Bürgermeister Thomas Fehling unterbreitet der Bahn einen Trassentwurf für die Neubaustrecke Fulda-Gerstungen - Fotos (3): Hans-Hubertus Braune

BAD HERSFELD Trassenvorschlag von Thomas Fehling

Bürgermeister kämpft für ICE-Halt: "Turbo für Generationen" - Tunnellösung?

31.01.20 - Zwei rund 30 Kilometer lange Tunnel und ein ICE-Halt am jetzigen Standort des Bahnhofs in Bad Hersfeld: So stellt sich Bürgermeister Thomas Fehling die Trassenvariante für die geplante Schnellbahntrasse Fulda-Gerstungen vor. Während eines Pressegesprächs am Donnerstagvormittag konkretisierte der Rathauschef seine Pläne. Diese sehen einen Abzweig von der bestehenden Strecke Fulda-Kassel am Überholbahnhof Langenschwarz vor. Kurz vor Bad Hersfeld soll die neue Strecke dann aus einem Tunnel heraus etwa im Bereich vom Stadtteil Johannesberg in die Stadt führen.

Zwei Tunnel und dazwischen der ICE-Halt ...

Kernziel ist es, den Bahnhof am jetzigen Standort zu erhalten. Dies sei machbar, erklärte Fehling. Platz für zwei zusätzliche Gleisanlagen seien mit einer eher geringfügigen Erweiterung vorhanden. In Richtung Osten soll es dann in einen zweiten ebenfalls etwa 30 Kilometer langen Tunnel bis nach Hönebach gehen. Ob diese charmante Idee eine Chance hat? Zumindest liegt die Trasse im bisher vorgesehenen Korridor. Allerdings kosten die Tunnel ein Vielfaches. Ob der Bund dazu bereit ist, erscheint fraglich. Vorteil ist, dass die Einschnitte für die Menschen im gesamten Korridor vergleichsweise sehr gering sind.

Bad Hersfeld will den ICE-Bahnhof behalten

Vom Aktionsbündnis in Bad Hersfeld erhielt Fehling nach eigener Aussage Rückenwind, zumal dieses Bündnis einen ähnlichen Vorschlag schon länger auf der Agenda hat. Zentrales Thema für den Bürgermeister sind die Zukunftschancen der Stadt. "Mit einer Fahrtzeit von 56 bis 57 Minuten nach Frankfurt am Main bietet sich für Bad Hesrfeld die Chance, zum erweiterten Einzugsgebiet des Rhein-Main-Gebietes zu gehören", sagte Fehling. Am Beispiel von Fulda sehe man die Entwicklungsmöglichkeiten. Von Fulda beträgt die Fahrzeit heutzutage ebenfalls etwa eine Stunde. "Ich möchte diese Chance ungern vorbeiziehen lassen", sagte Fehling. Der ICE-Halt sei der Turbo für die nächsten Generationen.

Neubau der Hochbrücke in Planungen integrieren

Der Neubau der Hochbrücke soll mit ...Archivbild O|N Klaus Dehnhard

Ein Hindernis ist der geplante Neubau der Frankfurter Straße und damit der Hochbrücke. Fehling forderte, dass die mögliche Trassenführung der Bahn in die Bauplanungen der Brücke einbezogen werden. Wie mehrfach berichtet, soll die marode Brücke in den nächsten Jahren erneuert werden. "Ich möchte einen möglichen Schildbürgerstreich verhindern. Sonst bauen wir die Brücke vielleicht zweimal", sagte Fehling.

Der Bahn hat der Bürgermeister seinen Vorschlag mitgeteilt. Zumindest gab es dort laut Fehling keine Absage. In wenigen Wochen steht in Hünfeld das nächste Beteiligungsforum auf dem Plan. Eine Entscheidung, welche Variante die Bahn letztlich in die konkrete Planung aufnimmt, dürfte aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bürgermeister Fehling habe bewusst diesen Zeitpunkt gewählt, um seine Ideen vorzustellen. Jetzt ist es wichtig, dass es der Region gelingt, mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen - unabhängig von Konkurrenzdenken und "wer hat was zuerst gesagt"-Spielchen. Denn sowohl im Haunetal, Fuldatal, Geistal als auch im Besengrund dürfte Fehlings Vorschlag auf Zustimmung stoßen. (Hans-Hubertus Braune) +++


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