach Künzell, wo er zu seinen hessischen Unionskollegen bei ihrer Klausurtagung sprach. Trotz dieses straffen Zeitplans antwortete der 39-Jährige fokussiert und versiert auf die Fragen der O|N-Redaktion zu diversen gesundheitspolitisch relevanten Themen.

Konzentriert und auf den Punkt: Gesundheitsminister ...Fotos: Martin Engel

Natürlich stand das Thema Organspende noch mal zur Debatte. Nach der Niederlage der Widerspruchslösung im Bundestag schien Spahn garnicht so niedergeschlagen, wie es sein Engagement für mehr Organspenden in Deutschland eigentlich erwarten ließ. Wir wollten wissen, wie es jetzt konkret weitergeht und vor allem wie die offenbar noch mangelhafte Koordination in den Krankenhäusern hinsichtlich mehr Spenden verbessert werden kann.

Der zweite Themenkomplex betraf die Krankenhäuser, die über massiven Druck seitens der Krankenkassen klagen. Das Klinikum Fulda moniert zum Beispiel, dass die Krankenkassen jede 3. Rechnung intensiv prüfen, ob der Krankhausaufenthalt überhaupt notwendig war und nicht zu lange dauerte - und deshalb nur mit erheblicher Verzögerung zahlen. Dem Klinikum werden so derzeit mehr als 20 Millionen Euro vorenthalten. Dem Minister sind diese Restriktionen natürlich bekannt und er gab Hinweise auf bereits angeschobene Lösungsmöglichkeiten.

Auch zur geforderten Krankenhaus-Konzentration äußerte sich Spahn im Interview. Laut einer Studie könnten die Patienten in Deutschland mit weniger als der Hälfte der Krankenhäuser deutlich besser versorgt werden. Die Zahl der Kliniken sollte von aktuell knapp 1.400 auf weniger als 600 sinken. Nur von den großen Häusern könnten genügend hochwertige Geräte und Fachärzte rund um die Uhr vorgehalten werden, heißt das durchaus einleuchtende Argument. Das Gesundheitsministerium fördert aber Kliniken in dünn besiedelten Gebieten jetzt mit 400 000 Euro pro Klinik. Spahn erläutert diesen vemeintlichen Widerspruch.

Mit Volker Bouffier und Manfred Pentz ...

Zum Schluss wolten wir noch wissen, ob Spahn die Sicherheitsvorkehrungen gegen das neue Coronavirus in China tatsächlich für ausreichend erachtet."Ist eine Ausbreitung in Europa wirklich so unwahrscheinlich oder machen Sie nur Ihren Job als Anti-Hysterie-Beauftragter?" Seine Antwort - wie auch seine anderen Ausführungen - sehen Sie in unserem Video.(ci)+++


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