Die Jagdgenossenschaft ist mit Vorstand und Genossenschaftsausschuss hoch zufrieden. Dies zeigte sich am Samstagabend bei den anstehenden Wahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus. So wurden Jagdvorsteher Herbert Steuernagel, dessen Stellvertreter Manfred Raasch, Rechner und Schriftführer Edgar Rühl sowie die beiden Beisitzer Helmut Schmidt und Alwin Schött einstimmig wiedergewählt. Auch die beiden Ausschussmitglieder Helmut Dotzenrod und Michael Rausch wurden in ihren Ämtern bestätigt. Jagdvorsteher Steuernagel hatte zu Beginn der Hauptversammlung mitgeteilt, dass die Vorjahresbeschlüsse ausgeführt wurden. So wurde ein Geldbetrag für den örtlichen Blumenschmuck und 10.000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus ausgezahlt. Hiervon sei die Bühne, ein Transportwagen für Tische und die Gardinen angeschafft worden.
Dank sagte er den Damen für das Zuschneiden, Nähen, Bügeln und Dekorieren der Gardinen, denn ohne diese Eigenleistung hätte der veranschlagte Geldbetrag nicht für diese Maßnahme ausgereicht. Des Weiteren sei der Holzspalter überprüft und Verschließteile auf Kulanz ausgetauscht worden. Neuerungen teilte Steuernagel zum Gerüst mit. So erfolge die Ausgabe noch bei Helmut Schleuning, die Rückgabe allerdings jetzt bei Tamm Hasso Wilhelm, der jetzt die Aufbewahrung und Betreuung übernehme. Dem langjährigen Gerüstverwalter Helmut Schleuning dankte er für dessen Tätigkeit und überreichte ein Präsent.
Bei der Verteilung des Jagdpachterlöses standen zwei Anträge zu Abstimmung. So wurde vom Ortsbeirat ein Zuschuss zum Blumenschmuck und zur Anschaffung einer Motorsense beantragt. Dieses wurde einstimmig genehmigt. Ebenso ein Antrag von Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz Köddingen zur finanziellen Beteiligung für die Anschaffung eines DIN-geprüften Stromerzeugers. Der Rest des Jagdpachterlöses soll der Rücklage zugeführt werden, um im kommenden Jahr ein Reststück des Hangelsbergweges auszubauen.
Zum Bericht der Jagdpächter führte Michael Döricht aus, dass 29 Stück Schwarzwild, acht Hasen, 15 Füchse, 12 Waschbären und zwei Dachse zur Strecke kamen. Zum Rehwild merkte er an, dass man hier lediglich die Hälfte der geforderten Stückzahl geschossen habe. 15 von insgesamt 30 Stück seien dem Mähtod (vier) zum Opfer gefallen oder bei Autounfällen beziehungsweise als Fallwild verendet.
Der Beständer machte darauf aufmerksam, dass der Waschbär inzwischen den Fuchs überholt habe, denn zusammen mit dem Revier Stumpertenrod seien 33 gegenüber 24 Füchse geschossen worden. Döricht bat gerade jetzt die Hunde im freien Feld anzuleinen, denn in wenigen Wochen gebe es bei verschiedenen Tierarten Nachwuchs. Weiterhin sollte bei der Aussaat von Mais ein Schutzstreifen zur Stellung eines Weidezaunes freigehalten werden.
Gerhard Dymianiw von Hessen-Forst ging in seinem Grußwort auf die starke Schwarzwildpopulation und die Auswirkungen der beiden Orkane „Kyrill“ und „Emma“ ein. So sei mit 74.000 Stück Schwarzwild im Vorjahr in Hessen eine Rekordstrecke erreicht worden. Hileten sich die Wildschäden in Köddingen und Stumpertenrod noch in Grenzen, so seien diese besonders in Groß-Felda und Schellnhausen stark gestiegen. Zu dem Aufforstungsmaßnahmen berichtete er, dass insgesamt 120.000 Pflanzen im Bereich Feldatal eingebracht werden müssten.+++
Martin Riedel dankte als stellvertretender Ortsvorsteher für die Bezuschussung von Blumenschmuck und Motorsense und sicherte eine pflegliche Behandlung des Gerätes zu. Abschluss der Hauptversammlung waren Glückwünsche zum 70. Geburtstag von Jagdpächter Philipp Frank und zu dessen Hochzeit mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Conni. Das Ehepaar Frank revanchierte sich für die Blumen und das Weinpräsent mit der Überreichung eines wertvollen Bildes für die Innenausstattung des im Rahmen der Dorferneuerung renovierten Dorfgemeinschaftshauses.Auf der aus Mitteln der Jagdpacht angeschafften Bühne, sang der Singkreis unter Leitung von Lothar Dietrich dem Frischvermählten Ehepaar Frank ein paar Lieder. ++gr++